EMS – Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit
EMS – Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit
Bild 1/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

EMS – Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit

Maritime Lagebilder erweitern und verbessern: der DLR Sensorverbund für die maritime Sicherheit
MaRPAS – Maritime Remotely Piloted Aircraft System
MaRPAS – Maritime Remotely Piloted Aircraft System
Bild 2/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

MaRPAS – Maritime Remotely Piloted Aircraft System

Landung eines unbemannten Luftfahrzeugs (SuperARTIS, DLR) auf einer bewegten Plattform unter erschwerten Wetterbedingungen.
HEDELA – Helicopter Deck Landing Assistance
HEDELA – Helicopter Deck Landing Assistance
Bild 3/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

HEDELA – Helicopter Deck Landing Assistance

Hubschraubereinsätze im maritimen Umfeld: Entwicklung und Bewertung eines zukunftsorientierten Assistenzsystems zur Planung von Anflugtrajektorien bis hin zur Landung auf Plattformen oder bewegten Schiffen.
AIS Plus – Automatic Identification System (Plus) in Hamburg
AIS Plus – Automatic Identification System (Plus)
Bild 4/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

AIS Plus – Automatic Identification System (Plus)

Zuverlässige Positionsmeldung von Schiffen bei hohem Verkehrsaufkommen und schlechten Übertragungsbedingungen: Die gelben Signalpunkte zeigen eine erhöhte Anzahl beim Empfang von AIS Signalen durch den DLR AIS-Plus Empfänger an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen im Vergleich zu einem konventionellen AIS Empfänger.
Mehr Sicherheit im Schiffsverkehr
Mehr Sicherheit im Schiffsverkehr
Bild 5/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Mehr Sicherheit im Schiffsverkehr

Das Schiffssignalsystem AIS-Plus-System, das vom DLR entwickelt wurde, bietet auch bei hohem Verkehrsaufkommen und schlechten Übertragungsbedingungen zuverlässige Positionsmeldungen und vervollständigt die Küstenüberwachung.
Blick aus dem All
Blick aus dem All
Bild 6/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Blick aus dem All

TerraSAR-X Bild mit Blick auf einen Bereich der Norddeutschen Bucht mit den Inseln Spikeroog und Wangerooge. Sichtbar sind außerdem das Fahrwasser zum Eingang der Weser, verschiedene Seegangssysteme und Schiffe, die ihre Routen kreuzen oder vor Anker liegen.
PNT – Position, Navigation and Timing
PNT – Position, Navigation und Timing
Bild 7/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

PNT – Position, Navigation und Timing

Überwachung der Schiffsnavigation in Raum und Zeit: zuverlässige Bestimmung von Positions-, Navigations- und Zeitdaten mittels Multisensorik.
Radarbild von Cuxhaven
Radarbild von Cuxhaven
Bild 8/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Radarbild von Cuxhaven

Vollpolarimetrisches X-Band-Radarbild von Cuxhaven, aufgenommen mit dem flugzeuggetragenen Radarsystem F-SAR des DLR Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Die Farben ergeben sich durch die unterschiedlichen Rückstreueigenschaften der Objekte in den verschiedenen Polarisationen des Radarsignals. Aufgrund der geringen Rückstreuung erscheint das Meer überwiegend in Schwarz. Die farbigen und leicht verschmierten Objekte im Meer sind Schiffe und Fahrwassertonnen.
Rotterdam Waalhaven district
Rotterdam Waalhaven district
Bild 9/9, Credit: 2019 European Space Imaging / Digital Globe, a Maxar Company

Rotterdam Waalhaven district

Das DFD Team der Forschungsstelle Maritime Sicherheit in Neustrelitz forscht an Methoden zur Detektion und Klassifizierung von Objekten auf der Basis optischer Fernerkundungsdaten. Die Auflösung dieser Daten liegt im Bereich von 10 bis 30 Metern, aber auch bei weniger als einem Meter. Der Bildausschnitt zeigt eine Aufnahme des Satelliten Worldview-3 vom Rotterdam "Waalhaven district", aufgenommen mit einer Auflösung von 30 cm am 8. September 2014.

Deutschland ist auch Schifffahrtsnation und Küstenstaat. Die maritime Sicherheit ist deshalb für die Bundesrepublik als exportorientiertes Land von großer Bedeutung. Aufgrund neuer Herausforderungen, etwa durch die wachsenden Ansprüche an einen sicheren und effektiven Schiffsverkehr auf den Weltmeeren und Binnenwasserstraßen, sind moderne Systeme und Dienste für die maritime Sicherheit gefordert. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leistet mit seiner maritimen Sicherheitsforschung einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf hoher See. Neben den Behörden und öffentlichen Einrichtungen profitiert auch die maritime Wirtschaft von den innovativen Lösungen der DLR-Sicherheitsforschung.

