Der Stand­ort Augs­burg des DLR

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DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie in Augsburg
DLR-Zen­trum für Leicht­bau­pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gie in Augs­burg
Bild 1/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie in Augsburg

Der neue Ge­bäu­de­kom­plex des DLR-Zen­trums für Leicht­bau­pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gie (ZLP) am Stand­ort Augs­burg wur­de im Mai 2013 er­öf­fent. Die Ar­chi­tek­tur der La­bor­hal­le im lin­ken Ge­bäu­de­teil ist ei­nem Flug­zeug­han­gar nach­emp­fun­den.
Blick in die Zukunft: MTC-Prüfhalle für Triebwerke
Blick in die Zu­kunft: MTC-Prüf­hal­le für Trieb­wer­ke
Bild 2/3, Credit: DLR/Otte Projektmanagement GmbH

Blick in die Zukunft: MTC-Prüfhalle für Triebwerke

Das In­sti­tut für Test und Simulation für Ga­stur­bi­nen ist der­zeit im Tech­no­lo­gie­zen­trum Augs­burg (TZA) an­ge­sie­delt. Der Um­zug in ein ei­ge­nes In­sti­tuts­ge­bäu­de ist für 2022 vor­ge­se­hen, das auf dem Ge­län­de des Augs­burg In­no­va­ti­ons­park er­rich­tet wer­den soll. Um­fang­rei­che Prüf­hal­len mit un­ter­schied­li­chen Trieb­werk­prüf­stän­den wer­den das Herz­stück des künf­ti­gen In­sti­tuts­ge­bäu­des bil­den.
Luftaufnahme des Augsburg Innovationsparks als künstlerische Darstellung
Luft­auf­nah­me Augs­burg - künst­le­ri­sche Dar­stel­lung
Bild 3/3, Credit: Augsburg Innovation Park/Prof. Kees Christiaanse.

Luftaufnahme Augsburg - künstlerische Darstellung

Luft­auf­nah­me des Augs­burg In­no­va­ti­ons­parks als künst­le­ri­sche Dar­stel­lung. Rot ge­kenn­zeich­net sind die ak­tu­el­le La­ge des DLR-In­sti­tuts für Test und Simulation für Ga­stur­bi­nen im Tech­no­lo­gie­zen­trum Augs­burg und das vor­aus­sicht­li­che Bau­grund­stück für das zu­künf­ti­ge In­sti­tuts­ge­bäu­de.

Flugzeuge der Zukunft sollen leiser sein, weniger Treibstoff verbrauchen und weniger Abgase produzieren. Für Raumfahrtanwendungen müssen Materialien, Technologien und Bauelemente überdies maximalen Belastungen standhalten. Dazu forscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg in unterschiedlichen Fachbereichen, Standort- und Institutsübergreifend. Der rund 50 mitarbeiterstarke Standort wurde im Mai 2011 eröffnet und befindet sich im Forschungsdreieck zwischen Universität, Technologiezentrum und Innovationspark Augsburg. Hier ist das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) beheimatet, mit seiner über 30 Meter langen Großforschungsanlage. Gegründet wurde das ZLP 2009 mit den Arbeitsschwerpunkten Produktionstechnologie und Entwicklung optimaler Fertigungsweisen von Leichtbau-Bauteilen für die Luft- und Raumfahrt. Seit Juli 2017 befindet sich in Augsburg außerdem eine weitere Forschungseinrichtung im Aufbau: Das DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen wird den Standort mit weiteren Großanlagen und Know-How von bis zu 45 Mitarbeitern erweitern. Das neue Institut erforscht und entwickelt Triebwerkstechnologien für Flugzeugturbinen der Zukunft. Bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen hat die Einrichtung ihren Sitz im Technologiezentrum Augsburg, in unmittelbarer Nachbarschaft zum ZLP.

DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP)

Kohlenstofffaser- bzw. Carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK) wird als Material unter anderem dazu genutzt, um Verkehrsflugzeuge der nächsten Generation herzustellen – leichter im Gewicht, sparsamer im Treibstoffverbrauch und freundlicher in der Schadstoff-Bilanz. Der Bedarf an Leichtbaustrukturen aus CFK ist daher stark gestiegen. Dies macht Produktionsweisen erforderlich, die ökonomisch sind und dabei den besonderen Anforderungen der Luft- und Raumfahrt entsprechen. Das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) hat zum Ziel, einen Produktionsprozess zu entwickeln, der durchgängig automatisiert ist. Denn der Einsatz von flexiblen und interaktiven Robotersystemen senkt die Produktionskosten und steigert zugleich Produktivität und Qualität der Fertigung.

Das ZLP ist eine nationale Forschungseinrichtung des DLR und setzt sich zusammen aus dem Standort in Augsburg und einem weiteren Standort im niedersächsischen Stade. Im ZLP werden damit das DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie aus Stuttgart mit dem DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig und dem DLR-Robotik und Mechatronik Zentrum in Oberpfaffenhofen zusammenarbeiten. Damit komplettiert das ZLP Augsburg die Prozesskette für die Entwicklung und Fertigung von Bauteilen aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) im DLR.

DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen

Neue Triebwerkstechnologien spielen beim Erreichen der europäischen Luftfahrtziele eine entscheidende Rolle. Das DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen arbeitet daher technischen Lösungen, um Treibstoffverbrauch, Abgase sowie Lärm zu reduzieren. Die Herausforderungen sind dabei hohe Drehzahlen, hohe Temperaturen, hohe Druckverhältnisse und damit verbundene komplexe Lastkollektive der Triebwerkkomponenten in Verbindung mit hohen Anforderungen an die Lebensdauer. Das neue DLR- Institut für Test und Simulation für Gasturbinen in Augsburg legt seinen Fokus auf Flugzeugturbinen der Zukunft. Zusammen mit anderen DLR-Instituten entwickeln die Wissenschaftler eine digitale Plattform – die "Virtual Engine". Das digitale Triebwerk beinhaltet neben allen Komponenten des Triebwerks auch alle physikalischen Aspekte sowie deren Interaktionen. Hinzu kommt die Entwicklung und der Aufbau anspruchsvoller Prüfstände.

Die digitalen Modelle neuer Kompressor-und Turbinenlösungen werden in Augsburg künftig maßstabsgetreu geprüft. Neben der numerischen Simulation werden die realen Modelle in einem einzigartigen Prüfstand untersucht, in dem Turbinenbauteile erstmalig mechanischen und thermischen Lasten sowie den aggressiven Verbrennungsgasen ausgesetzt werden. Die Wissenschaftler können dann berechnen und erproben, ob neue Bauweisen, Werkstoffe oder Herstellungsverfahren den hohen Lebensdaueranforderungen gerecht werden.

Derzeit ist das DLR-Institut für Test und Simulation für Gasturbinen im Technologiezentrum Augsburg zu Hause. Büroräume, Laborräume und Technikumsflächen wurden angemietet, um die Arbeit am virtuellen Triebwerk und die numerischen Forschungsarbeiten in vollem Umfang aufnehmen zu können. Die ersten Prüfstände sollen dort ebenfalls entwickelt und aufgebaut werden. Für das Jahr 2023 ist die Fertigstellung eines eigenen Institutsgebäudes geplant, das den zusätzlichen Aufbau von sehr großen und äußerst komplexen Prüfständen ermöglichen wird.

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