7. August 2019
Südwestpolitik zu Besuch

Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Hoff­meis­ter-Kraut und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hu­ber in­for­mie­ren sich beim DLR Lam­polds­hau­sen über Grü­nen Was­ser­stoff

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (6. von rechts) und Isabell Huber, MdL (5. von rechts) besuchten am 07. August 2019 das DLR in Lampoldshausen.
Be­such der Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Dr. Ni­co­le Hoff­meis­ter-Kraut und Isa­bell Hu­ber, MdL
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Besuch der Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Isabell Huber, MdL

Die ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Dr. Ni­co­le Hoff­meis­ter-Kraut (6. von rechts) und Isa­bell Hu­ber, MdL (5. von rechts) be­such­ten am 07. Au­gust 2019 das DLR in Lam­polds­hau­sen und in­for­mier­ten sich über nach­hal­ti­gen Was­ser­stoff, der im Mit­tel­punkt des Pro­jekts „H2ORI­ZON“ steht, so­wie zu den Test­an­la­gen für die eu­ro­päi­schen Raum­fahrt­an­trie­be.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Isabell Huber, MdL tragen sich ins Gästebuch des Standort Lampoldshausen ein.
Ein­trag ins DLR Gäs­te­buch
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Eintrag ins DLR Gästebuch

An­läss­lich des Be­suchs beim DLR Lam­polds­hau­sen tra­gen sich Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Dr. Ni­co­le Hoff­meis­ter-Kraut und Isa­bell Hu­ber, MdL ins Gäs­te­buch des Stand­ort Lam­polds­hau­sen ein.
  • Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Projekt „H2ORIZON“, das sich mit nachhaltiger Wasserstofftechnologie beschäftigt.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Raumfahrt

Ein spannendes Zukunftsprojekt an der Schnittstelle von Raumfahrt, Energie und Mobilität stand im Fokus des Besuchs der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Landtagsabgeordneten Isabell Huber am Standort Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Am 7. August 2019 informierten sich die Politikerinnen zu den Themen nachhaltiger Wasserstoff, das im Mittelpunkt des Projekts „H2ORIZON“ steht, sowie zu den Testanlagen für die europäischen Raumfahrtantriebe.

DLR und ZEAG: Wasserstoffkompetenz sektorenübergreifend nutzen

Lampoldshausen bringt zwei große Akteure im Bereich Wasserstoff zusammen: Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe entwickelt und betreibt Prüfstände für Raketentriebwerke und ist ein wichtiger Partner der europäischen Raumfahrt – gleichzeitig auch einer der größten Wasserstoffnutzer in Europa. In direkter Nachbarschaft befindet sich der derzeit größte Windpark im Südwesten, der vom Energieversorger ZEAG Energie betrieben wird. Auf Basis dieser einmaligen Kompetenzen und Infrastruktur bauen DLR und ZEAG gemeinsam ein wasserstoffbasiertes, vernetztes Energiesystem auf: Mittels Elektrolyse und Strom aus Windkraft soll nachhaltiger „grüner“ Wasserstoff erzeugt werden. Geplant ist, diesen dann vor Ort zur Energieversorgung des DLR-Standorts und als Raketentreibstoff in den Prüfständen einzusetzen. Darüber hinaus kann der Wasserstoff für Anwendungen im Mobilitätssektor und der Industrie bereitgestellt werden – dazu stehen DLR und ZEAG bereits mit Unternehmen aus der Region in Kontakt.

„Mit dem Testfeld H2ORIZON wollen wir zeigen, wie Zukunftstechnologien erfolgreich zusammenkommen, wie eine lokale Sektorenkopplung von Raumfahrt, Energiewirtschaft und Verkehr funktionieren und im Megawatt-Maßstab realisiert werden kann“, erklärte Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe, anlässlich des Besuchs.

„Wasserstoff hat großes Potenzial, einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität zu leisten und gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu generieren. Gerade im schweren Nutzlastverkehr und im Flugverkehr sind Wasserstoff und die daraus erzeugten synthetischen Kraftstoffe ideale Energieträger für die schnelle Implementierung nachhaltiger Antriebe. Die traditionell starke Wasserstoff- und Brennstoffzellenkompetenz im Land bietet beste Voraussetzungen, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe und die ZEAG Energie AG sind in diesem Cluster mit Projekten wie H2ORIZON wichtige Akteure“, bestätigte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut im Rahmen ihres Besuchs.

H2ORIZON: Gemeinsame Plattform für Forschung und Industrie

Anlage, Infrastruktur und Know-how der H2ORIZON-Partner fließen in aktuelle Forschungsprojekte ein und stehen potenziellen Partnern aus Wissenschaft und Industrie, hier insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung. Mit diesem Testfeld ermöglichen es DLR und ZEAG, in Lampoldshausen neue technologische und konzeptionelle Lösungen rund um das Thema Wasserstoff zu erforschen, zu entwickeln und zu demonstrieren – als Beitrag für eine moderne, nachhaltige Energieversorgung.

P5.2 – Europas neuer Oberstufenprüfstand für Ariane 6 und darüber hinaus

Das Testen der europäischen Flüssigkeitsraketenantriebe gehört zu den zentralen Zukunftsfeldern des DLR in Lampoldshausen. Die Triebwerke der neuen europäischen Ariane-6-Trägerrakete absolvieren vor ihrem Start ins All viele tausend Testsekunden an den Prüfständen in Baden-Württemberg. Die Zukunft der europäischen Trägerraketenfamilie und die Zukunft des DLR-Standorts sind eng miteinander verknüpft. Das DLR in Lampoldshausen blickt auf 60 Jahre Erfahrung zurück und ist als europäisches Forschungs- und Testzentrum zukünftig in der Lage, alle notwendigen Testkampagnen für Flüssigantriebe der Ariane durchzuführen, von der Entwicklung über die Qualifikation bis hin zu Abnahmetests.

Kontakt
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    Di­rek­tor
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Raum­fahrt­an­trie­be
    Telefon: +49 6298 28-203
    Fax: +49 6298 28-190
    Im Langen Grund
    74239 Hardthausen
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