17. Juni 2019
Studierendenteams können sich für Forschungsprojekte auf Höhenforschungsraketen und -ballons bewerben

DLR-Stu­den­ten­pro­gramm RE­XUS/BE­XUS: Ex­pe­ri­men­te zum Mit­flie­gen ge­sucht

Experiment GAME
Ar­beit am Ex­pe­ri­ment GA­ME
Bild 1/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Arbeit am Experiment GAME

Mit sei­nem Ex­pe­ri­ment GA­ME (Gli­der for At­mo­s­phe­ric Mea­su­re­ments and Ex­pe­ri­ments) hat das Team der Ernst-Ab­be-Hoch­schu­le Je­na ei­nen welt­raum­taug­li­chen Glei­ter ent­wor­fen. Das Ex­pe­ri­ment wur­de un­ter der Ra­ke­ten­spit­ze mon­tiert und wäh­rend des Flu­ges aus­ge­wor­fen.      
REXUS-Rakete
Bench­test der RE­XUS-Ra­ke­te
Bild 2/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Benchtest der REXUS-Rakete

Beim Bench­test wer­den al­le Ra­ke­ten­mo­du­le mit den ein­ge­bau­ten Ex­pe­ri­men­ten mit­ein­an­der ver­bun­den und das Zu­sam­men­spiel un­ter­ein­an­der und mit der Ra­ke­tentech­nik über­prüft.      
REXUS 25
Start von RE­XUS 25
Bild 3/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Start von REXUS 25

Rund ein Jahr lang hat­ten die Stu­die­ren­den­teams aus Bre­men, Mün­chen und Je­na auf die­sen Mo­ment hin ge­ar­bei­tet: Am 11. März 2019 ist um 10:20 Uhr Mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit (MEZ) die For­schungs­ra­ke­te RE­XUS 25 er­folg­reich vom Raum­fahrt­zen­trum Es­ran­ge bei Kiru­na in Nord­schwe­den ge­star­tet.      
Studententeams der BEXUS-26/27-Kampagne vor dem Transportfahrzeug Hercules
Stu­den­ten­teams der BE­XUS-26/27-Kam­pa­gne
Bild 4/5, Credit: ZARM

Studententeams der BEXUS-26/27-Kampagne

Sie­ben Stu­den­ten­teams aus ver­schie­de­nen eu­ro­päi­schen Län­dern ha­ben an der BE­XUS-26/27-Kam­pa­gne teil­ge­nom­men. Im Hin­ter­grund ist das Trans­port­fahr­zeug Her­cu­les zu er­ken­nen, mit dem die Bal­lon­gon­deln zum Start­platz ge­bracht wer­den.      
Höhenforschungsballons BEXUS 26
Start des Hö­hen­for­schungs­bal­lons BE­XUS 26
Bild 5/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Start des Höhenforschungsballons BEXUS 26

Am 17. Ok­to­ber 2018, um 7:44 Uhr Mit­tel­eu­ro­päi­scher Som­mer­zeit star­te­te der Stra­to­sphä­ren­bal­lon BE­XUS 26 vom schwe­di­schen Raum­fahrt­zen­trum Es­ran­ge bei Kiru­na.      
  • Ab dem 17. Juni 2019 können sich Studierende deutscher Hochschulen für das REXUS/BEXUS-Programm des DLR bewerben.
  • Die Teams durchlaufen dabei alle Phasen eines realen Raumfahrtprojekts: Entwurf,  Bau und Test der Experimente.
  • Höhepunkt
    des Programms ist der Start der Höhenforschungsraketen und -Ballons vom
    Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Nachwuchs

Ab dem 17. Juni 2019 können sich Studierende deutscher Hochschulen mit eigenen Ideen für Experimente auf Höhenforschungsraketen oder Stratosphärenballons beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bewerben. Das deutsch-schwedische REXUS/BEXUS-Programm ermöglicht es den Studierendenteams, Raumfahrtprojekte aus den Bereichen Ingenieurs- oder Naturwissenschaften durchzuführen und dabei alle Phasen vom Entwurf über den Bau bis hin zum finalen Testen der Technik zu durchlaufen. Höhepunkt des Programms ist der Start vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden.

