27. November 2019
Klimawandel

Vernetzung als Schlüssel für KI in der Umwelt- und Klimaforschung

Netzwerkabend "KI mal Klima"
Netzwerkabend "KI mal Klima"
Bild 1/1, Quelle: DLR©

Netzwerkabend "KI mal Klima"

Diskussionsrunde während des Netzwerkabends "KI mal Klima" am 26. November 2019 im Bundesumweltministerium (v.l.n.r.): Alexander Bonde, Generalsekretär, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin am BMU, Lars Gaede, Moderator, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR und Prof. Dr. Dieter Wegener, Sprecher ZVEI-Führungskreis „Industrie 4.0“ und Vice President, Siemens Corporate Technology.

Künstliche Intelligenz (KI) kann im Kampf gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz im Rahmen verbindlicher Regelwerke sinnvoll eingesetzt werden. Dies war eine Einschätzung, die Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), in die Diskussion im Rahmen des Netzwerkabends "KI mal Klima" in Berlin einbrachte. Zu dem vom Bundesumweltministerium (BMU) am 26. November 2019 organisierten Netzwerkabend diskutierte Prof. Ehrenfreund mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Sie zeigte dabei richtungsweisende Entwicklungen des DLR für die Analyse von Geodaten und der ökologischen Verbesserung von Wirtschaft und Verkehr mittels KI-optimierter Methoden auf. "Wir wollen und können unsere umfassende Expertise für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland einbringen. Dabei steht für uns der Mensch im Mittelpunkt", betonte Ehrenfreund.

Vernetzung von Kompetenzen zeigt unentdeckte Zusammenhänge auf

KI soll künftige Herausforderungen der Gesellschaft meistern helfen. Dafür schafft das DLR schon heute im Rahmen seiner Forschung wichtige Grundlagen. Beispielhaft ist die systematische Evaluierung von Erdsystemmodellen am DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. Dort werden die traditionellen, theoriegetriebenen Ansätze der Klimamodellierung mit den datengetriebenen Ansätzen des Maschinellen Lernens verknüpft. So sollen bislang unentdeckte kausale Zusammenhänge für Klimaveränderungen aufgezeigt werden. Dafür ist das Oberpfaffenhofener Institut bereits mit dem Synergy Grant des European Research Councils ausgezeichnet worden. Zudem werden im Rahmen von Climate Informatics KI-Methoden benutzt, um Modelle zur Vorhersage von Extremwetterereignissen mit Erdbeobachtungsdaten zu entwickeln.

Insgesamt ist das DLR mit breiten Kompetenzen in der Klimaforschung ausgestattet, um wesentliche Beiträge im Rahmen der Klimaschutzanstrengungen der Bundesregierung zu leisten. So ist das DLR über das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) in der Lage, umfangreiche Geodatensätze der europäischen Sentinel-Satellitenflotte im Bereich Landnutzung, Biodiversität und Klimafolgen auszuwerten und zu analysieren. In der Luftfahrt, Verkehrs- und Energiesystemforschung engagiert sich das DLR mit vielfältigen Forschungsaktivitäten im Bereich autonomer Vehikel und alternativer Antriebe, die zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen. Zudem engagiert sich das DLR mit dem Institut für dekarbonisierte Industrieprozesse im Cluster für Dekarbonisierung in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI), das im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt entsteht. Der DLR-Projektträger mit seinen umfangreichen Förderprogrammen von Projekten mit Bezug zum Umweltschutz verstärkt das Profil.

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    Dr. Katrin Simhandl
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