12. Februar 2020
Airbus-Projekt Bartolomeo

DLR Göt­tin­gen tes­tet kom­mer­zi­el­le Nutz­last­platt­form für In­ter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on

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Plattform Bartolomeo in Göttingen
Platt­form Bar­to­lo­meo in Göt­tin­gen
Bild 1/5, Credit: DLR

Plattform Bartolomeo in Göttingen

Die Platt­form Bar­to­lo­meo von AIR­BUS wird an der in­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS an­ge­bracht wer­den. Zu­vor wur­de sie im DLR Göt­tin­gen ei­nem Schwin­gungs­test un­ter­zo­gen.
Illustration der Nutzlastplattform Bartolomeo
Il­lus­tra­ti­on der Nutz­last­platt­form Bar­to­lo­meo
Bild 2/5, Credit: Airbus

Illustration der Nutzlastplattform Bartolomeo

Die Nutz­last­platt­form Bar­to­lo­meo von Air­bus wird am eu­ro­päi­schen Mo­dul Co­lum­bus der In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS an­ge­bracht wer­den.
Plattform Bartolomeo - Foschung im All
Platt­form Bar­to­lo­meo - Fo­schung im All
Bild 3/5, Credit: DLR

Plattform Bartolomeo - Foschung im All

Mit der Platt­form sol­len künf­tig Ex­pe­ri­men­te von kom­mer­zi­el­len Un­ter­neh­men durch­ge­führt wer­den kön­nen. Der Stand­schwin­gungs­test in Göt­tin­gen soll un­ter an­de­rem si­cher­stel­len, dass kei­ne si­cher­heits­kri­ti­schen Vi­bra­tio­nen an der Raum­sta­ti­on ent­ste­hen.

Besprechung des Standschwingungsversuchs
Be­spre­chung des Stand­schwin­gungs­ver­suchs
Bild 4/5, Credit: DLR

Besprechung des Standschwingungsversuchs

von links: Yves Go­vers (DLR), Hung Hun Nguy­en (NA­SA/ES SSC) und Kiy­ou­mars Ab­do­ly (Air­bus D&S)
Bartolomeo Test-Team
Bar­to­lo­meo Test-Team
Bild 5/5, Credit: DLR

Bartolomeo Test-Team

Das For­schungs­team des DLR mit den Part­nern von AIR­BUS und NA­SA.
  • DLR Göttingen testet Plattform für die Internationale Raumstation ISS
  • Bartolomeo wurde von Airbus entwickelt
  • Kommerzielle Nutzer sollen künftig schneller und kostengünstiger Experimente im All durchführen können

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Göttingen eine neuartige Nutzlastplattform von Airbus für die Internationale Raumstation ISS vor ihrem Start getestet. Die Forscher untersuchten das Schwingungsverhalten des Bauteiles, um potentiell gefährliche Vibrationen beim Start ins All auszuschließen.

Die Bartolomeo genannte Plattform wird gerade bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA auf den Start vorbereitet. Sie soll im März von Cape Canaveral aus mit einer Falcon-Rakete von SpaceX ins All starten. Dort wird sie an der Außenseite des europäischen Columbus-Labormoduls der ISS angebracht.

Die 1,60 Meter hohe und 1,90 Meter lange Nutzlastplattform wurde in Göttingen intensiven Schwingungstests unterzogen. Dafür wurde sie auf ein von der Umgebung entkoppeltes Fundament auf vier Luftpolstern gestellt, sodass keine störenden Schwingungen beispielsweise vorbeifahrender Lkw auftreten. Sogenannte elektrodynamische Shaker (Rüttler) versetzten dann Bartolomeo in Schwingung. 120 Sensoren registrierten die dabei auftretenden Beschleunigungen und ermöglichten eine Analyse des Schwingungsverhaltens der Plattform. Innerhalb einer Stunde standen erste Auswertungen zur Verfügung. "Wir nutzen diese Methode seit langem für die Untersuchung von Flugzeugen", sagte Julian Sinske vom DLR-Institut für Aeroelastik. Für Kiyoumars Abdoly von Airbus sind die Testergebnisse sehr wichtig: "Wir müssen nachweisen, dass keine negativen Einflüsse auf die Trägerrakete und die Raumstation auftreten." Die Entscheidung über die Unbedenklichkeit von Bartolomeo trifft Hung Hun Nguyen von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, der im DLR Göttingen die Tests begleitete.

Ein Video von dem Versuch ist hier zu sehen:

Schwin­gungs­test an ISS-Au­ßen­platt­form Bar­to­lo­meo in Göt­tin­gen
DLR Göt­tin­gen tes­tet kom­mer­zi­el­le Nutz­last­platt­form Bar­to­lo­meo von Air­bus für In­ter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on
Credit: ©DLR

Bartolomeo bietet für die Forschung auf der ISS neue einzigartige Möglichkeiten in direkter Weltraumumgebung, vor allem für Strahlenbiologie, Technologieerprobung, Klima- und Erdbeobachtung, Astronomie, Sonnenphysik und Laserkommunikation. Mit der Plattform sollen künftig kommerzielle Nutzer schneller und kostengünstiger Experimente im All durchführen können. Die Plattform soll größtenteils ohne Eingriff der Astronauten betrieben werden können. Ein fünf Meter langer Roboterarm erlaubt den Einbau und das Verändern von Experimenten von der Erde aus. Ein möglicher Einsatz ist die Beobachtung von Waldbränden wie zuletzt in Australien.

Über das Projekt

Bartolomeo wurde von Airbus entwickelt und finanziert. Im Rahmen einer ISS-Kommerzialisierungsinitiative der Europäischen Weltraumorganisation ESA wird Airbus die neue Plattform in einem Public-Private-Partnership betreiben. Die ESA vermittelt die Startgelegenheit und stellt die Crewzeit der Astronauten für die Installation, Columbus-Ressourcen wie die Stromversorgung sowie Echtzeitdaten für die Experimentkontrolle zur Verfügung. Das DLR Raumfahrtmanagement ist im Rahmen seines ESA-Programmengagements an den ISS-Kommerzialisierungsprojekten der ESA beteiligt.

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