20. August 2018

Bremer Wissenschaftssenatorin besucht DLR-Institut für Raumfahrtsysteme

Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen besucht das DLR
Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen besucht das DLR
Bild 1/3, Quelle: © DLR.

Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen besucht das DLR

(v.l.n.r) Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (Land Bremen); Prof. Dr. Hans-Jörg Dittus (DLR); Dr. Daniel Schubert (DLR); Prof. Dr. Antje Boetius (AWI); Prof. Dr. Joachim Block (DLR); Dr. Eberhard Kohlberg (AWI); Prof. Dr. Andreas Rittweger (DLR); Dr. Oliver Romberg (DLR); Dirk Mengedoht (AWI); Auf dem Monitor live aus der Antarktis zugeschaltet: Paul Zabel (DLR)

EDEN-ISS-Gewächshaus mit Vollmond
Bild 2/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

EDEN-ISS-Gewächshaus mit Vollmond

Das EDEN-ISS Gewächshaus zeichnet sich im Unterschied zu bisherigen Pflanzenzucht-Experimenten in der Antarktis durch einen geschlossenen Kreislauf aus, in dem analog zu einer späteren Nutzung in der Raumfahrt oder in Wüsten auf der Erde alles Wasser, das nicht in den Früchten und Pflanzen steckt, wiederverwendet wird.

Paul Zabel bei den Erdbeerpflanzen
Bild 3/3, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Paul Zabel bei den Erdbeerpflanzen

Die Erdbeerpflanzen sind vergleichsweise anspruchsvoll in der Pflege im EDEN-ISS-Gewächshaus in der Antarktis.

  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Biosysteme, Missionen

Am Freitag den 17. August 2018 hat die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen Prof. Dr. Eva Quante-Brandt das DLR - Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) besucht. Dort informierte sich die Senatorin über das internationale Forschungsprojekt EDEN-ISS. In der Antarktis testen die Wissenschaftler derzeit in einem Langzeitversuch die zukünftige Pflanzenzucht für Mond und Mars sowie für die Nahrungsmittelversorgung in klimatisch extremen Regionen der Erde. Vom Kontrollzentrum der Mission im Bremer Institut aus konnte die Senatorin direkt mit Paul Zabel sprechen. Der DLR-Forscher betreut das Gewächshaus in der Antarktis und ist Mitglied der diesjährigen Überwinterungscrew auf der vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) betriebenen Neumeyer-Station III.

Gemüsezucht unter Extrembedingungen

Seit Januar 2018 steht das Gewächshaus EDEN-ISS in der Antarktis, seit Mitte Februar betreut Paul Zabel das Gewächshaus allein und hat seitdem schon mehrfach Gemüse wie Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Radieschen sowie verschiedene Kräuter und Salate geerntet. Mit jeder neuen vermessenen und gewogenen Frucht sammelt er Erkenntnisse für die Wissenschaft und bereichert dabei auch den Speiseplan der Überwinterungscrew mit frischer Nahrung. Während des Besuchs der Senatorin erklärte Projektleiter Dr. Daniel Schubert wie die Forscher mit der Mission EDEN-ISS wichtige Aspekte über die Gemüsezucht in der Raumfahrt und zum Anbau von Pflanzen in Regionen mit extremen Klimakonditionen lernen und so einen Beitrag für eines der drängendsten Probleme unseres Planeten leisten.

Im Unterschied zur bisherigen Pflanzenzucht-Experimenten in der Antarktis zeichnet sich das EDEN-ISS Gewächshaus durch einen geschlossenen Kreislauf aus, in dem analog zu einer späteren Nutzung auf anderen Planeten oder in Wüsten auf der Erde alles Wasser, das nicht in den Früchten und Pflanzen steckt, wiederverwendet wird. Dabei kann zudem auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Dazu analysieren die Forscher die Produktion von Sauerstoff durch die Pflanzen, die unter optimiertem künstlichen LED-Licht und mit Nährmittellösung besprüht (Aeroponik) ohne Erde und Sonnenlicht gedeihen. Dabei ist die einzige externe Unterstützung die Stromversorgung, die über die Neumayer-Station III bereitgestellt wird. Zudem ist der Langzeitversuch im antarktischen Winter ein wertvoller Härtetest, bei dem die Forscher viel über die technischen Möglichkeiten des Gewächshauses lernen und so anhand der Raumfahrtforschung ganz konkrete Problemlösungen für das Leben auf der Erde fördern.

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    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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    (v.l.n.r) Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (Land Bremen); Prof. Dr. Hans-Jörg Dittus (DLR); Dr. Daniel Schubert (DLR); Prof. Dr. Antje Boetius (AWI); Prof. Dr. Joachim Block (DLR); Dr. Eberhard Kohlberg (AWI); Prof. Dr. Andreas Rittweger (DLR); Dr. Oliver Romberg (DLR); Dirk Mengedoht (AWI); Auf dem Monitor live aus der Antarktis zugeschaltet: Paul Zabel (DLR)
  • EDEN-ISS-Gewächshaus mit Vollmond

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    Das EDEN-ISS Gewächshaus zeichnet sich im Unterschied zu bisherigen Pflanzenzucht-Experimenten in der Antarktis durch einen geschlossenen Kreislauf aus, in dem analog zu einer späteren Nutzung in der Raumfahrt oder in Wüsten auf der Erde alles Wasser, das nicht in den Früchten und Pflanzen steckt, wiederverwendet wird.
  • Paul Zabel bei den Erdbeerpflanzen

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    Die Erdbeerpflanzen sind vergleichsweise anspruchsvoll in der Pflege im EDEN-ISS-Gewächshaus in der Antarktis.

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