28. November 2018
Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus 2018

Co­per­ni­cus ge­stal­tet: Eu­ro­päi­sches Erd­be­ob­ach­tungs­pro­gramm ist im Ar­beit­sall­tag an­ge­kom­men

Dr. Nicolaus Hanowski, Dr. Walther Pelzer, Dr. Markus Kerber, Hans-Joachim Fuchtel, Rita Schwarzelühr-Sutter und Steffen Bilger.
Na­tio­na­les Fo­rum für Fer­ner­kun­dung und Co­per­ni­cus in Ber­lin
Bild 1/5, Credit: Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus/Dirk Michael Deckbar.

Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus in Berlin

Vom 27. bis 29. No­vem­ber 2018 fin­det in Ber­lin un­ter der Über­schrift „Co­per­ni­cus ge­stal­tet“ das Na­tio­na­le Fo­rum für Fer­ner­kun­dung und Co­per­ni­cus statt. The­ma­ti­scher Schwer­punkt ist die Fra­ge, wie und wo das ar­beits­fä­hi­ge Co­per­ni­cus-Pro­gramm den po­li­ti­schen, öf­fent­li­chen und wirt­schaft­li­chen All­tag ge­stal­tet. Im Bild (von links): Dr. Ni­co­laus Ha­now­ski, Head, Ground Seg­ment & Missi­on Ope­ra­ti­ons De­part­ment ESA, Dr. Walt­her Pel­zer, DLR-Vor­stand für die deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur, Dr. Mar­kus Ker­ber, Staats­se­kre­tär im Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­ne­ren, für Bau und Hei­mat, Hans-Joa­chim Fuch­tel, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Er­näh­rung und Land­wirt­schaft, Ri­ta Schwar­ze­lühr-Sut­ter, Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin im Mi­nis­te­ri­um für Um­welt, Na­tur­schutz und nu­klea­re Si­cher­heit und Stef­fen Bil­ger, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Copernicus-Forums
Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer des Co­per­ni­cus-Fo­rums
Bild 2/5, Credit: Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus/Dirk Michael Deckbar.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Copernicus-Forums

Rund 500 Nut­zer und An­bie­ter von Erd­be­ob­ach­tungs­diens­ten aus Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Ver­wal­tung dis­ku­tie­ren in Ber­lin über die viel­fäl­ti­gen An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten von Co­per­ni­cus.
Luftaufnahme von Mitteleuropa
Be­ob­ach­tung der Ve­ge­ta­ti­on mit Co­per­ni­cus
Bild 3/5, Credit: ESA/enthält modifizierte Copernicus/Sentinel-Daten, prozessiert durch ESA.

Beobachtung der Vegetation mit Copernicus

Hit­ze­som­mer 2018 in Mit­tel­eu­ro­pa: Die Co­per­ni­cus-Da­ten vom 28. Ju­ni und 25. Ju­li 2018 be­le­gen, wie sehr sich die Ve­ge­ta­ti­on in­ner­halb ei­nes Mo­nats ver­än­dert hat.
Künstlerische Darstellung eines Sentinel-Satelliten im All
Künst­le­ri­sche Dar­stel­lung ei­nes Sen­ti­nel-Sa­tel­li­ten im All
Bild 4/5, Credit: ESA/P. Carril.

Künstlerische Darstellung eines Sentinel-Satelliten im All

Herz­stück des Co­per­ni­cus-Pro­gramms sind die Sen­ti­nel-Sa­tel­li­ten. Sie si­chern ei­ne kon­ti­nu­ier­li­che Um­welt­über­wa­chung und re­gis­trie­ren da­bei selbst kleins­te Ver­än­de­run­gen. Aus die­sen Da­ten­men­gen er­ge­ben sich zahl­rei­che An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten.
Startvorbereitungen für Sentinel-3B
Start­vor­be­rei­tun­gen für Sen­ti­nel-3B
Bild 5/5, Credit: ESA.

