Der Stand­ort Göt­tin­gen des DLR - die Wie­ge der Ae­ro­dy­na­mik

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Göt­tin­gen
Luftbild des DLR-Standortes Göttingen
DLR-Stand­ort Göt­tin­gen
Bild 1/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

DLR-Standort Göttingen

Luft­bild des DLR-Stand­ortes Göt­tin­gen
Ludwig Prandtl
Lud­wig Prandtl - Va­ter der mo­der­nen Ae­ro­dy­na­mik
Bild 2/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Ludwig Prandtl - Vater der modernen Aerodynamik

Lud­wig Prandtl gilt heu­te als ei­ner der maß­geb­li­chen Grün­der­vä­ter der in­sti­tu­tio­na­li­sier­ten Luft­fahrt­for­schung. Mit der Grün­dung der Mo­dell­ver­suchs­an­stalt für Ae­ro­dy­na­mik der Mo­tor­luft­schiff-Stu­dien­ge­sell­schaft, der spä­te­ren Ae­ro­dy­na­mi­schen Ver­suchs­an­stalt, AVA, ei­ner Vor­gän­ger­ge­sell­schaft des heu­ti­gen Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR), hat er 1907 in Göt­tin­gen den Grund­stein für die mo­der­ne Strö­mungs­for­schung in der Luft- und Raum­fahrt ge­legt.
Modell Junkers 287 in einem Windkanal
Ers­tes Flug­zeug mit Pfeilflü­geln: Ju 287
Bild 3/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Erstes Flugzeug mit Pfeilflügeln: Ju 287

Das welt­weit ers­te Flug­zeug mit Pfeilflü­geln: Die Jun­kers 287 flog 1944 erst­mals als Pro­to­typ. Die vor­wärts ge­pfeil­ten Flü­gel wer­den erst in jüngs­ter Zeit wie­der auf­ge­grif­fen. Hier ist ein Mo­dell in ei­nem Wind­ka­nal der Ae­ro­dy­na­mi­schen Ver­suchs­an­stalt Göt­tin­gen zu se­hen.
Lilienthal Gleiter beim Strömungstest im Windkanal
Strö­mungs­test im Wind­ka­nal
Bild 4/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Strömungstest im Windkanal

Bei Strö­mungs­tests in­ner­halb des DNW-Wind­ka­nals im nie­der­län­di­schen Mar­knes­se muss sich Li­li­ent­hals Kon­struk­ti­on be­wei­sen.
Frei fliegende Schleiereule
Von Vö­geln ler­nen
Bild 5/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Von Vögeln lernen

In ei­nem Pro­jekt ana­ly­sie­ren Wis­sen­schaft­ler des DLR, der RW­TH Aa­chen und der Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr Mün­chen den Flug von frei flie­gen­den Schleie­reu­len.
Sport­ler im Wind­ka­nal
Bild 6/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Sportler im Windkanal

Sport­ler im Wind­ka­nal: Der quer­schnitts­ge­lähm­te Ski­fah­rer Ge­org Krei­ter wur­de 2010 mit sei­nem so ge­nann­ten Mo­noski un­ter­sucht. For­schern des DLR Göt­tin­gen un­ter­su­chen sei­ne op­ti­ma­le Hal­tung im Wind­ka­nal der TU Ham­burg-Har­burg.
Simulationsanlage für Treibstrahlen
Zy­lin­der voll Welt­raum
Bild 7/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Zylinder voll Weltraum

In der Si­mu­la­ti­ons­an­la­ge für Treibstrah­len wer­den un­ter Welt­raum­be­din­gun­gen die Ab­gase von Sa­tel­li­ten­trieb­wer­ken un­ter­sucht.
Zug der Zukunft
Zug der Zu­kunft – Next Ge­ne­ra­ti­on Train
Bild 8/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Zug der Zukunft – Next Generation Train

Schnel­ler und spar­sa­mer: Im Pro­jekt "Next Ge­ne­ra­ti­on Train" zeigt das DLR auf, was tech­nisch mög­lich ist. Die Ae­ro­dy­na­mik für die­sen "Zug der Zu­kunft" wird in Göt­tin­gen er­forscht.
Die Tunnelsimulationsanlage
Welt­weit ein­zig­ar­tig: Die Tun­nel­si­mu­la­ti­ons­an­la­ge des DLR
Bild 9/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Weltweit einzigartig: Die Tunnelsimulationsanlage des DLR

