10. September 2019
Das DLR auf der IAA New Mobility World

Al­les­kön­ner im Stadt­ver­kehr: Pre­mie­re für das Ur­ban Mo­du­lar Ve­hic­le (UMV)

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Einblick in den Innenraum des UMV
Ein­blick in den In­nen­raum des UMV
Bild 1/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Einblick in den Innenraum des UMV

Der In­nen­raum ist in ei­nem schlich­ten De­sign ge­hal­ten und bie­tet zwei zen­tra­le Mo­ni­to­re mit In­for­ma­tio­nen über Fahr­zeit, Rou­te und Fahr­zeug­sta­tus.
Ein Einsatzszenario für das UMV sind on-demand Mobilitätsangebote
Ein Ein­satz­sze­na­rio für das UMV sind on-de­mand Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­te
Bild 2/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Ein Einsatzszenario für das UMV sind on-demand Mobilitätsangebote

Der Nut­zer ruft das Fahr­zeug per App und schal­tet es über ei­ne Schnitt­stel­le im Sei­ten­fens­ter frei, so dass sich die Schie­be­tü­ren öff­nen.
Erste Fahrversuche mittels Sidestick-Steuerung
Ers­te Fahr­ver­su­che mit­tels Si­de­stick-Steue­rung
Bild 3/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Erste Fahrversuche mittels Sidestick-Steuerung

Ak­tu­ell fährt der UMV-De­mons­tra­tor noch über mit­tels Si­de­stick-Steue­rung. Für au­to­no­me Fahr­ma­nö­ver wer­den im nächs­ten Schritt die Sen­sor­tech­nik so­wie Hard­ware und Soft­ware in­te­griert.
Prototyp des UMV PeopleMover 2+2
Pro­to­typ des UMV Peo­ple­Mover 2+2
Bild 4/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Prototyp des UMV PeopleMover 2+2

Der UMV Peo­ple­Mover 2+2 bie­tet Platz für vier Per­so­nen und soll als au­to­nom fah­ren­des Shutt­le zum Ein­satz kom­men.
DLR-Stand auf der IAA New Mobility World 2019
DLR-Stand auf der IAA New Mo­bi­li­ty World 2019
Bild 5/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

DLR-Stand auf der IAA New Mobility World 2019

Der UMV Peo­ple­Mover 2+2.
  • Das DLR stellt auf der IAA New Mobility World erstmals den Prototyp des Urban Modular Vehicle (UMV) vor - ein intelligentes, modular aufgebautes Elektro-Stadtfahrzeug.
  • Der fahrfähige Demonstrator zeigt die Variante des UMV People-Mover 2+2, der als autonom fahrendes Shuttle im städtischen Bereich zum Einsatz kommen soll.
  • Weitere Exponate auf dem DLR-Stand erklären, wie automatisiertes Fahren mittels einer Hightech-Testinfrastruktur erprobt und Mobilitätsverhalten mit Smartphones schnell und effizient erfasst werden kann.
  • Schwerpunkte: Verkehr, Digitalisierung, automatisiertes und vernetztes Fahren

Auf der IAA New Mobility World in Frankfurt präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 10. bis 15. September 2019 erstmals den Prototyp des Urban Modular Vehicle, kurz UMV. Dieses intelligente, modular aufgebaute Elektro-Stadtauto bringt DLR-Forschungsarbeiten aus den Bereichen automatisiertes und vernetztes Fahren, Antriebstechnologie, Fahrzeugkonzeption und Struktur, Energiemanagement sowie Fahrgestellmechatronik zusammen. Wie automatisiertes Fahren mittels einer Hightech-Testinfrastruktur erprobt und Mobilitätsverhalten mit Smartphones schnell und effizient erfasst werden kann - erklären weitere Exponate des DLR-Stands auf der IAA New Mobility (Halle 5, D04).

"Auf der IAA New Mobility World zeigt die DLR-Verkehrsforschung vorausschauende Lösungen, wie wir einerseits bequemer an unser Ziel kommen und andererseits dabei Ressourcen - wie Platz, Zeit, Energie - einsparen können. Die Ideen an unserem Stand sind Inspiration und Aufforderung zugleich, die Mobilität der Zukunft heute zu gestalten," erklärt Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand Energie und Verkehr.

Das Stadtauto von morgen – von Grund auf neu gedacht

Mit dem Ziel, Innovationen im Mobilitätssektor schnell und kostengünstig auf die Straße zu bringen, haben die DLR-Verkehrsforscher das Stadtauto von morgen von Grund auf neu gedacht. Die Ansprüche an solch ein Fahrzeug sind hoch und vielfältig: Es soll automatisiert und elektrisch fahren, hohe Sicherheitsstandards erfüllen, komfortabel und gleichzeitig flexibel sowie kosteneffizient zu fertigen sein. "Das Schlüsselwort des UMV-Konzepts heißt Modularisierung, die weit über die im Automobilbau eingesetzten Plattform-Bauweisen hinausgeht", beschreibt Marco Münster, DLR-Wissenschaftler und Leiter des UMV-Projekts. Vom kleinen Stadtflitzer bis zu den größeren, autonom fahrenden Versionen People- und Cargo-Mover - alle der insgesamt acht unterschiedlichen Varianten der UMV-Familie bauen auf einer einheitlichen Basis auf: Das Bodenmodul lässt sich in der Länge anpassen, Front- und Heckmodule sind einheitlich. Die Fahrzeugmitte ist variabel und ändert sich je nach Einsatzzweck. Multimaterial-Bauweise und Funktionsintegration sorgen bei allen Varianten für eine bestmöglich auf elektrische Antriebe abgestimmte Karosseriestruktur mit hoher Crashsicherheit. Ein ausgeklügeltes Gesamtenergiemanagement koordiniert und lenkt die Energieflüsse von Innenraum, Batterie und Elektromotor für eine optimale Betriebsstrategie.

UMV People-Mover 2+2 als autonom fahrendes Shuttle

Als ersten fahrfähigen Prototyp haben die DLR-Verkehrsforscher die Variante des UMV People-Mover 2+2 umgesetzt. Dieses Fahrzeug bietet Platz für vier Personen und soll als autonom fahrendes Shuttle im städtischen Bereich zum Einsatz kommen, zum Beispiel im Kontext von on-demand Mobilitätsangeboten. Der Nutzer ruft das Fahrzeug per App und schaltet es über eine Schnittstelle im Seitenfenster frei, so dass sich die Schiebetüren öffnen. Der Innenraum ist in einem schlichten Design gehalten und bietet zwei zentrale Monitore mit Informationen über Fahrzeit, Route und Fahrzeugstatus. Die typische Fahrzeit beträgt in diesem Kontext zwischen acht und zwanzig Minuten. Die für die Automatisierung benötigten Lidar- und Radarsensoren sowie Kameras finden auf dem Dach, in der Frontstoßstange beziehungsweise in speziellen Panels Platz. Aktuell fährt der Demonstrator noch nicht voll autonom, sondern wird über einen Sidestick gesteuert. So wollen die Wissenschaftler zunächst Konzept und Nutzererfahrungen untersuchen. Für autonome Fahrmanöver werden im nächsten Schritt die Sensortechnik sowie Hardware und Software integriert.

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  • Jasmin Begli
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Braun­schweig, Cochs­tedt, Sta­de, Trau­en
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
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