20. September 2019
Helmholtz Innovation Lab

Neues Kompetenzzentrum: Optische Technologien für Situationserfassung im Sicherheitsbereich

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UAV mit Kamerasystem
UAV mit Kamerasystem
Bild 1/1, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

UAV mit Kamerasystem

Luftbildkamera im Einsatz an einem unbemannten Trägersystem (UAV)

  • Im Zuge eines Helmholtz Innovation Lab arbeiten DLR-Forscher gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Forschung und Behörden an optischen Technologien zur Situationserfassung im Sicherheitsbereich.
  • Das DLR baut dazu in Berlin das Kompetenzzentrum OPTSAL auf.
  • Es bietet eine einmalige Entwicklungs- und Testumgebung, um Technologien und Verfahren in einer einsatzrealistischen Umgebung zu erproben, weiterzuentwickeln und in die Anwendung zu bringen.
  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Sicherheit, Digitalisierung, Big Data, Künstliche Intelligenz

Im Zivil- und Katastrophenschutz, bei Polizeieinsätzen oder Großveranstaltungen benötigen Behörden ein möglichst aktuelles und zuverlässiges Lagebild. Optische Technologien zur Situationserfassung können hier wichtige Unterstützung leisten – aus dem Weltall, an Bord einer Drohne oder als bodengestützte Systeme. Diese Technologien umfassen im weitesten Sinne Kamerasysteme aller Art, in der Regel mit einem hohen Maß an möglichst intelligenter, integrierter Datenverarbeitung. Auch bei der Überwachung kritischer Infrastruktur oder von Industrieanlagen können solche Systeme zum Einsatz kommen. Um gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Forschung und Behörden optische Technologien zur Situationserfassung im Sicherheitsbereich weiterzuentwickeln, zu testen und in die Anwendung zu bringen, baut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Berlin das Kompetenzzentrum OPTSAL (Optical Technologies for Situational Awareness) auf. Gefördert wird das Vorhaben durch das Innovation Lab Programm der Helmholtz-Gemeinschaft sowie aus Mitteln des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme und des DLR-Technologiemarketings.

Gleichzeitig bietet das Kompetenzzentrum Endanwendern – beispielsweise Behörden oder Infrastrukturbetreibern – sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, eigene Technologien und Verfahren in einer einsatzrealistischen Umgebung zu erproben und weiterzuentwickeln. "Dazu wollen wir ein Lagezentrum einschließlich der technischen, organisatorischen und personellen Infrastruktur aufbauen und betreiben – und schaffen so eine in dieser Form einmalige Entwicklungs- und Testumgebung", beschreibt Ralf Berger, der das Projekt am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme leitet.

Weitere Schwerpunkte des Kompetenzzentrums liegen auf der Weiterentwicklung von Hardware und Software. Dazu gehört die Arbeit an neuen optischen Komponenten, Elektronik und Kameras genauso wie an neuen Algorithmen und Programmen. Denn die Menge an Bilddaten, die optische Sensoren erfassen können, wird immer größer. Sie kann nicht mehr vollständig übertragen oder manuell ausgewertet werden. "Die Herausforderung besteht darin, diese Daten möglichst schnell – optimaler Weise in Echtzeit – auszuwerten, zu übermitteln und in Form nutzbarer Datenprodukte und Aussagen dem Endnutzer zur Verfügung zu stellen", erklärt Berger. In diesem Zusammenhang schauen sich Ralf Berger und sein Team auch neue Methoden aus dem Bereich Künstliche Intelligenz und Big Data an. Im Fokus des Innovation Labs stehen außerdem Drohnen als Trägerplattformen für optische Aufklärungssysteme sowie die Gesamtsystemintegration, also das gelungene Zusammenspiel aller Kompetenten in nutzbaren Gesamtlösungen.

 

Sicherheitsforschung am DLR

In der DLR-Sicherheitsforschung werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr. Insgesamt mehr als 20 DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

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