14. Oktober 2019
Prof. Pascale Ehrenfreund in Japan

DLR erstmals auf dem Science and Technology in Society forum in Kyoto und Gespräche in Tokio

Das STS forum 2019 in Kyoto
Das STS forum 2019 in Kyoto
Bild 1/3, Quelle: ©DLR

Das STS forum 2019 in Kyoto

Das STS forum ist eine der hochrangigsten internationalen, fachübergreifenden Konferenzen und wird auch als das „Davos der Wissenschaft“ bezeichnet.

JAXA-Präsident Dr. Yamakawa und die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Ehrenfreund
JAXA-Präsident Dr. Yamakawa und die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Ehrenfreund
Bild 2/3, Quelle: ©DLR

JAXA-Präsident Dr. Yamakawa und die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Ehrenfreund

JAXA-Präsident Dr. Yamakawa tauschte sich mit dem DLR über die Zukunft der Forschungskooperationen beider Organisationen aus.

DLR-Delegation zu Besuch bei AIST
DLR-Delegation zu Besuch bei AIST
Bild 3/3, Quelle: ©DLR

DLR-Delegation zu Besuch bei AIST

Mit AIST besuchte die DLR-Delegation einen weiteren wichtigen Partner, hier im neuen AIST Artificial Intelligence Research Center.

Vom 5. bis zum 9. Oktober 2019 reiste die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Pascale Ehrenfreund, nach Japan. Dort vertrat sie die Helmholz-Gemeinschaft auf dem alljährlich in Kyoto stattfindendem STS forum und führte Gespräche mit Partnern des DLR in Tokio.

Das Science and Technology in Society (STS) forum tagte vom 5. bis 9. Oktober. Es ist eine der hochrangigsten internationalen, fachübergreifenden Konferenzen und wird auch als das "Davos der Wissenschaft" bezeichnet. Das Forum gibt führenden Vertretern aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Industrie eine Plattform, um über Fragen zu Forschung und Technologie mit Blick auf die Zukunft der Menschheit zu diskutieren. Unter den gut 1000 Teilnehmern waren zahlreiche Nobelpreisträger, Minister, Präsidenten von Hochschulen und Forschungszentren sowie CEOs global agierender Firmen. Der japanische Premierminister Shinzo Abe eröffnete die Veranstaltung.

Im Mittelpunkt der DLR-Teilnahme in Kyoto stand die Vorstellung und Diskussion von Ansätzen zur Überwachung und nachhaltigen Nutzung der Ozeane. Hierzu präsentierte Prof. Ehrenfreund diesbezügliche DLR-Konzepte im Panel "Marine Environment for Sustainable Society" und diskutierte diese mit Experten aus unterschiedlichen akademischen und technischen Fachbereichen. Darüber hinaus konnte der Austausch mit Vertretern anderer internationaler Forschungsinstitute gestärkt werden. Speziell beim "8th Global Summit of Research Institute Leaders, RIL Summit 2019" wurde über den gegenwärtigen Stand von Fördermöglichkeiten und -instrumenten bzw. -mechanismen diskutiert. Komplementär sprachen die Teilnehmer des "10th EU-Japan Science Policy Forum" über die Verknüpfung von europäischen und japanischen Förderprogrammen. Hintergrund war der bevorstehende Beginn von Horizon Europe sowie der Bekanntgabe von Japans 6th Basic Science and Technology Plan. Das "Regional Action on Climate Change Meeting, RACC11" wiederum betrachtete regionale Vorhaben zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels, um entsprechende Strategien zur Anpassung an die sich ändernden Umweltbedingungen abzuleiten.

Im Anschluss an das STS forum traf sich Prof. Ehrenfreund mit japanischen Partnern aus Regierung, Wissenschaft und Industrie zu strategischen-programmatischen Gesprächen in Tokio. Der Fokus dieser Gespräche lag auf den Themen Raumfahrt und Künstliche Intelligenz, letzteres ein Schwerpunkt der deutsch-japanischen Beziehungen.

Bei einem Austausch mit dem Cabinet Office und dem zuständigen Koordinator für die Implementierung der japanischen K.I.-Strategie, Herrn Sato, wurde über den Weg zu einer auf den Menschen ausgerichteten K.I. und damit verbunden einer Super Smart Society (Society 5.0) diskutiert. In diesem Zusammenhang wurde das DLR eingeladen, sich bei der Identifizierung von Forschungsschwerpunkten des japanischen Moonshot-Programms einzubringen. Im Rahmen dieses Programms werden über einen Zeitraum von fünf Jahren umgerechnet eine Milliarde Euro für F&E-Aktivitäten in verschieden Disziplinen zur Verfügung gestellt.

Mit NEC, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Supercomputing, wurde unter Leitung von CEO Endo über baldige gemeinsame Vorhaben in der CFD-Simulation und mögliche weitere zukünftige Projekte beraten. Die Zusammenarbeit zwischen dem DLR und NEC begann bereits in den 1990er Jahren und erhielt eine neue Qualität, als vom DLR High Performance Computing (HPC)-Cluster in Dresden im vergangenen Jahr ein HPC-System von NEC angeschafft wurde.

Konkrete Kooperationsvorhaben waren auch Gegenstand der Gespräche mit dem Präsidenten der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, Dr. Yamakawa, sowie mit den Vize-Präsidenten von AIST, Dr. Sekiguchi und Dr. Shiraishi. Die beiden japanischen Organisationen arbeiten bereits bei der Big-Data-Analyse von Erdbeobachtungsdaten zusammen. Das DLR wurde eingeladen, sich in die Kooperation einzubringen, etwa in Form der gemeinsamen Entwicklung von Auswertungsalgorithmen. Mit beiden Forschungseinrichtungen ist das DLR in zahlreichen Kooperationsprojekten eng verbunden.

Abschließend informierte sich Prof. Ehrenfreund beim New Space Unternehmen ispace, inc. über deren geplante Missionen zur Mondexploration. Das Unternehmen ging aus dem Google Lunar X-Price hervor und strebt nun die kommerzielle Vermarktung von Mond-Rovern ab den 2020er Jahren an. Eine der ersten Missionen wird die "Polar Ice Explorer" (PIE) Mission sein, deren Ziel die Erkundung von Wasser-Eis Vorkommen auf der Mondoberfläche ist.

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    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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  • Dr. Niklas Reinke
    Leitung DLR-Büro Tokio
    Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR)
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