In der welt­weit ein­zig­ar­ti­gen Tun­nel­si­mu­la­ti­ons­an­la­ge Göt­tin­gen wer­den Zug­mo­del­le bis auf 400 Stun­den­ki­lo­me­ter ka­ta­pul­tiert. Dann wer­den die Druck­wel­le bei Tun­nel­durch­fah­ren so­wie die Wir­kung von Sei­ten­wind un­ter­sucht.
Rauchvisualisierung
Rauch­vi­sua­li­sie­rung
Bild 10/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Rauchvisualisierung

Rauch­vi­sua­li­sie­rung von Quell­be­lüf­tung mit 24 be­heiz­ba­ren Pas­sa­gier­mo­del­len
Tur­bi­nen­prüf­stand bei der Nacht des Wis­sens im DLR Göt­tin­gen
Bild 11/11, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Turbinenprüfstand bei der Nacht des Wissens im DLR Göttingen

Göttingen gilt als die Wiege der modernen Aerodynamik. Hier wurde 1907 die weltweit erste staatliche Luftfahrtforschungseinrichtung gegründet. Heute arbeiten im DLR Göttingen über 480 Fachleute an den Flugzeugen, Raumschiffen und Hochgeschwindigkeitszügen der Zukunft.

In Göttingen wurden wichtige Grundlagen der modernen Luftfahrt erforscht. Hier entwickelte Ludwig Prandtl die Grenzschichttheorie, testete Hans Joachim Pabst von Ohain den Vorläufer des ersten Strahltriebwerks und erfanden die Forscher den Pfeilflügel als Voraussetzung für den schnellen Reiseflug.

Einmalige Windkanäle und Weltspitze in der Messtechnik

Für experimentelle Untersuchungen stehen mehr als 20 Windkanäle und Großforschungsanlagen zur Verfügung. Dazu zählen weltweit einmalige Anlagen wie ein Katapult für die Erforschung von Hochgeschwindigkeitszügen. Das DLR Göttingen betreibt zusammen mit der französischen Luft- und Raumfahrtforschungseinrichtung ONERA die größte mobile Standschwingungsanlage Europas. Auf dem Gebiet der optischen Messtechniken für Strömungen zählt das DLR Göttingen zur Weltspitze.

Schwerpunkte der Forschung

  • Verbesserung des dynamischen Flugverhaltens und der Betriebssicherheit von Flugzeugen und Hubschraubern
  • Erhöhung der Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Verlässlichkeit des Luft-, Straßen- und Schienenverkehrs
  • Intelligente Assistenzsysteme für den menschlichen Operateur im Luft- und Landverkehr
  • Entwicklung von Entwurfsverfahren für widerstandsarme und leise Fluggeräte
  • Entwicklung und Realisierung anpassungsfähiger, schadenstoleranter und kosteneffizienter Hochleistungsstrukturen
  • für die Luft- und Raumfahrt sowie den bodengebundenen Verkehr

In Göttingen kooperiert das DLR eng mit der Universität Göttingen, anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in Netzwerken wie z.B. Measurement Valley.

Ausbildung und Nachwuchsförderung

Das DLR ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb. Es bietet in Göttingen und Braunschweig Schul- und Berufspraktika, gewerblich-technische und kaufmännische Ausbildung, betreut Diplomarbeiten und qualifiziert Wissenschaftler zusätzlich durch Promotionen. Das DLR_School_Lab Göttingen ist ein außerschulischer Lernort, in dem Jugendliche selbstständig experimentieren und Einblicke in den Forschungsalltag gewinnen können.

Neben der klassischen Berufsausbildung bietet das DLR in Göttingen auch den dualen Studiengang Informationstechnik mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) an.

Institute und Einrichtungen des Standortes

Netzwerke und Kooperationen

Kontakt
  • Mark Schmidt
    Lei­tung der Stand­orte Braun­schweig, Cochs­tedt, Göt­tin­gen, Han­no­ver, Sta­de und Trau­en
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Telefon: +49 531 295-2100
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
    Kontaktieren
  • Jens Wucherpfennig
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Göt­tin­gen und Han­no­ver
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 551 709-2108
    Fax: +49 551 709-12108
    Bunsenstr. 10
    37073 Göttingen
    Kontaktieren

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