17. Juli 2018

Ma­ri­ti­me Si­cher­heits­for­schung des DLR auf der Sa­fe­ty@Sea Week in Sin­ga­pur

Podiumsdiskussion auf der Safety@Sea
Po­di­ums­dis­kus­si­on auf der Sa­fe­ty@Sea
Bild 1/3, Credit: Maritime and Port Authority of Singapore.

Podiumsdiskussion auf der Safety@Sea

Po­di­ums­dis­kus­si­on mit DLR-Pro­gramm­ko­or­di­na­tor für die Si­cher­heits­for­schung, Dr. Den­nis Gö­ge (Mit­te), im Rah­men der In­ter­na­tio­nal Sa­fe­ty@Sea Week.
Austausch zum Thema maritime Sicherheit
Aus­tausch zum The­ma ma­ri­ti­me Si­cher­heit
Bild 2/3, Credit: Ministry of Transport, Singapore.

Austausch zum Thema maritime Sicherheit

Tausch­ten sich zu The­men der ma­ri­ti­men Si­cher­heit aus: Sin­ga­purs Mi­nis­ter für Ver­kehr und Ge­sund­heit, Dr. Lam Pin Min und Pro­gramm­ko­or­di­na­tor Si­cher­heits­for­schung des DLR so­wie Grün­dungs­di­rek­tor des In­sti­tuts für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren, Dr. Den­nis Gö­ge.
Haupt­vor­trag von Dr. Den­nis Gö­ge
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Hauptvortrag von Dr. Dennis Göge

Der Haupt­bei­trag bei der Sa­fe­ty@Sea Week im Ju­ni 2018 in Sin­ga­pur kam vom DLR. Den­nis Gö­ge sprach über die DLR-For­schung im Be­reich ma­ri­ti­me Si­cher­heit.

  • Schwerpunkt(e): Maritime Sicherheit, Resilience Engineering

Das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) trat erstmalig als Partner der International Safety@Sea Week auf, einer Veranstaltung der Maritime and Port Authority (MPA) Singapur, die vom 18. bis 23. Juni 2018 in der südostasiatischen Metropole stattfand. Sie setzte auf eine sicherheitsorientierte Herangehensweise zur Bewältigung aktuell drängender Probleme des Seeverkehrs. Das Ziel der sicheren Passage eines Schiffes wurde in den Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung mit dem Motto "Towards Safer Navigation - Lessons, Insights and Trends" gestellt.

In diesem Kontext adressierte Dr. Dennis Göge, Programmkoordinator für Sicherheitsforschung des DLR sowie Gründungsdirektor des Instituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen, im Rahmen eines Hauptvortrags mit dem Titel "From e-Navigation to Resilience Engineering“ einen neuartigen Ansatz. "Resilience Engineering wird zukünftig als Methode zur ganzheitlichen Betrachtung von maritimen Infrastrukturen zum Einsatz kommen, um die Sicherheit existierender sowie zukünftiger maritimer Systeme zu erhöhen. Dazu gehört auch das System Schiff", so Göge.

Nur ein sichererer maritimer Handelsweg ist auch effizient

Technologischer Fortschritt, ökologischer Bewusstseinswandel, eine Verlagerung von globalen Warenströmen - der Seetransport hat bei all dem eine verbindende Funktion zwischen vielen Akteuren, die vom zuverlässigen Funktionieren der gesamten maritimen Wertschöpfungskette abhängig sind.

Über 90 Prozent der Welthandelsgüter werden über maritime Handelsrouten verschifft. Insbesondere rohstoffintensive Industriezweige und alle nachgelagerten verarbeitenden Industrien sind von der störungsfreien Funktion des globalen maritimen Handels in hohem Maße abhängig. Die Anforderungen an die Sicherheit beim Seetransport steigen stetig. Damit sich Technologien weiterentwickeln können, muss der Seeverkehr als Rückgrat des globalen Handels dauerhaft sicher und zuverlässig sein - zumindest auf gleichbleibendem Niveau bleiben. Der maritime Handel ist einer Vielzahl an Gefahren ausgesetzt und hat sich in den vergangenen Jahren auf neue Bedrohungen durch Extremwetterereignisse, geopolitische Konflikte, regionale Faktoren und die Kriminalität auf See einstellen müssen. Wesentlich an diesen Betrachtungen ist nicht nur die Sicherung der Transportgüter. Auch die Minimierung der Risiken für Leib und Leben der Seeleute ist ein wichtiger Faktor.

Der Weg von e-Navigation zu Resilience Engineering

Künftig werden die Anforderungen an die Sicherheit maritimer Infrastrukturen im internationalen Handel weiter steigen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat das DLR ein Institut mit dem Ziel gegründet, die Forschungsaktivitäten genau in diesem Bereich zu intensivieren. Um Einfluss auf die künftige Sicherheit nehmen zu können, ist ein Schwerpunkt des DLR-Institutes für den Schutz maritimer Infrastrukturen der Bereich der Resilienzforschung. Diese noch recht junge Disziplin verfolgt das Ziel, Systemzusammenhänge hinsichtlich ihrer Relevanz für Sicherheitsbelange zu verstehen und zu beschreiben.

Durch den verfolgten "Resilience-by-Design"-Ansatz wird angestrebt, den technologischen Wandel in der maritimen Welt zu begleiten und Ansätze zu liefern, wie der Handel von morgen besser mit den sich ändernden Sicherheitsherausforderungen umgehen kann. Künftig werden leistungsfähigere Technologien benötigt, um den Akteuren eine umfassende Möglichkeit zu geben, das Sicherheitsniveau ihrer Anlagen zu erfassen und um ihnen Entscheidungshilfen bereitstellen zu können. Die Entwicklung solcher Technologien im Bereich der Sensorik, aber auch die intelligente Verarbeitung, Integration und Fusion der damit gewonnenen Daten wird ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit des Instituts sein.

Sicherheitsforschung im DLR

In der DLR-Sicherheitsforschung werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

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  • Andreas Schütz
    Lei­tung Me­dia Re­la­ti­ons, Pres­se­spre­cher
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    Fax: +49 2203 601-3249
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  • Dr. Dennis Göge
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  • Carl Philipp Wrede
    Lei­tung Stra­te­gie- und Ge­schäfts­fel­d­ent­wick­lung
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    In­sti­tut für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren
    Telefon: +49 471 924199-02
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