3. September 2020

Sof­ja-Ko­va­levs­ka­ja-Preis 2020 an Ex­per­tin für Post­quan­ten­kryp­to­gra­phie ver­ge­ben

Anna-Lena Horlemann
An­na-Le­na Hor­le­mann
Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Anna-Lena Horlemann

An­na-Le­na Hor­le­mann wird am DLR-In­sti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Na­vi­ga­ti­on in Ober­pfaf­fen­ho­fen ei­ne Ex­per­ten­grup­pe zur Post­quan­ten­kryp­to­gra­phie auf­bau­en.

Die diesjährigen Sofja-Kovalevskaja-Preise wurden an acht internationale Forschungstalente vergeben. Die Preise sind mit jeweils bis zu 1,65 Millionen Euro dotiert. Damit bauen die Preisträgerinnen in Bochum, Gießen, Heidelberg, Leipzig, Mainz, München, Oberpfaffenhofen und Tübingen eigene Arbeitsgruppen auf. Frau Professor Anna-Lena Horlemann von der Universität St. Gallen wird für ihre Arbeit zur sicheren Verschlüsselung von Daten ausgezeichnet. Sie wird am Institut für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen eine Expertengruppe zur Postquantenkryptographie aufbauen.

Postquantum Verfahren sollen die heutigen Public Key Verschlüsselungsverfahren, wie sie beispielsweise im Internet oder im Zahlungsverkehr eingesetzt werden, ablösen. Dies ist notwendig, da allgemein nutzbare Quantencomputer, an deren Entwicklung gearbeitet wird, die Entschlüsselung der heute verwendeten Verfahren ohne Kenntnis der Schlüssel in einigen Jahren ermöglichen werden.

Frau Professor Horlemann hat mit ihren tiefen Kenntnissen zur Codierungstheorie bahnrechende Arbeiten zu einer Klasse von Postquantum-Verfahren verfasst. „Das Preisgeld ermöglicht Ihr, durch den Aufbau einer Arbeitsgruppe am DLR, die Vertiefung dieser Arbeiten auf einer breiteren Basis voranzutreiben. Mit dem Thema werden wir uns allerdings auch deutlich über den Rahmen des Preises hinaus befassen.“  erläutert Klaus Hamacher, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR. „Wir freuen uns außerodentlich, Frau Professor Horlemann als eine der diesjährigen Preisträgerinnen in den Reihen des DLR willkommen zu heißen.“

Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung zeichnet internationale Forschertalente im Alter von 29 bis 36 Jahren mit einem der höchstdotierten Wissenschaftspreise Deutschlands aus. Der Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2000 Forschenden aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 30.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

Kontakt
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    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
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