3. Juni 2016

Wirtschaftsminister Gabriel besucht den DLR-Standort Köln

Wirtschaftsminister Gabriel zu Besuch beim DLR in Köln
Bild 1/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Wirtschaftsminister Gabriel zu Besuch beim DLR in Köln

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei seinem DLR-Besuch in Köln am 3. Juni 2016 im Gespräch mit der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund.

Energiespeicherforschung in Köln
Bild 2/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Energiespeicherforschung in Köln

Dr. Antje Wörner stellt Minister Gabriel den DLR-Kalkspeicher vor.

CeraStorE
Bild 3/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

CeraStorE

Das neue Forschungsgebäude CeraStorE (CERAmics, STORage, Energy; Competence Center for Ceramic Materials and Thermal Storage Technologies in Energy Research) wird gemeinsam von den DLR-Instituten für Werkstoff-Forschung, Solarforschung und Technische Thermodynamik betrieben.

Bemannte Raumfahrt und Energieforschung waren die Schwerpunktthemen, über die sich der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, am 3. Juni 2016 bei seinem Besuch am Standort Köln des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) informierte. Gemeinsam mit der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund besichtigte der Bundesminister die neuesten Forschungseinrichtungen des Standortes.

Forschung für mehr Energieeffizienz

Der erste Themenkomplex des Besuchs widmete sich der Lösung von ganz irdischen Problemen, durch die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere dem Potential von konzentrierender Solarenergie. Im DLR-Sonnenofen und dem Speicherkompetenz-Zentrum CeraStore (CERAmics, STORage, Energy; Competence Center for Ceramic Materials and Thermal Storage Technologies in Energy Research) stellten Wissenschaftler aus drei DLR-Instituten ihre Zusammenarbeit an interdisziplinären Energieprojekten vor. Die Forscher aus den Instituten für Werkstoff-Forschung- und Solarforschung sowie der Technischen Thermodynamik arbeiten an einer nachhaltigen, umweltfreundlichen und dennoch sicheren Energieversorgung. "National wie auch international haben wir ehrgeizige Ziele für ein nachhaltiges Energiesystem. Dabei sind wir auf fundierte wissenschaftliche Innovationen und Weiterentwicklungen angewiesen. Neue Ideen aus der Forschung sind auch die Grundlage dafür, dass Deutschland weiter führender Anbieter von Energietechnologien bleibt", sagte Minister Gabriel.

Prof. Pascale Ehrenfreund betonte die große Bandbreite der Forschungsfelder: "Die Energieforschung des DLR ist sowohl im Bereich der Technik als auch in der Modellierung des Gesamtsystems tätig. Wir können damit wichtige Beiträge für ein nachhaltiges Energiesystem der Zukunft leisten."Die Energieforschung im DLR feiert 2016 ihr 40-jähriges Jubiläumund vereint fachübergreifend die Kompetenzen verschiedener Institute.

Medizinforschung fürs All und irdische Behandlungsmethoden

Was passiert mit dem menschlichen Körper im All? Wie hält ein Astronaut sich fit? Und wie schützt man sich auf dem Mond vor der Weltraumstrahlung? – Die Erforschung der negativen Auswirkungen der Schwerelosigkeit und die Entwicklung von effektiven Trainingsmethoden für Astronauten, wurden den Gästen im Forschungsgebäude ":envihab" des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin vorgestellt. Hier durchlaufen die europäischen Astronauten vor und nach ihrem Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS umfangreiche medizinische Untersuchungen und Rehabilitationsprogramme. Die hierbei gewonnen Erkenntnisse fließen auch in irdische Behandlungsmethoden ein. Bundesminister Gabriel konnte sich hier ein gutes Bild von den umfangreichen Vorbereitungen für die aktuellen Raumfahrtmissionen zur Internationalen Raumstation ISS machen: "Raumfahrt übt schon immer eine große Faszination aus – das haben auch die Bilder verdeutlicht, die Alexander Gerst von seiner beeindruckenden ISS-Mission zur Erde gesendet hat. Aber Raumfahrt ist auch zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Ganz viele der Technologien und Produkte, die wir täglich nutzen basieren auf Raumfahrtanwendungen. Fernsehen via Satellit ist eine alltägliche Selbstverständlichkeit, Kommunikationssatelliten verbinden Menschen weltweit, Satellitennavigationssysteme ermöglichen eine moderne Verkehrsplanung und Logistik. Raumfahrt trägt entscheidend zur Förderung von Forschung, Entwicklung, Bildung und Innovation sowie zu Wachstum und zur Schaffung hoch qualifizierter Arbeitsplätze in Deutschland bei. Ich bin überzeugt, dass die deutschen Beiträge zur Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie die Raumfahrtforschung des DLR auch in Zukunft den Raumfahrtstandort Deutschland voran bringen werden."

Prof. Ehrenfreund sagte zur Motivation der Raumfahrtforschung: "Raumfahrt ist mehr als bloße Faszination. Raumfahrt ist vor allem Technologie, die Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen leisten kann und mit ihren Anwendungen zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen beiträgt."

Das DLR im Überblick

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung angesiedelt. Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Sein Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner 16 Standorte.

Kontakt
  • Michel Winand
    Kommunikation Köln, Bonn, Jülich, Rheinbach und Sankt Augustin
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 2203 601-2144
    Linder Höhe
    51147 Köln
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  • Dr. Beate Braams
    Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

    Referat LB1 - Pressestelle
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