17. Mai 2017
Wettbewerb INNOspace Masters 2017 prämiert innovative Ideen für die Zukunft der Raumfahrt

Space 4.0: In­no­va­ti­ve Ener­gie­spei­cher und Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren für Sa­tel­li­ten

Die Ge­samt­ge­win­ner des IN­NOspace Mas­ters 2017 Wett­be­werbs
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Die Gesamtgewinner des INNOspace Masters 2017 Wettbewerbs

In den drei Ka­te­go­ri­en des zwei­ten IN­NOspace Mas­ters Wett­be­werbs ha­ben das Pro­jekt "Wall#E" vom In­sti­tut für Raum­fahrt­sys­te­me der TU Braun­schweig als Ge­samt­sie­ger und Ge­win­ner der DLR Raum­fahrt­ma­na­ge­ment-Chal­len­ge, das Pro­jekt "MSP" vom Zen­trum für Te­le­ma­tik e.V. in Würz­burg als Sie­ger der Air­bus De­fence and Space-Chal­len­ge und das Pro­jekt "Ba­ke in Space" der Ba­ke in Space GmbH aus Bre­men in der Ka­te­go­rie "ESA BIC Star­tup-Chal­len­ge" ge­won­nen. Über­reicht wur­den die Prei­se von der Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rin und Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für die Luft- und Raum­fahrt, Bri­git­te Zy­pries (von links): Dr. Gerd Grup­pe, Vor­stand DLR Raum­fahrt­ma­na­ge­ment, Dr. Jo­han­nes von Thad­den, Air­bus De­fence and Space, Hen­ning Wich­mann, IN­VENT GmbH, Li­nus Frobö­se, TU Braun­schweig, Gra­zia Vit­ta­di­ni, Air­bus De­fence and Space, Ste­fan Lin­ke IN­VENT GmbH, Bri­git­te Zy­pries, Bun­des­mi­nis­te­rin für Wirt­schaft und Ener­gie, Dr. Frank Zim­mer­mann, ce­sah GmbH, Prof. Dr.-Ing En­ri­co Stoll, TU Braun­schweig, Thors­ten Ru­dolph, AZO, Dr. Fran­zis­ka Zeit­ler Or­ga­ni­sa­to­rin des Wett­be­werbs im DLR Raum­fahrt­ma­na­ge­ment, Dr. Fritz Mer­kle, OHB SE und Ul­rich Küb­ler, Air­bus De­fence and Space.
Re­ge Teil­nah­me bei der Preis­ver­lei­hung
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Rege Teilnahme bei der Preisverleihung

Mehr als 140 Teil­neh­mer aus zehn eu­ro­päi­schen Län­dern hat­ten ih­re Ide­en für den IN­NOspace Mas­ters Wett­be­werb 2017 ein­ge­reicht. Ne­ben Bri­git­te Zy­pries, Bun­des­mi­nis­te­rin für Wirt­schaft und Ener­gie (4. v.l.) und Prof. Pas­ca­le Eh­ren­freund, Vor­stands­vor­sit­zen­de des DLR (5. v.l.) so­wie den Be­wer­ber­teams nah­men zahl­rei­che Spon­so­ren, Lau­da­to­ren und Part­ner an der fei­er­li­chen Preis­ver­lei­hung teil.

  • Beim zweiten INNOspace Masters Wettbewerbs des DLR bewarben sich mehr als 140 Teilnehmer aus Unternehmen, Start-Ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen in zehn europäischen Ländern.
  • Die Gewinner in den drei Kategorien des Wettbewerbs überzeugten mit ihren Lösungen für neuartige Energiespeicher für Satelliten, Produktionstechniken im Baukastenprinzip und einer Technologie, welche die Zubereitung frischer Backwaren im Weltraum ermöglicht.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Digitalisierung, Industrie 4.0

Wie können die Entwicklung und die Produktion von Satelliten, Nutzlasten und Trägersystemen verbessert werden? Diese Frage galt es beim zwei­ten IN­NOspace Mas­ters Wett­be­werb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu beantworten. Gefolgt sind dem Aufruf, zukunftsweisende Ideen für die Raumfahrt einzureichen, mehr als 140 Teilnehmer aus Unternehmen, Start-Ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen in zehn europäischen Ländern. Von den 66 Projektvorschlägen haben es neun Entwürfe bis in die Endrunde des Ideenwettbewerbs geschafft. Die Gewinner in den drei Kategorien des Wettbewerbs überzeugten mit ihren Lösungen für neuartige Energiespeicher für Satelliten, Produktionstechniken im Baukastenprinzip und einer Technologie, welche die Zubereitung frischer Backwaren im Weltraum ermöglicht. Überreicht wurden die Preise im Rahmen der INNOspace Masters Konferenz am 17. Mai 2017 von der Bundeswirtschaftsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries, in Berlin.

