10. April 2018

Copernicus Masters geht in die nächste Runde

Pokal für den Copernicus Masters Sieger
Pokal für den Copernicus Masters Sieger
Bild 1/3, Quelle: Anne Kreuz.

Pokal für den Copernicus Masters Sieger

Neben der Trophäe bekommt der Gewinner Unterstützung bei der Umsetzung seiner eingereichten Idee.

Logo Copernicus Masters
Bild 2/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Logo Copernicus Masters

Logo des europäischen Erdbeobachtungswettbewerbs "Copernicus Masters" (bisher bekannt als GMES Masters)

DLR Challenge
Bild 3/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

DLR Challenge

In der DLR Challenge geht es insbesondere um neue Anwendungsideen für Erdbeobachtungsdaten zur Erfassung des Klimawandels und Umsetzung nachhaltiger Energieversorgung. Neben der Auszeichnung umfasst der Gewinn einen Gutschein für einen Workshop beziehungsweise einer Beratung: Das DLR wird dem Gewinner bei der Verwirklichung seiner Idee beratend zur Seite stehen und kann Anwendungsentwickler in allen Fragen zu Erdbeobachtung, Datenbearbeitung und Datenverarbeitung aus erster Hand unterstützen.

  • Der Innovationswettbewerb Copernicus Masters zeichnet Anwendungen und Ideen aus, die Copernicus-Daten nutzen, um relevante unternehmerische und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen.
  • DLR beteiligt sich wieder mit Spezialpreisen am Wettbewerb.
  • Das Einreichen von Ideen ist bis 30. Juni 2018 möglich.
  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Erdbeobachtung, Digitalisierung, Big Data

Die neue Wettbewerbssaison ist gestartet: Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) sucht wieder die besten Anwendungsideen im Bereich Erdbeobachtung für den "Copernicus Masters". Der internationale Wettbewerb wird vom Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen ausgerichtet.

"Um Entscheidungen treffen zu können, benötigen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dauerhaft verlässliche und aktuelle Informationen", erklärt Professorin Pascale Ehrenfreund, Vorsitzende des Vorstandes des DLR. Diese Informationen auf Basis von Erdbeobachtungsdaten bereitzustellen ist das Ziel von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäische Union (EU), das sie unter anderem in Partnerschaft mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und den Mitgliedsstaaten umsetzt. Copernicus liefert wertvolle Daten zur Erdoberfläche, Atmosphäre, zu Ozeanen, zum Katastrophenmanagement, Klimawandel und zur Sicherheit.

"Deutschland gehört zu den führenden Nationen in der Erdbeobachtung. Mit Copernicus werden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten weiter verbessert. Das Programm zeigt, wie Satellitendaten wegweisend die Digitalisierung voranbringen und aus Daten alltagstaugliche Informationen werden", so Professorin Pascale Ehrenfreund.

Gunter Schreier vom Erdbeobachtungszentrum des DLR in Oberpfaffenhofen betont: "Uns ist es wichtig die Wahrnehmung zu schärfen, wie Fernerkundungsdaten das nachhaltige Management unserer begrenzten natürlichen Ressourcen wesentlich verbessern. Unsere Umwelt, Gesundheit und der Umgang mit Energie stehen bei der DLR Challenge besonders im Fokus." Das Erdbeobachtungszentrum koordiniert den Wettbewerb seitens des DLRs.

Best practice: Der Gewinner Stevenson Astrosat Ltd.

Das DLR ist Gründungsmitglied des Masters und einer der Hauptsponsoren des "Copernicus Masters"-Preises. In den vergangenen sieben Jahren sind mehr als 150 Ideen für die DLR-Challenge eingereicht worden. Die Anwendungsgebiete waren vielfältig: von Stadtplanung und thermischem Energiemanagement bis hin zu ökologischen Themen wie die Überwachung von Nahrungsgebieten für Bienen- und die Beobachtung von Seegras als Indikator für saubere Küstengewässer.

