23. Juli 2018

Große DLR-Beteiligung auf dem Weltraumforschungskongress COSPAR

Weltgrößter Weltraumforschungskongress
Weltgrößter Weltraumforschungskongress
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Weltgrößter Weltraumforschungskongress

Vom 14. bis 22. Juli 2018 fand in Pasadena, Kalifornien der weltgrößte Weltraumforschungskongress des Committee on Space Research (COSPAR) statt. Über 3000 Wissenschaftler informierten und diskutierten über aktuelle Forschungsthemen.
Vorstandsmitglieder nahmen an Diskussionen zur Zukunft der Exploration teil
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Vorstandsmitglieder nahmen an Diskussionen zur Zukunft der Exploration teil

Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR sowie Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung nahmen an der Sitzung "Internationale Koordination von Explorationsaktivitäten" teil.
  • Vom 14. bis 22. Juli 2018 fand in Pasadena, Kalifornien der Weltraumforschungskongress COSPAR statt.
  • Das DLR stellte in mehreren Diskussionsrunden und einer Ausstellung seine Beiträge zur Weltraumforschung vor.
  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Erdbeobachtung, Klimaforschung

Der weltgrößte Weltraumforschungskongress des Committee on Space Research (COSPAR) fand vom 14. bis 22. Juli 2018 in Pasadena, Kalifornien, statt. Auf dem Kongress tauschten sich mehr als 3.000 Wissenschaftler aus aller Welt über neueste Erkenntnisse der Weltraumforschung aus. Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), sowie Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie, nahmen an Diskussionen zur Zukunft der Exploration teil und informierten in Vorträgen über die Forschungstätigkeiten des DLR.

Prof. Pascale Ehrenfreund stellte auf einem Panel mit Vertretern internationaler Raumfahrtagenturen die deutschen Aktivitäten und Pläne in der Exploration vor. "Es ist Deutschlands Absicht, seine technologischen Fähigkeiten im Bereich der Exploration auszubauen. Ein Schlüsselelement dabei sind intelligente und autonome robotische Systeme, die wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse von Oberflächen oder aus Umlaufbahnen von Planeten und anderen Himmelskörpern erbringen können." Die Vorstandsvorsitzende des DLR war zudem wissenschaftliche Koordinatorin für die Sitzung "Internationale Koordination von Explorationsaktivitäten", bei der sie ein hochrangig besetztes Panel zum selben Thema leitete.

Prof. Hansjörg Dittus präsentierte in einem Vortrag den derzeitigen Stand und zukünftige Anfordernisse eines weltraumbasierten Systems zur Erdbeobachtung. Im anschließenden Panel zu diesem Thema betonte er: "Ich halte das Thema Global Change - also die Frage des Klimawandels und des enormen Bevölkerungswachstums auf dieser Erde und die damit verbundene Ernährungssicherheit - für das wichtigste Anwendungsfeld der Raumfahrt in diesem Jahrhundert. Wir werden Satelliten und orbitale Infrastrukturen brauchen, um die Entwicklung des Anthropozän, also des Erdzeitalters, in dem wir leben, dauerhaft zu beobachten und vorauszusagen." In einem weiteren Vortrag präsentierte Prof. Dittus die DLR-Aktivitäten zur Nutzung robotischer Systeme zur "In-situ"-Exploration des Sonnensystems.

Ausstellung zu aktuellen und zukünftigen DLR-Missionen

Beispiele für robotische Technologien sowie weitere herausragende DLR-Forschungsaktivitäten werden in der begleitenden Ausstellung am DLR-Stand präsentiert. Unter dem Motto "International Cooperation in Space Research" zeigt das DLR Exponate zu Projekten und Missionen. Dazu gehören die NASA-Marsmission "", zu der das DLR mit dem "Maulwurf" HP3 eines der beiden Hauptinstrumente beisteuert. Die Landung auf dem Roten Planeten ist für den 26. November 2018 vorgesehen. Ebenso wird ein Modell des Asteroidenlanders "MASCOT" ausgestellt - der Lander ist Teil der Mission Hayabusa2, die gemeinsam mit der JAXA - GLOBAL und der CoRoT Special durchgeführt wird. Die Landung auf dem Asteroiden Ryugu wird voraussichtlich am 3. Oktober 2018 erfolgen. Weitere Exponate zeigen potenzielle zukünftige Missionen und Projekte - so beispielsweise den Radarsatelliten "Tandem-L", ein Konzept, das das DLR derzeit für die Umwelt- und Klimabeobachtung vorschlägt, sowie den Entwurf einer Raumstation, die der Internationalen Raumstation ISS nach deren Missionsende folgen könnte.

Über COSPAR:

Der Weltraumkongress COSPAR wurde 1958 ins Leben gerufen, um die internationale Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen Forschung im Weltraum zu fördern. Es war der Beginn des Weltraumzeitalters: Ende 1957 startete der sowjetische Satellit Sputnik 1 und Anfang 1958 der US-amerikanische Satellit Explorer 1. Besser bekannt als das "Komitee für Weltraumforschung des International Council for Science" (ICSU), dient COSPAR zum Austausch von Ergebnissen, Informationen und Meinungen in der Weltraumforschung. COSPAR-Treffen haben sich als wichtige Veranstaltungen zur Anbahnung und Intensivierung von Partnerschaften in der Weltraumforschung etabliert. Wichtigstes Austauschformung ist die alle zwei Jahre stattfindende COSPAR Scientific Assembly, wo die wesentlichen Ergebnisse aus dem breiten Spektrum der Weltraumforschung präsentiert werden.

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