Der maritime Raum und seine Nutzung

Der maritime Raum hat seit Jahrhunderten großen Einfluss auf das Leben, das Wirtschaften und den Wohlstand der Menschheit. Ein Großteil des weltweiten Ferngütertransports wird auch im 21. Jahrhundert über den Seeweg abgewickelt. Dies mag etwas schneller geschehen als noch vor 100 Jahren und für manche Güter auch in Konkurrenz zum Lufttransport stehen. Jedoch haben sowohl die Globalisierung als auch das Bevölkerungs- und das allgemeine Wirtschaftswachstum die Zahl der Schiffsbewegungen für den Warentransport vervielfacht. Auch das Verkehrsaufkommen auf den Weltmeeren und im Küstenbereich steigt stark an: zum einen durch zunehmenden Tourismus, zum anderen durch die Nutzung der Meere als vielfältige Ressourcenquelle und wichtiger Standort für Offshore-Windfelder. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist eine für viele Menschen heute kaum mehr erkennbare Abhängigkeit vom maritimen Raum.

Globale Herausforderungen an die maritime Sicherheit

Die Piraterie ist dabei nicht das einzige Phänomen, das Aufmerksamkeit erfordert. Vielmehr geht es darum, die unzähligen Probleme der maritimen Sicherheit auf effektive und synergetische Weise anzugehen. Das maritime System mit seinem klassischen – zukünftig automatisierten beziehungsweise autonomen – Schiffsverkehr, den Offshore-Anlagen der Öl-, Gas- und Windenergieindustrie, den Unterseekabeln und Pipelines sowie nicht zuletzt den Häfen muss daher insgesamt als ein Verbund von oftmals kritischen Infrastrukturen angesehen werden. Diese stellen sowohl in der Betriebssicherheit (safety) als auch der Gefahrenabwehr (security) viele Herausforderungen an eine sichere Arbeitsumgebung, sichere Transportwege, eine effiziente und sichere Schifffahrt sowie eine möglichst unbelastete marine Umwelt. Diesen globalen Aufgaben stellen sich bereits viele Verbände, Organisationen und Behörden.

Nationale Maßnahmen und Instrumente

Die deutsche Regierung hat am 1. April 2009 Leitlinien für den "Entwicklungsplan Meer" als Teil einer umfassenden deutschen Meerespolitik verabschiedet. Hier werden, basierend auf den bekannten Herausforderungen und den daraus resultierenden Anforderungen der Bundesregierung und der Landesregierungen, die meerespolitischen Interessen Deutschlands gebündelt sowie Schwerpunkte, Maßnahmen und Instrumente für ein politisches Handeln aufgezeigt. Im Rahmen des Schwerpunktes "Meereswissenschaft und -forschung stärken, technologische Innovationen fördern", steht mit dem Nationalen Masterplan Maritime Technologien (NMMT) ein strategisches Instrument zur Verfügung. Hier möchte das DLR mit seinem Forschungsverbund für Maritime Sicherheit in enger Kooperation mit der Industrie einen Beitrag zur Umsetzung leisten und die Maritime Agenda 2025 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützen. Die Maritime Agenda 2025 definiert zentrale Ziele, Handlungsfelder und Vorschläge für aufeinander abgestimmte Maßnahmen, die zur nachhaltigen Nutzung der Meere und einem hohen Schutzniveau beitragen. Weiterhin soll die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Technologie-, Produktions- und Logistikstandort mittel- und langfristig gestärkt werden.

Synergien – Die maritime Sicherheitsforschung im DLR

Die zivile maritime Sicherheitsforschung im DLR umfasst als Querschnittsbereich verschiedene Themenfelder aus den Programmen Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr mit direktem Bezug zu Sicherheitsfragen des maritimen Raumes. Vorrangiges Ziel der Forschungsarbeiten muss aus Sicht des DLR sein, Lösungen zur Verminderung des Spannungsverhältnisses zwischen der zunehmenden Nutzung und Bedeutung des maritimen Raumes, seinen maritimen Infrastrukturen und den daraus resultierenden Risiken, Gefahren und Bedrohungen zu erarbeiten. Zur Erreichung dieses Zieles wird innerhalb des Forschungsverbundes Maritime Sicherheit ein besonderer Wert auf innovative Lösungen aus folgenden Bereichen gelegt:

  • Terrestrische und weltraumgestützte Kommunikation und Navigation
  • Luft- und weltraumgestützte Erdbeobachtung des maritimen Raumes
  • Big Data Analysen, Datenintelligenz und Wissensgewinnung
  • Weiterentwicklung von Flugsystemen für den maritimen Einsatz
  • Entwicklung und Verbesserung von Sensorik für maritime Fragestellungen und
  • Sicherheit im maritimen Cyberraum
Kontakt
  • Dr. Stephan Brusch
    Koordinator Maritime Sicherheitsforschung
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Programmkoordination Sicherheitsforschung
    Telefon: +49 2203 601-4049
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren
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