Startvorbereitungen für Sentinel-3B

Sen­ti­nel-3B bei der Vor­be­rei­tung für den Start mit der Rockot-Trä­ger­ra­ke­te im April 2018. Mit Sen­ti­nel-3B ist der sieb­te Sa­tel­lit des Co­per­ni­cus-Pro­gramms ge­star­tet.
  • Vom 27. bis 29. November 2018 findet in Berlin unter der Überschrift „Copernicus gestaltet“ das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus statt.
  • Rund 500 Nutzer und Anbieter von Erdbeobachtungsdiensten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diskutieren über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Copernicus.
  • Thematischer Schwerpunkt des Copernicus-Forums 2018 ist die Frage, wie und wo das arbeitsfähige Copernicus-Programm den politischen, öffentlichen und wirtschaftlichen Alltag gestaltet.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Copernicus, Erdbeobachtung

Temperaturen weit über 30 Grad, wenig Regen und ständig Sonne. Das war der sogenannte "Jahrhundertsommer" 2018. Die Trockenheit hat der Landwirtschaft zugesetzt und enorme Schäden verursacht. Hier können Satellitendaten wie die des Copernicus-Programms helfen, Schäden und Ernteverluste zu minimieren. Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch Copernicus ergeben, sind Thema des diesjährigen Nationalen Forums für Fernerkundung und Copernicus. Rund 500 Nutzer und Anbieter von Erdbeobachtungsdiensten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung tauschen sich vom 27. bis 29. November 2018 in Berlin zu Erfahrungen und Plänen für die Zukunft aus. Die deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert die Konferenz im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

"Die Copernicus-Daten stehen weltweit kostenlos und für jeden zur Verfügung. Sie liefern beispielsweise Informationen über den Zustand der Felder. Landwirte erhalten so aktuelle Aussagen zur Bodenfeuchte, zum Pflanzenwachstum und zum Ertrag. Viele Menschen nutzen auch im Alltag, ohne es zu merken, Informationen, die aus diesen Daten abgeleitet sind, etwa wenn sie sich für Schadstoffkonzentrationen in der Luft oder für die Wassertemperatur im Mittelmeer interessieren. Die langfristige Verfügbarkeit dieser Daten ist dabei absolut essenziell", betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für die deutsche Raumfahrtagentur. "Auch im Management von Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Überschwemmungen liefern Copernicus-Satelliten fast tagtäglich entscheidende Beiträge, indem sie aktuelle Lagebilder für die Einsatzkräfte bereitstellen."

Die Daten aus dem Programm erlauben auch die Modellierung von Prognosen und Simulationen, um zum Beispiel nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklungen, Energieprognosen, Katastrophenpläne und vieles andere mehr zu gestalten. Unter dem Motto "Copernicus gestaltet" werden beim Forum in Berlin in Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen Anforderungen und Potenziale sowie Visionen für die künftige Umsetzung und Gestaltung von Copernicus aufgezeigt und diskutiert. Neben den Nutzungsmöglichkeiten für öffentliche Einrichtungen werden auch privatwirtschaftliche Anwendungen und Forschungsergebnisse vorgestellt.

"Zur Sicherstellung der Kontinuität zählt auch, dass der nationale Zugang zu den Informationen und Daten des Copernicus-Programms, also die Plattform CODE-DE, zukünftig weitergeführt und ständig an den Nutzerbedarf angepasst wird", erläutert Dr. Jörn Hoffmann, DLR-Programmleiter für Copernicus.

Die deutsche Raumfahrtagentur im DLR in Bonn begleitet dieses europäische Erdbeobachtungsprogramm im Auftrag des BMVI auf europäischer Ebene und unterstützt deutsche Nutzer mit konkreten Maßnahmen wie einem Anwendungsportal.

Kontakt
  • Martin Schulz
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Telefon: +49 228 447-124
    Fax: +49 228 447-386
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
  • Dr. Jörn Hoffmann
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Raum­fahrt­ma­na­ge­ment, Erd­be­ob­ach­tung
    Telefon: +49 228 447-269
    Fax: +49 228 447-747
    Königswinterer Straße 522-524
    53227 Bonn-Oberkassel
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