3. Juni 2016

Neue Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight: Gemeinsame Forschung für elektrisches Fliegen

Unterzeichnung des Memorandums of Understanding zum Elektrischen Fliegen
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Unterzeichnung des Memorandums of Understanding zum Elektrischen Fliegen

Gemeinsame Forschung für elektrisches Fliegen. Die Unterzeichner von links nach rechts: Olaf Kranz (Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr der HGF), Andrew Anderson (Chief Technology Officer der Airbus Group), Prof. Rolf Henke (DLR-Vorstand Bereich Luftfahrt), Dr. Frank Anton (Head eAircraft, Siemens Corporate Technology), Prof. Heinz Voggenreiter (Direktor der DLR-Institute für Bauweisen und Strukturtechnologie sowie für Werkstoffforschung).

Elektromobilität in die Luft zu bringen und das Fliegen damit ökologisch nachhaltiger und effizienter zu machen, gehört zu den großen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte für Luftfahrtforschung und -industrie. Für eine Vernetzung von institutioneller, universitärer und industrieller Forschung vereinbarten Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie der Industrieunternehmen Airbus Group und Siemens am 3. Juni 2016 auf der ILA Berlin Air Show 2016 eine enge Zusammenarbeit.

Die Unterzeichner bekunden in der Erklärung ihr gemeinsames Interesse am Thema elektrisches Fliegen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight und den industriellen Kooperationspartnern zu strukturieren und einen rechtlichen Rahmen vorzubereiten, der es den Industriepartnern ermöglicht mit der Helmholtz-Initiative zusammenzuarbeiten.

Gemeinsame Forschung und Nachwuchsarbeit

Zu den Partnern der Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight gehören 14 DLR-Institute und 20 Universitätsinstitute an den vier Standorten Berlin, Braunschweig, Stuttgart und München/Oberpfaffenhofen. Zu den Unterstützern auf industrieller Seite gehören die Airbus Group und Siemens. Weitere Firmen haben bereits Interesse an einer Mitarbeit bekundet.

"Die Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight bringt alle wichtigen Player im Bereich des elektrischen Fliegens zusammen und hat damit das Potenzial zum größten Wissenschaftskonsortium auf diesem Gebiet zu werden", fasste Prof. Rolf Henke, Luftfahrt-Vorstand des DLR anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung zusammen. "Elektrisches Fliegen stellt Forschung und Industrie gemeinsam vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig große Chancen für hochqualifizierte Arbeitskräfte. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist deshalb ein zentraler Bestandteil der Initiative", so Olaf Kranz, Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr der HGF. Neben einem speziellen Graduiertenprogramm, Summer Schools und standortübergreifenden Workshops im universitären Bereich sollen auch Schülerforschungsaktivitäten zur Nachwuchsförderung beitragen. Gleichzeitig sind internationale Partnerschaften zur wissenschaftlichen Kooperation und zum Austausch von Forschenden geplant.

"Wir entwickeln hybride Elektroantriebe für Luftfahrzeuge", sagte Frank Anton, Leiter Electric Aircraft bei Siemens. "Mit dem DLR wollen wir nun in eine strategische Partnerschaft zwischen Industrie und Wissenschaft eintreten. Mittelfristig halten wir hybrid-elektrisch angetriebene Regionalflugzeuge mit bis zu 100 Passagieren für realistisch."

Technologieentwicklung für elektrisches Fliegen

Die Initiative DLR@Uni Electric Flight wird mit drei inhaltlichen Schwerpunkten an den Start gehen: Technologie und Konfiguration von Fluggeräten, Validierung von Teiltechnologien im Flugexperiment sowie Betrieb, Infrastruktur und gesellschaftliche Akzeptanz von elektrisch betriebenen Flugzeugen.

Zum Koordinatoren-Team der Helmholtz-Initiative DLR@Uni Electric Flight gehören der Direktor des DLR-Institut für Technische ThermodynamikProf. André Thess sowie Prof. Josef Kallo, Universität Ulm und gleichzeitig Koordinator der Forschungsgruppe Energiesystemintegration am DLR-Institut für Technische Thermodynamik sowie der Direktor der DLR-Institute für Bauweisen und Strukturtechnologie sowie für Werkstoff-ForschungProf. Heinz Voggenreiter.

Über die Helmholtz-Initiative DLR@Uni

Ziel der Helmholtz-Initiative DLR@Uni ist die Schaffung eines Mehrwerts bei Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses durch eine strukturierte und nachhaltige Kooperation der beteiligten Einrichtungen. Die Zusammenarbeit der Institute gründet auf der Entwicklung und Umsetzung einer gemeinsamen Forschungsstrategie zu dedizierten Forschungsschwerpunkten und geht damit über konventionelle, projektbezogene Einzelkooperationen hinaus.

Kontakt
  • Denise Nüssle
    Kommunikation Stuttgart und Ulm
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    "Politikbeziehungen und Kommunikation"
    Telefon: +49 711 6862-8086
    Fax: +49 711 6862-636
    Pfaffenwaldring 38-40
    70569 Stuttgart
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  • Prof. Dr. André Thess
    Institutsdirektor
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Technische Thermodynamik
    Telefon: +49 711 6862-358
    Pfaffenwaldring 38-40
    70569 Stuttgart
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  • Prof. Dr.-Ing. Josef Kallo
    Koordinator Gruppe Energiesystemintegration
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Technische Thermodynamik
    Telefon: +49 711 6862-672
    Fax: +49 711 6862-747

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  • Prof. Dr.-Ing. Heinz Voggenreiter
    Institutsdirektor
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Bauweisen- und Strukturtechnologie
    Telefon: +49 711 6862-444
    Fax: +49 711 6862-227
    Pfaffenwaldring 38-40
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