30. Mai 2018
Präzise Vorhersage von Wettereinflüssen für ein stabileres Energiesystem

5. Fach­ta­gung Ener­gie­me­teo­ro­lo­gie vom 5. bis 7. Ju­ni 2018 in Gos­lar

Po­ten­zi­al für Son­nen­ener­gie
Credit: Universität Oldenburg.

Potenzial für Sonnenenergie

Für den Netz­aus­bau spielt die Ener­gie­me­teo­ro­lo­gie ei­ne zu­neh­mend große Rol­le. So ge­ben sa­tel­li­ten­ge­stütz­te Mes­sun­gen Auf­schluss über die re­gio­na­len Po­ten­zia­le für So­la­r­ener­gie.
  • Das DLR richtet die Fachtagung gemeinsam mit der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Universität Oldenburg aus.
  • Zur Unterstützung der täglichen Stromnetzführung sollen Prognosewerkzeuge mit räumlich und zeitlich hochaufgelöster Qualität zum Aufkommen von Wind- und Solarenergie weiter optimiert werden.
  • Rund 100 Expertinnen und Experten aus Energiewirtschaft und Forschung nehmen teil.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Energiemeteorologie

Mit den Auswirkungen von Wettereinflüssen auf das Energiesystem befasst sich die 5. Fachtagung Energiemeteorologie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 5. bis 7. Juni 2018 gemeinsam mit der Deut­schen Me­teo­ro­lo­gi­schen Ge­sell­schaft und der Uni­ver­si­tät Ol­den­burg in Goslar ausrichtet. Rund 100 Expertinnen und Experten aus Energiewirtschaft und Forschung werden das im Jahr 2009 ins Leben gerufene Veranstaltungsformat nutzen, um sich bei knapp 40 Fachvorträgen und Diskussionsrunden über grundlegende Fragestellungen, aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen.

Die inhaltliche Bedeutung der Veranstaltungsreihe ist wegen der zunehmenden Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom ins Energiesystem zuletzt stark gestiegen. So entwickeln sich zum Beispiel präzise lokale Wettervorhersagen zu einem Instrument von großer ökonomischer Relevanz. "Vor diesem Hintergrund beschäftigen wir uns in der Energiemeteorologie insbesondere mit dem Systemverhalten der erneuerbaren Energien in Wechselwirkung mit den Wetterbedingungen und gehen damit weit über die traditionelle Forschung in der Meteorologie hinaus", erklärt Marion Schroedter-Homscheidt, Wissenschaftlerin am Institut für Vernetzte Energiesysteme. "Entsprechend breit ist das Interesse, so dass neben Wissenschaftlern aus Atmosphären- und Energieforschung auch Experten von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern, von Stadtwerken und Energieversorgern oder von spezialisierten meteorologischen Dienstleistern für die Energiewirtschaft am Branchenwissen teilhaben wollen."

Inhaltlich liegt der Fokus der diesjährigen Fachtagung Energiemeteorologie auf der präzisen Quantifizierung und der Vorhersage von Ressourcen für Wind- und Solarenergie. Diese Daten dienen zum Beispiel zur Unterstützung der täglichen Stromnetzführung oder zur Steuerung von energieeffizienten Gebäuden. In einzelnen Vorträgen geht es in diesem Zusammenhang unter anderem um die Zeitmuster von Windenergieertrag und der Heizlast von Gebäuden, um satellitenbasierte Echtzeit-Solarstrahlungsdaten für PV-Hochrechnungen, oder um die Vorhersage von Mineralstaub-Partikeln in der Atmosphäre.

Hervorgegangen ist die Fachtagung Energiemeteorologie aus einer Initiative des DLR und der Universität Oldenburg, aus der sich wiederum der Fachausschuss Energiemeteorologie in der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft bildete. Ein Großteil der Experten, die diese Entwicklung vorangetrieben haben, forscht heute gemeinsam in der Gruppe Energiemeteorologie der Abteilung Energiesystemanalyse am DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme, um durch die Optimierung der Netze einen Mehrwert für die Energiewende zu generieren.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
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    Telefon: +49 441 99906-104
    Fax: +49 441 99906-109
    Carl-von-Ossietzky-Straße 15
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  • Dr. Thomas Vogt
    Stell­ver­tre­ten­der Di­rek­tor
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