"Die Experimente stammen beispielsweise aus aus den Gebieten der Atmosphärenforschung, Weltraumstrahlung oder Biologie, aber es sind jedes Jahr immer wieder neue und kreative Experimente aus den verschiedensten Bereichen dabei", so Dr. Michael Becker, DLR Programmleiter des REXUS/BEXUS-Programms. "So haben wir schon ein Gleitflugzeug mit Messsensorik oder Kleinstorganismen bis an den Rand des Weltraums geschickt, oder Mikrometeoriten während des Ballonflugs in der Stratosphäre eingefangen." Die Höhenforschungsballons starten jeweils im Herbst und erreichen bei ihrem mehrstündigen Flug eine Höhe von bis zu 30 Kilometern. Im darauf folgenden Frühjahr fliegen die beiden REXUS-Raketen bis in eine Höhe von 80 Kilometern. Je nach Anforderung können die Experimente für wenige Minuten der Schwerelosigkeit ausgesetzt werden, bevor die Nutzlast mit den Experimenten mit Hilfe eines Fallschirmsystems auf dem Boden landet. Auch der Auswurf von Messinstrumenten oder Forschungsgeräten während des Fluges ist möglich.

Anmeldefrist bis zum 14. Oktober 2019

Bis zum 14. Oktober 2019 können sich Studierende um die Teilnahme am REXUS/BEXUS-Programm bewerben. Die ausgewählten Teams erhalten eine Einladung zur Trainingswoche auf Esrange und werden dort die anderen europäischen Teams, sowie das technische und organisatorische Umfeld für Raketen- und Ballonflüge kennenlernen. Während der Projektphase werden alle Teams von REXUS/BEXUS-Ingenieuren betreut und unterstützt. "Viele Studierende Nutzen die Teilnahme am REXUS/BEXUS Programm für ihre Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit", so Dr. Becker. "Außerdem sind die Teilnahme und die damit erworbenen Erfahrungen oftmals ein Sprungbrett für den späteren Berufsweg." Informationen zur Bewerbung sowie die Formulare für Anmeldung und Experimentvorschlag sind auf der REXUS/BEXUS-Webseite des DLR Raumfahrtmanagements und auf der REXUS/BEXUS-Projektwebseite zu finden. Studierende der übrigen ESA-Mitgliedsstaaten erhalten die Information zur Bewerbung direkt bei der Europäischen Weltraumorganisation.

Das REXUS/BEXUS-Programm

Das deutsch-schwedische Programm REXUS/BEXUS (Raketen-/Ballon-Experimente für Universitäts-Studenten) ermöglicht Studierenden, eigene praktische Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Raumfahrtprojekten zu gewinnen. Jeweils die Hälfte der Raketen- und Ballon-Nutzlasten stehen Studenten deutscher Universitäten und Hochschulen zur Verfügung. Die schwedische Raumfahrtagentur SNSA hat den schwedischen Anteil für Studierende der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA geöffnet.

Auf deutscher Seite erfolgt die Projektleitung mit der Betreuung der Experimente durch das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen. Die Flugkampagnen führt EuroLaunch durch, ein Joint Venture der Mobilen Raketenbasis des DLR (MORABA), die für die Bereitstellung der Raketensysteme zuständig ist, und des Esrange Space Centers des schwedischen Raumfahrtunternehmens SSC, das über die Startinfrastruktur verfügt. Die Programmleitung liegt beim DLR Raumfahrtmanagement in Bonn.

Kontakt
  • Diana Gonzalez
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Raum­fahrt­ma­na­ge­ment
    Stra­te­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 228 447-388
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
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  • Dr. Michael Becker
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Raum­fahrt­ma­na­ge­ment
    For­schung un­ter Welt­raum­be­din­gun­gen
    Telefon: +49 228 447-109
    Fax: +49 228 447-735
    Königswinterer Str. 522-524
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