23. September 2019
Maritime Navigation

Ers­te Kom­po­nen­ten des GPS-Backu­psys­tems R-Mo­de er­folg­reich ge­tes­tet

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Messtation des VDES – VHF Data Exchange System
Mes­sta­ti­on des VDES – VHF Da­ta Ex­change Sys­tem
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Messtation des VDES – VHF Data Exchange System

Tests am Am­mer­see im Ju­li 2019 wur­den auf Ba­sis des au­to­ma­ti­schen Iden­ti­fi­ka­ti­ons­sys­tems (AIS) er­folg­reich durch­ge­führt. Es soll bei tem­po­rä­ren Aus­fäl­len sa­tel­li­ten­ge­stütz­ter Sys­te­me als Backu­psys­tem zum Ein­satz kom­men.
Messtation des VDES – VHF Data Exchange Syste
Mes­sta­ti­on des VDES – VHF Da­ta Ex­change Sys­tem
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Messtation des VDES – VHF Data Exchange System

Die Er­wei­te­rung des AIS-Er­wei­te­rung VDES – VHF Da­ta Ex­change Sys­tem soll die Ent­fer­nung ei­nes Emp­fän­gers zu den Sen­der­sta­tio­nen schät­zen kön­nen.
  • Erste Evaluierungen der AIS/VDES Empfänger erfolgreich
  • Ergebnisse wurden der International Association of Marine Aids to Navigation and Lighthouse Authorities (IALA) vorgestellt
  • Schwerpunkte: maritime Sicherheit, Navigation

Nautische Navigation auf hoher See, den Standort auf hoher See auf wenige Meter genau bestimmen, nutzt seit vielen Jahren die satellitengestützte Navigation. Doch besonders in komplizierten Situationen, bei denen präzise navigiert werden muss, müssen genaue Positionsdaten ständig zur Verfügung stehen. Störungen oder Ausfälle der Signale aus dem All können gravierende Konsequenzen haben. Seit Oktober 2017 arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am sogenannten R-Mode-System, welches als terrestrisches Backupsystem bei temporären Ausfällen oder lokalen Störungen satellitengestützter Systeme in der Zukunft zum Einsatz kommen soll.

Aktuell wird in der Ostsee unter Leitung des DLR dazu das erste weltweite Testfeld im Rahmen des Projektes R-Mode Baltic entwickelt und aufgebaut.

Im Juli 2019 wurden am Ammersee erste erfolgreiche Tests durchgeführt, um auf Basis des in der Schifffahrt weltweit eingesetzten Automatischen Identifikationssystems (AIS) bzw. dessen derzeit in Entwicklung befindlicher Erweiterung (VDES – VHF Data Exchange System) die Distanz eines Empfängers zu den Senderstationen schätzen zu können. Hierzu wurden die Schiffe MS Augsburg und MS Utting mit modifizierten AIS/VDES Empfängern ausgestattet. Diese Messungen sind ein notwendiger Schritt von der Theorie zur ersten Evaluierung unter realen Ausbreitungsbedingungen hin zu dem Testbed in der Ostsee.

Diese und andere Ergebnisse wurden nunmehr auf dem durch das DLR organisierten ‚R-Mode Workshop‘ bei der International Association of Marine Aids to Navigation and Lighthouse Authorities (IALA) in Paris in einem breiten Expertenkreis vorgestellt und diskutiert.

Ziel ist die Implementierung von R-Mode im zukünftigen maritimen Kommunikationsstandard VDES.

IALA ist eine internationale technische Vereinigung, die Schifffahrtsbehörden, Herstellern und Wissenschafts- und Ausbildungseinrichtungen eine Plattform zum Austausch und Vergleich ihrer Erfahrungen und Leistungen bietet. Die Zusammenarbeit in der IALA ist geprägt von den gemeinsamen Bemühungen, Navigationshilfen weltweit zu harmonisieren und somit sicherzustellen, dass Schiffe sich sicher und kostengünstig bewegen können und gleichzeitig die Umwelt geschützt wird.

Kontakt
  • Andreas Schütz
    Lei­tung Me­dia Re­la­ti­ons, Pres­se­spre­cher
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-2474
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren
  • Dr. Simon Plass
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Na­vi­ga­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 8153 28-2874
    Oberpfaffenhofen-Weßling
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