1. Februar 2018

Das DLR im Jahr 2018

Die Tan­dem-L-Sa­tel­li­ten mit großen ent­falt­ba­ren Re­flek­to­r­an­ten­nen im For­ma­ti­ons­flug
Bild 1/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Die Tandem-L-Satelliten mit großen entfaltbaren Reflektorantennen im Formationsflug

Tan­dem-L ist ein Vor­schlag für ei­ne hoch­in­no­va­ti­ve Sa­tel­li­ten­mis­si­on zur glo­ba­len Be­ob­ach­tung von dy­na­mi­schen Pro­zes­sen auf der Erd­ober­flä­che in ei­ner bis­her nicht er­reich­ten Qua­li­tät und Auf­lö­sung.
"Ur­ban Li­ner" der TU Mün­chen
Bild 2/5, Credit: TU München (CC-BY 3.0).

"Urban Liner" der TU München

Die Münch­ner ent­war­fen mit ih­rem "Ur­ban Li­ner" ein un­ge­wöhn­lich aus­se­hen­des Flug­zeug mit Hy­bri­dan­trieb. Auf­fal­lend­stes Merk­mal ist das ein­zel­ne Trieb­werk, das am Heck zwi­schen den Leit­wer­ken an­ge­bracht ist. Geht es nach den Stu­die­ren­den, soll der Treib­stoff­ver­brauch hal­biert und der Stick­oxid­aus­stoß gar um 80 Pro­zent ver­rin­gert wer­den kön­nen.
Ke­ro­sin aus Son­nen­ener­gie
Bild 3/5, Credit: IMDEA.

Kerosin aus Sonnenenergie

Mit der so­lar­ther­mi­schen 50 Ki­lo­watt-An­la­ge beim spa­ni­schen Pro­jekt­part­ner IM­DEA in Ma­drid wird Syn­the­se­gas aus Son­nen­licht her­ge­stellt.
Au­to­ma­tisch un­ter­wegs
Bild 4/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Automatisch unterwegs

Au­to­fah­rer kön­nen sich mit ei­ner zu­neh­men­den Au­to­ma­ti­sie­rung auf an­de­re Tä­tig­kei­ten kon­zen­trie­ren. Das DLR ent­wi­ckelt Test­me­tho­den und Ver­fah­ren, um au­to­ma­ti­sier­te Fahr­zeu­ge zu­ver­läs­sig zu tes­ten.
NGT CAR­GO-Trieb­wa­gen­zug
Bild 5/5, Credit: DLR.

NGT CARGO-Triebwagenzug

Fle­xi­bles Zug­kon­zept: Die Ein­zel­wa­gen bil­den ei­nen Ver­band und wer­den mit ein oder zwei Trieb­köp­fen zu ei­nem voll­stän­di­gen Trieb­wa­gen­zug zu­sam­men­ge­stellt.
  • Die Highlights der DLR-Forschung 2018 aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung.
  • Schwerpunkt(e): Mobilität, Digitalisierung, Sicherheit, Raumfahrt, Luftfahrt, Energie

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist in der Ausrichtung seiner Aufgaben und Forschungsthemen einmalig in Deutschland und Europa - als nationales Forschungszentrum und Raumfahrtagentur sowie als Projektträger. Mit dem Aufbau von sieben neuen Forschungsinstituten ist deren Anzahl an 20 Standorten auf insgesamt 40 gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR liegt jetzt bei 8200, Tendenz steigend. Mit 178 Großforschungsanlagen und vielen internationalen Kooperationen stellt sich das DLR den großen Herausforderungen der Gesellschaft wie Digitalisierung, Klimaschutz und Mobilität.

"Im Jahr 2018 beginnen wir, die DLR Strategie 2030 umzusetzen. Diese zielt darauf ab, die Kernkompetenzen des DLR in der Luft- und Raumfahrtforschung zu stärken, die Energie-, Verkehrs- und Sicherheitsforschung auszubauen und Synergiepotenziale zwischen den Forschungsbereichen stärker zu nutzen", erklärt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. "Neu hinzu kommt der Querschnittsbereich Digitalisierung mit interdisziplinären Projekten."

Forschung und Entwicklung

Der Querschnittsbereich Digitalisierung im DLR umfasst 2018 acht Projekte, die mit einem Gesamtbudget von rund 40 Millionen Euro ausgestattet sind. Dazu gehören unter anderem die intelligente Mobilität und Robotik, virtuelle Zulassungsverfahren, Cyber-Sicherheit sowie der Bereich Data Science. Für den Klimaschutz und die Energiewende bearbeitet das DLR interdisziplinär wichtige Themen, wie alternative Brennstoffe und Energiespeicher.

