1. April 2019

Mit dem Hub­schrau­ber auf das Schiffs­deck: DLR forscht wei­ter an ma­ri­ti­men Hub­schrau­ber­e­in­sät­zen

Schiffsdecklandung bei schlechten Wetterbedingungen
Schiffs­deck­lan­dung bei schlech­ten Wet­ter­be­din­gun­gen
Bild 1/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Schiffsdecklandung bei schlechten Wetterbedingungen

An­flug mit dem Hub­schrau­ber im AVES-Si­mu­la­tor auf das Schiffs­deck ei­ner F219-Fre­gat­te: Im Pro­jekt HE­DE­LA ent­wi­ckelt das DLR ver­schie­de­ne As­sis­tenz­sys­te­me, die Hub­schrau­ber­pi­lo­ten bei ei­ner Schiffs­deck­lan­dung bei schlech­ten Wet­ter­be­din­gun­gen un­ter­stüt­zen sol­len.
Simulierter Flug im Offshore-Windpark im AVES bei guten Sichtbedingungen
Si­mu­lier­ter Flug im Offs­ho­re-Wind­park im AVES bei gu­ten Sicht­be­din­gun­gen
Bild 2/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Simulierter Flug im Offshore-Windpark im AVES bei guten Sichtbedingungen

Im Si­mu­la­tor­zen­trum AVES (Air Ve­hic­le Si­mu­la­tor) kön­nen ver­schie­de Wet­ter­be­din­gun­gen si­mu­liert wer­den.
Einbindung von Nachlaufturbulenzen im AVES-Simulator
Ein­bin­dung von Nach­lauf­tur­bu­len­zen im AVES-Si­mu­la­tor
Bild 3/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Einbindung von Nachlaufturbulenzen im AVES-Simulator

Die CFD-Simulation (Com­pu­ta­tio­nal Fluid Dy­na­mics) zeigt die Tur­bu­len­zen, die im Nach­lauf ei­nes Schif­fes ent­ste­hen. Die­se Da­ten wer­den in den AVES im­ple­men­tiert, um den Pi­lo­ten beim An­flug auf das Schiffs­deck rea­lis­ti­sche Tur­bu­lenz­ef­fek­te zu si­mu­lie­ren und die neu­en As­sis­tenz­sys­te­me tes­ten zu kön­nen.
Visuelles Assistenzsystem
Vi­su­el­les As­sis­tenz­sys­tem
Bild 4/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Visuelles Assistenzsystem

Das in HEL­MA ent­wi­ckel­te vi­su­el­le As­sis­tenz­sys­tem wird im Pro­jekt HE­DE­LA für den An­flug auf ein Schiffs­deck er­wei­tert. Der Pi­lot er­hält zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen zu sei­nem Flug­zu­stand, ei­nen vir­tu­el­len Ho­ri­zont und die Dar­stel­lung der Hin­der­nis­se di­rekt in sei­nem Sicht­feld.
Projekt-Kickoff HEDELA
Pro­jekt-Kick­off HE­DE­LA
Bild 5/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Projekt-Kickoff HEDELA

Das HE­DE­LA Pro­jekt­team vor ei­nem Su­per Pu­ma Hub­schrau­ber der Bun­des­po­li­zei.
  • DLR und Bundespolizei forschen ab März 2019 gemeinsam im Projekt HEDELA.
  • Steigerung der Einsatzverwendungsfähigkeit und der Sicherheit von maritimen Hubschraubereinsätzen stehen im Mittelpunkt der Forschung.
  • Schwerpunkt(e): Luftfahrt, Maritime Sicherheit

Maritime Hubschraubereinsätze untersuchen, bewerten und verbessern - das sind die Ziele des Projekts HEDELA (Helicopter Deck Landing Assistance), an dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ab März 2019 gemeinsam mit der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf arbeitet.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen die Steigerung der Einsatzverwendungsfähigkeit und der Sicherheit von maritimen Hubschraubereinsätzen. HEDELA nutzt die Forschungsergebnisse des Projekts HELMA (Helicopter Flight Safety in Maritime Operations), in dem systematisch Offshore-Flüge des Flugdienstes der Bundespolizei untersucht und der Nutzen von "Augmented Reality (AR)"-Sichtsystemen zur Steigerung der Einsatzverfügbarkeit und Sicherheit bei schlechten Sichtbedingungen bewertet wurden. "Im Projekt HELMA haben wir ein kopfgetragenes visuelles Assistenzsystem entwickelt, welches den Piloten in Offshore-Windparks die flugrelevanten Informationen, Hindernisse sowie Flugpfade einblendet", erklärt Malte-Jörn Maibach vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik. "In HEDELA entwickeln wir unter anderem dieses System weiter: Schiffsdecklandungen kommen als Einsatzszenario hinzu."

Bedingt durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und den zunehmenden globalen Schiffsverkehr steigt die Zahl von maritimen Hubschraubereinsätzen, auch bei ungünstigen Wetterbedingungen, schnell an. Dies stellt auch an die Hubschraubereinsätze der Bundespolizei hohe Anforderungen. Das Projekt HEDELA legt seinen Fokus auf die Schiffsdecklandung, das Fliegen mit Außenlast, das kopfgetragene Sichtsystem und den Einsatz im Rahmen der maritimen Notfallvorsorge.

Um Schiffsdecklandungen möglichst realistisch darzustellen, erweitern die Wissenschaftler auch die maritime Simulationsumgebung im Simulatorzentrum AVES (Air Vehicle Simulator), die bereits für HELMA entwickelt wurde. Es werden visuelle und dynamische Effekte der Wetter- und Wellensimulation sowie Modelle für die Schiffsbewegung eingebunden. Das entwickelte visuelle Assistenzsystem für Piloten wird nun auch für Versuche im DLR-Forschungshubschrauber ACT/FHS (Active Control Technology/Flying Helicopter Simulator), einer modifizierten EC135, vorbereitet. In Versuchen im Simulator und in der Luft bewerten die Piloten der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf und des DLR abschließend die neu entwickelten Assistenzsysteme.

Projekt HEDELA

Am Projekt HEDELA arbeiten die DLR-Institute für Flugsystemtechnik, für Flugführung und das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen sowie die Abteilung Flugexperimente. Externer Partner ist die Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Das Projekt ist über die Sicherheitsforschung des DLR grundfinanziert.

Sicherheitsforschung im DLR

In der Sicherheitsforschung im DLR werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

Kontakt
  • Jasmin Begli
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Braun­schweig, Cochs­tedt, Sta­de, Trau­en
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 531 295-2108
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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  • Malte-Jörn Maibach
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Flug­sys­tem­tech­nik
    Hub­schrau­ber
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