1. August 2018

Deut­sche Schü­ler im "All" - Astro­nauten­trai­ning im Space and Rocket Cen­ter (Space Camp)

Simulierter Außeneinsatz
Si­mu­lier­ter Au­ßen­ein­satz
Bild 1/2, Credit: DLR, alle Rechte vorbehalten, jegliche Weiterverbreitung untersagt.

Simulierter Außeneinsatz

Au­ßen­ein­satz für das Schü­ler­team Olym­pus Mons. Ga­bri­el Adams (rechts) und Tho­mas Mül­ler (links) re­pa­rie­ren ein be­schä­dig­tes Seg­ment der ISS
Space Shutt­le Si­mu­la­tor
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Space Shuttle Simulator

Pan­ora­ma-Blick auf ei­nen Teil der Trai­nings­hal­le mit ei­nem Space Shutt­le Si­mu­la­tor

Ein Traum wird alljährlich für zwei deutsche Schüler wahr: Gemeinsam mit Schülern und Lehrern aus 14 Nationen nahmen sie im Juli 2018 sieben Tage lang an einem Astronauten-Trainingscamp im amerikanischen Space and Rocket Cen­ter in Huntsville, Alabama teil.

Unterstützt durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) übernahmen dieses Jahr die Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg und Johannes Kahrs die Patenschaft für die deutschen Teilnehmer. Beide hatten jeweils eine Schule aus ihrem Wahlkreis dazu aufgerufen, einen Schüler und einen Lehrer für die Teilnahme zu benennen. Eckhard Rehberg wählte das Gymnasium Ca­ro­li­num Gym­na­si­um in Neustrelitz, das bereits einen großen Erfolg bei der Lego Robotik WM in Detroit erzielte. Johannes Kahrs entschied sich für die Klos­ter­schu­le in Hamburg, dessen Schulleiter neben einem Lehrer einen Schüler mit herausragenden Leistungen im Fach Physik auswählte.

Jedes Jahr kommen Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren aus der ganzen Welt zusammen, um die während des einwöchigen Programms die Faszination Raumfahrt hautnah zu erleben. Neben einer Einführung in die Raumfahrttechnik absolvieren sie ein praxisbezogenes Trainingsprogramm. Das ultimative Abenteuer dabei: Die Nutzung von Weltraumsimulatoren. Zudem sammeln die Schüler Erfahrungen auf den Gebieten der Wissenschaft, Technologie, Maschinenbau und Mathematik. Sportliche Aktivitäten stehen ebenfalls auf dem Programm. Zusätzlich werden sie intensiv auf die Zusammenarbeit in internationalen Teams vorbereitet. Der Höhepunkt des Trainings ist eine mehrstündige simulierte Space Shuttle Mission..

Die Abschlussveranstaltung des Space Camps brachte in diesem Jahr eine besondere Überraschung: Die Crew mit den deutschen Jugendlichen schloss die Ausbildung als bestes aller Schülerteams ab und nahm den Commander’s Cup aus den Händen der Astronautin Dorothy Metcalf-Lindenburger entgegen. Zudem erhielt der Schüler Thomas Müller die höchste Auszeichnung des Space Camps 2018, den "Individual Price", für herausragende persönliche Leistungen.

"In der Ausbildung lernten wir, wie es ist, sich bei dreifacher Erdanziehungskraft zu bewegen oder über die Oberfläche des Mondes zu hüpfen. Mit dem "Space-Shot" wurden wir in den Himmel katapultiert, mit dem Multi-Axis-Trainer um alle Körperachsen gedreht. Jetzt konnten wir nachvollziehen, wie groß die körperlichen Anforderungen an den Beruf des Astronauten sind und wieviel Erfahrung notwendig ist, um diesen Beruf auszuüben", so der Thomas Müller über seine Erfahrungen im Training." Die internationalen Kontakte die wir knüpfen konnten werden uns sicherlich in der Zukunft noch hilfreich sein", betonte Gabriel Adams.

"Das Space Camp bietet den Schülern und Lehrern eine hervorragende Möglichkeit, in einem internationalen Team neue Erfahrungen zu sammeln und diese im Unterricht einzubringen", so Johannes Kahrs. "Der fachliche Austausch mit den internationalen Lehrern, besonders im Hinblick auf die verschiedenen Lehransätze wird den Unterricht wesentlich bereichern", ergänzt Eckhard Rehberg.

Voraussetzung für die Teilnahme am Space Camp sind sehr gute Englischkenntnisse, Interesse an Naturwissenschaften und die Bereitschaft, in internationalen Teams zu arbeiten. Für die Lehrer wird ein eigens auf den Unterricht abgestimmtes Programm geboten, das zusammen mit der Universität Huntsville erarbeitet wird. Die "Teachers of the Year" aller US-Bundestaaten sind ebenfalls eingeladen und unterstützen das internationale Lehrerteam u.a. durch einen intensiven Erfahrungsaustausch.

Ziel des Projektes ist es, die Begeisterung der Jugendlichen für Naturwissenschaften und Technik zu fördern und die MINT-Themen einem breiteren Kreis von Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen. Da die Nachwuchsförderung auch ein besonderes Anliegen aller Fraktionen im Parlament ist, wird die Aktion gemeinsam mit dem Deutschen Bundestag durchgeführt.

Kontakt
  • Rolf Jansen
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Po­li­tik- und Wirt­schafts­be­zie­hun­gen
    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 2203 601-2904
    Fax: +49 2203 601-4053
    Linder Höhe
    Köln
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