Die DLR-Luftfahrtforschung erweitert das Portfolio mit seinen neuen Instituten auf die Themen In­stand­hal­tung und Mo­di­fi­ka­ti­on, Sys­te­mar­chi­tek­tu­ren, Softwaremethoden, das vir­tu­el­le Trieb­werk und das virtuelle Produkt. Mit einem in Bremen geplanten Pilotprojekt, dem "Virtual Product House”, erfolgt ein erster Schritt in Richtung eines großen Zieles. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft soll ein Integrations- und Testzentrum für die virtuelle Simulation von Luftfahrttechnologien aufgebaut werden. Zudem wird zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses die im letzten Jahr erfolgreich gestartete NASA/DLR Design Challenge fortgeführt.

Der globale Wandel und der Klimawandel stellen große Herausforderungen an unsere Gesellschaft. Die Raumfahrtforschung des DLR unterstützt die kontinuierliche und weltweite Beobachtung der Atmosphäre und der Erde aus dem Weltraum. Große Erwartungen haben wir für das Projekt TanDEM-L. Zwei Radar-Erdbeobachtungssatelliten werden die Landmasse der Erde in drei Dimensionen alle acht Tage abbilden. Das DLR forscht und entwickelt auch im Bereich der schnellen optischen Kommunikation über Satelliten sowie zur kryptographischen Sicherung mit Hilfe von Quantentechnologien.

Das Energiesystem befindet sich mit der Energiewende in einem epochalen Wandel. Die Umstellung auf erneuerbare Energien zur Vermeidung klimaschädlicher Emissionen erfordert Mechanismen, um Energie auch dann zuverlässig und kostengünstig bereitzustellen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Die DLR-Energieforschung konzentriert sich daher auf die Entwicklung von hocheffizienten Techniken zur Energiegewinnung, -speicherung und -nutzung. Aber auch die Entwicklung von Technologien und Konzepten, mit denen die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander gekoppelt werden können, stehen im Mittelpunkt der DLR-Energieforschung. Das DLR arbeitet dazu unter anderem an alternativen Brennstoffen, an effizienten Strom-Wärme-Strom-Speichern und an der Energievernetzung. Auf der HannoverMesse 2018 stellt das DLR solche Lösungen zur Sektorenkopplung vor.

Im Bereich der Verkehrsforschung ist das DLR die zweitgrößte institutionell geförderte Verkehrsforschungseinrichtung in Europa. Unser Ziel ist eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität, für die wir an Konzepten und Technologien für Straße und Schiene und einen intermodalen Verkehr arbeiten. Mit dem Testfeld Niedersachsen entwickelt das DLR gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft automatisierte und vernetzte Fahrzeugfunktionen und Mobilitätslösungen. Eine Kernfrage ist dabei, sicherzustellen, dass die Automatisierung mindestens so gut ist wie der Mensch. Dazu arbeitet das DLR an Testverfahren sowie der Interaktion und Kommunikation zwischen Mensch und Fahrzeug. Für eine umweltverträgliche Mobilität arbeiten wir an alternativen Antrieben und Kraftstoffen sowie an der Sektorkopplung mit dem Energiesystem.

Im Querschnittsbereich Sicherheitsforschung bestimmen die maritime Sicherheit und die Integration unbemannter Systeme in den Luftraum die Arbeit im Jahr 2018. In interdisziplinären und schwerpunktübergreifenden Projekten liefern 24 DLR-Institute Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von sicherheitsrelevanten Technologien. Beispiele sind die Flughafensicherheit und das satellitengestützte Krisenmanagement sowie das Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen.

Management

Als einer der größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland ergänzt der DLR Pro­jekt­trä­ger die wissenschaftliche Expertise des DLR mit seinen Managementkompetenzen. Im Jahr 2017 hat der DLR Projektträger mehr als 10.000 Vorhaben mit 1,1 Milliarden Euro Fördergelder betreut. Gemeinsam mit seinen Auftraggebern entwickelt der DLR Projektträger unter anderem Forschungsschwerpunkte, darunter solche mit Fokus auf Elektromobilität und Verkehr.

Das Raumfahrtmanagement im DLR legt seine diesjährigen Schwerpunkte unter anderem auf die HORIZONS-Mission von Alexander Gerst, die im Juni 2018 starten wird und auf den International Astronautical Congress IAC, der am 1. Oktober in Bremen beginnen wird. Die Ergebnisse der innovativen Experimente auf der Internationalen Raumstation (ISS), die Alexander Gerst durchführen wird, sowie der weltweit größte Weltraumkongress tragen zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Das DLR ist mit seinen Forschungs-, Entwicklungs- und Managementleistungen Treiber der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen in Deutschland.

Kontakt
  • Andreas Schütz
    Lei­tung Me­dia|Re­la­ti­ons, Pres­se­spre­cher
    Ger­man Ae­ro­space Cen­ter (DLR)
    Telefon: +49 171 3126-466
    Linder Höhe
    51147 Cologne
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  • Dorothee Bürkle
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Me­dia Re­la­ti­ons
    Telefon: +49 2203 601-3492
    Fax: +49 2203 601-3249

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