11. November 2019
DLR-Plattform für Geo- und Klimadaten wird optimiert

Erdbeobachtungsportal CODE-DE geht in die nächste Phase

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Satellitenbildaufnahme von Berlin
Satellitenbildaufnahme von Berlin
Bild 1/1, Quelle: © BKG, © Copernicus data (2015-2016).

Satellitenbildaufnahme von Berlin

Die Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms liefern riesige Mengen an Erdbeobachtungsdaten. Selbst kleinste Umweltveränderungen registrieren diese Wachtposten im All zuverlässig. Auf diesem Satellitenbild ist der Großraum Berlin in Echtfarben zu erkennen.

  • Ab April 2020 wird das Erdbeobachtungsportal CODE-DE in einer zweiten Phase weiterentwickelt und optimiert.
  • Mit der Bereitstellung der Dienste hat das DLR Raumfahrtmanagement nun die Firmen CloudFerro und Erteco Technologies beauftragt.
  • Zukünftig werden die Infrastruktur und alle Nutzerdaten der Plattform dem nationalen Datenschutz unterliegen.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Erdbeobachtung

Erdbeobachtungsdaten kostenfrei nutzen: Diesen besonderen Service bietet die Copernicus Data and Exploitation Plattform Deutschland (CODE-DE) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Nutzern von wissenschaftlichen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland. Ab April 2020 wird das Portal in einer zweiten Phase weiterentwickelt und optimiert. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat das DLR Raumfahrtmanagement nun die Firmen CloudFerro und Erteco Technologies mit der Umsetzung und Bereitstellung der Dienste bis zum Jahr 2022 beauftragt.

Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert und verarbeitet

Seit Anfang 2017 ermöglicht CODE-DE einen effizienten, schnellen und umfassenden Zugang zu den Daten der Sentinel-Satelliten des europäischen Copernicus-Programms sowie zu den Copernicus- Diensten. Mit rund 250.000 Daten-Downloads und mehr als 2000 registrierten Nutzern hat sich das Portal inzwischen erfolgreich etabliert und fördert so die Verwertung von Copernicus-Daten in Deutschland. Neu ist, dass mit Beginn der zweiten Phase die Infrastruktur wie auch alle Nutzerdaten von CODE-DE dem nationalen Datenschutz unterliegen und den Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Nutzung externer Cloud-Systeme entsprechen. Daher kann das Portal auch von Bundesbehörden uneingeschränkt verwendet werden. Diese und alle weiteren öffentlichen Einrichtungen gehören neben der Wissenschaft zur Hauptzielgruppe des Services. Somit ist sichergestellt, dass auch die Öffentlichkeit in Deutschland bestmöglich vom Copernicus-Programm profitiert.

Synergien mit europäischer Erdbeobachtungs-Plattform

"CODE-DE Nutzerinnen und Nutzer profitieren künftig auch von Synergien mit der europäischen Erdbeobachtungs-Plattform CREODIAS. Hierdurch gewinnt CODE-DE deutlich an Flexibilität und Kapazität – das wird spürbar sein", betont Dr. Michael Schmidt, Projektverantwortlicher im DLR Raumfahrtmanagement für CODE-DE. Die Copernicus-Daten liefern umfassende Informationen über die Land-, Wasser- und Eismassen der Erde sowie Klimadaten aus der Atmosphäre. So kann etwa der Zustand von Böden und Vegetation, aber auch von Gletschern und Schiffspassagen in den Nordmeeren erfasst werden. Auch die Konzentration von Klimagasen wird ermittelt. Selbst in der täglichen Wettervorhersage spielen die Copernicus-Daten eine wichtige Rolle. Das Portal bietet zudem eine effektive Arbeitsumgebung für Auswertungsmethoden der Künstlichen Intelligenz (KI). CODE-DE wird seit 2017 vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum des DLR (DLR-DFD) betrieben. Dieser Betrieb wird bis zum 31. März 2020 weitergeführt.

Nationale Begleitmaßnahmen für Copernicus

Das DLR Raumfahrtmanagement realisiert im Auftrag des BMVI nationale Maßnahmen zu Copernicus. Diese unterstützen die Nutzung des Programms in Deutschland und die Ziele der Copernicus-Strategie der Bundesregierung. CODE-DE ist ein Element dieser Maßnahmen. Betrieben wird die Plattform von der Firma CloudFerro, einem in Europa führenden Anbieter von Cloud-Infrastruktur als Service sowie der Erteco Technologies GmbH, einem Technologie- und Softwareentwicklungsunternehmen aus München.

Kontakt
  • Diana Gonzalez
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Raumfahrtmanagement
    Strategie und Kommunikation
    Telefon: +49 228 447-388
    Königswinterer Str.  522-524
    53227 Bonn
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  • Michael Schmidt
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Raumfahrtmanagement
    Erdbeobachtung
    Telefon: +49 228 447-118
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