Digitalisierung lässt Branchen zusammenwachsen

"Space 4.0, Industrie 4.0 und Digitalisierung sind drei zentrale und eng miteinander verbundene Zukunftstrends der Raumfahrt, für die wir Innovationen und Ideen brauchen", betonte Zypries. "Damit diese Ideen und Innovationen entstehen, benötigen wir einen intensiveren Austausch zwischen den verschiedenen Wirtschafts- und Technologiebereichen. Der Ideenwettbewerb INNOspace Masters beflügelt genau das und zeigt beeindruckende Lösungsvorschläge für neue Technologien und Verfahren." Eröffnet wurde die Preisverleihung von Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements. "Mit dem Wettbewerb haben wir im DLR Raumfahrtmanagement die Suche nach neuen Konzepten und Lösungen aus anderen Branchen für die Raumfahrt aufgenommen", unterstrich Dr. Gruppe. "In jeder der drei Wettbewerbskategorien mussten sich die Teilnehmer einer Experten-Jury stellen. Die vielen guten Ideen haben uns die Auswahl der Gewinner schwer gemacht. Dieser Wettbewerb zeigt, dass Raumfahrt eine hochinnovative Industrie ist."

Karbonfasern als Energiespeicher für Satelliten

Das Projekt "Wall#E" vom Institut für Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig überzeugte die Jury der "DLR Raumfahrtmanagement-Challenge", die sich auf die Forschungs- und Entwicklungsphase konzentriert. "Wall#E" ist gleichzeitig der Gesamtgewinner des INNOspace Masters 2017. Strukturen aus Karbonfasern sollen in die tragenden Strukturen von Satelliten und Raumfahrzeugen integriert und mit neuartigen Feststoffbatterie-Materialien ausgestattet werden. Hierdurch würden Masse und Volumen eingespart, wodurch sich die Entwicklungs- und Startkosten für die Missionen reduzieren. Langfristig könnte die neue Technologie auch für Trägerraketensysteme, Raumstationen und Baukonstruktionen auf der Erde Anwendung finden.

Satellitenproduktion in der Industrie 4.0

Gewinner der "Airbus Defence and Space-Challenge", in der Vorschläge für bereits einsatzfähige Lösungen eingereicht werden können, ist das Projekt "MSP" (Modulare MikrosSatellitenProduktion). In der Raumfahrt werden zunehmend Megakonstellationen und Formationen von Kleinstsatelliten eingesetzt. Um die aufkommende Massenproduktion im Sinne der Industrie 4.0 umsetzen zu können, hat das Zentrum für Telematik e.V. in Würzburg neue Methoden und Werkzeuge für die Produktion von Satelliten in die Raumfahrt transferiert. Dabei wird die Produktion der Elektronik modular, also im Baukastenprinzip, aufgebaut und standardisiert werden. Schwerpunkt bei dem Projekt ist die zukünftige Zusammenarbeit von Mensch und Roboter.

Backwaren für die ISS

Frische Brötchen für die Astronauten: Mit dieser Idee hat die Bake in Space GmbH aus Bremen die Kategorie der "ESA BIC Startup-Challenge" gewonnen, die nach konkreten Geschäftsideen für Start-ups suchte. Zu diesem Zweck wird ein weltraumqualifizierter Ofen zum Backen einer für die Weltraumumgebung geeigneten Teigmischung gebaut. Frisches Essen im Weltraum herstellen zu können steigert die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen, die für längere Zeit im Weltall leben und arbeiten müssen, etwa an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Besonders interessant ist diese Versorgung mit frischen Lebensmitteln auch im Hinblick auf die Langzeitmissionen von morgen, wie etwa einen Flug zum Mars.

Der Ideenwettbewerb INNOspace Masters

Veranstalter des INNOspace Masters ist das DLR Raumfahrtmanagement im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der Wettbewerb ist Teil der Initiative INNOspace, die seit 2013 Innovationen und Technologietransfers zwischen Raumfahrt und raumfahrtfremden Industriezweigen fördert. Partner des Wettbewerbs sind die ESA Busi­ness In­cu­ba­ti­on Cen­tres (BIC) Bavaria und Darmstadt sowie der Raumfahrtkonzern Air­bus De­fence and Space. Organisiert wird der INNOspace Masters durch die Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO), die auch den Copernicus Masters und den European Satellite Navigation Competition (ESNC) ausrichtet.

Kontakt
  • Diana Gonzalez
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Stra­te­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 228 447-388
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
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  • Dr. Franziska Zeitler
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Raum­fahrt­ma­na­ge­ment, In­no­va­ti­on & Neue Märk­te
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