Die Gewinner der vergangenen Jahre kommen sowohl aus dem Forschungs- als auch aus dem kommerziellen Bereich. In der Kategorie "Environmental Challenge" gewann 2012 die Firma Stevenson Astrosat Ltd. mit einer Anwendungsidee aus dem Bereich Umwelt und Klima mit dem Fokus auf Energie: Firmengründer Steve Lee aus Schottland schlug vor, die Energie-Bilanz von Gebäuden anhand von Erdbeobachtungssatelliten zu erfassen und zu überwachen. Das von Astrosat vorgeschlagene Projekt "ThermCERT" nutzt dabei thermische Infrarot-Sensordaten von Satelliten und Flugzeugen, um die Genauigkeit und Qualität von Wärmemessungen zu erhöhen. Das gleiche gilt für die Bemessung der Energieeffizienz im Sinne der Kohlenstoffdioxid-Emissionen. So können Eigentümer und Betreiber insbesondere von Gebäudekomplexen, öffentlichen Gebäuden oder Großanlagen den Einsatz von Ressourcen optimieren und Investitionen nachhaltig planen – zur Einsparung von Energiekosten und für eine verbesserte Klimabilanz. Das Erdbeobachtungssystem ThemCERT und das ebenfalls von Astrosat entwickelte System RAPID s sind bereits am Markt. Seit zwei Jahren vergibt das Unternehmen sogar selbst einen Preis bei den "Copernicus Masters".

Alle weiteren Informationen zu den Gewinnern aus den letzten Jahren finden Sie hier: copernicus-masters_com-prize-dlr-challenge-

  • Das Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen

    Der "Copernicus Masters" wird vom Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen ausgerichtet. Im Anwendungszentrum beim Sonderflughafen bekommen Start-ups aus der Luft- und Raumfahrtbranche zwei Jahre lang Starthilfe. Bereits eine Vielzahl von Unternehmen konnte sich dank der Starthilfe erfolgreich am Markt platzieren. Der Erdbeobachtungswettbewerb Copernicus Masters wird seit 2011 von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO) im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) organisiert. Prämiert werden jährlich innovative und zukunftsweisende Ideen und Geschäftskonzepte, die Erdbeobachtungsdaten im Sinne des Copernicus User Uptake für kommerzielle Zwecke und gesellschaftsrelevante Projekte nutzen. Mit mehr als 900 eingereichten Ideen aus über 70 Ländern hat sich der Wettbewerb zum international führenden Netzwerk für innovative Erdbeobachtungsanwendungen entwickelt. Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Startups und andere, vorrangig kleine und mittlere, Unternehmen sowie an Forscher und Studenten. Im November 2018 werden die Gewinner im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung des Copernicus Masters in Europa prämiert.

Kontakt
  • Miriam Poetter
    Kommunikation Oberpfaffenhofen, Augsburg, Weilheim
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 8153 28-2297
    Telefax: +49 8153 28-1243
    Münchener Straße  20
    82234 Weßling
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  • Dr. Doris Klein

    Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum
    Telefon: +49 8153 28-2438
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  • Robert Klarner
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Technologiemarketing
    Telefon: +49 8153 28-1782
    Telefax: +49 8153 28-1780
     
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    In der DLR Challenge geht es insbesondere um neue Anwendungsideen für Erdbeobachtungsdaten zur Erfassung des Klimawandels und Umsetzung nachhaltiger Energieversorgung. Neben der Auszeichnung umfasst der Gewinn einen Gutschein für einen Workshop beziehungsweise einer Beratung: Das DLR wird dem Gewinner bei der Verwirklichung seiner Idee beratend zur Seite stehen und kann Anwendungsentwickler in allen Fragen zu Erdbeobachtung, Datenbearbeitung und Datenverarbeitung aus erster Hand unterstützen.

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