Der Standort Neustrelitz des DLR

Die neue Tri-Band-Antenne am DLR-Standort Neustrelitz
Die neue Tri-Band-Antenne am DLR-Standort Neustrelitz
Bild 1/4, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Die neue Tri-Band-Antenne am DLR-Standort Neustrelitz

Mit einem Durchmesser von 11,5 Metern und einer Fläche von 103 Quadratmetern verfügt die neue Antenne über einen mehr als doppelt so großen Empfangsspiegel als die bisherigen Systeme.

DLR-Standort Neustrelitz
DLR-Standort Neustrelitz
Bild 2/4, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

DLR-Standort Neustrelitz

Luftansicht des DLR-Standorts Neustrelitz. Im Vordergrund sind die Antennen der Satellitenempfangseinrichtung zu sehen.

Der DLR-Standort Neustrelitz
Der DLR-Standort Neustrelitz
Bild 3/4, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Der DLR-Standort Neustrelitz

Der DLR-Standort Neustrelitz

Antenne in der Dämmerung
Antenne am DLR-Standort Neustrelitz
Bild 4/4, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Antenne am DLR-Standort Neustrelitz

Mit einem aus vier Systemen bestehenden Antennennetzwerk verfügt der Standort über moderne Systeme, die den Anforderungen eines Echtzeitdatenzentrums für GMES und Galileo entsprechen.

Am DLR-Standort Neustrelitz konzentrieren sich die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf die Themen Satellitendatenempfang, Satellitenfernerkundung, Navigation, Weltraumwetter sowie maritimer Verkehr und maritime Sicherheit. Etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dazu an den Instituten Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum, Institut für Methodik der Fernerkundung, Institut für Kommunikation und Navigation sowie Institut für Solar-Terrestrische Physik tätig. Im Rahmen der Nachwuchsförderung betreibt das DLR am Standort zudem ein School_Lab.

Die Beobachtung des Planeten

Das Nationale Bodensegment ist eine Abteilung des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums und die Satellitenempfangseinrichtung für Nutzlastdaten von Fernerkundungs- und wissenschaftlichen Kleinsatelliten in Deutschland. Durch die zentrale Lage in Europa und der Einbindung in das ESA-Earthnet stellt die Einrichtung einen zentralen Knoten im internationalen Netzwerk der Empfangsstationen dar. Die dafür benötigte Infrastruktur wurde und wird ständig weiterentwickelt und entspricht heute den neuesten Anforderungen im Bodensegmentbereich. Die operationell verwendeten Technologien bei den Übertragungsverfahren, Empfangssystemen, im Datenmanagement, Archiven und Validierungs- und Testumgebungen (Testfeld DEMMIN, "Durable Environmental Multidisciplinary Monitoring Information Network") bilden die Grundlage für einen operationellen Multimissionsbetrieb. Mit einem aus vier Systemen bestehenden Antennennetzwerk und der notwendigen dateninformationstechnischen Infrastruktur für die Datenverarbeitung, Prozeßsteuerung, Archivierung und Datenverteilung verfügt der Standort über moderne Systeme, die den Anforderungen eines Echtzeitdatenzentrums für Copernicus und Galileo entsprechen. Mit dem Aufbau einer schnellen, automatischen Verarbeitungskette und dem Ausbau des Testfeldes DEMMIN zur saisonalen und permanenten Messung fernerkundungsrelevanter Umweltdaten, werden die Grundlagen zur Überprüfung und Verbesserung von Verfahren zur Verarbeitung von Erderkundungsdaten geschaffen, weiterentwickelt und somit die Kette vom Empfang bis zur Validation komplettiert.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Arbeitsgruppe "Mathematisch-physikalische Grundlagen" des Instituts für Methoden der Fernerkundung sind den Themenbereichen Streuung, Strahlungstransport und Retrieval zugeordnet. Die in diesem Kontext entwickelten Methoden und Verfahren dienen der Prozessorentwicklung und des Prozessorbetriebes in Bezug auf Stabilität, Genauigkeit und Effektivität und der Simulation von Fernerkundungsszenarien.

Nautische Systeme

Die Abteilung "Nautische Systeme" des Institutes für Kommunikation und Navigation konzentriert ihre Arbeitsinhalte und Themen darauf, wichtige Beiträge für einen sicheren und effektiven Schiffsverkehr auf den Weltmeeren und Binnenwasserstraßen zu leisten. Dazu forschen Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker in drei Arbeitsgruppen an neuen Methoden und Technologien zur Verbesserung der Genauigkeit und Integrität der im maritimen Umfeld von Sensoren und Diensten gelieferten Daten. Die Arbeiten beziehen sich zum einen auf navigationsrelevante Daten zur Erfassung der Eigenbewegung eines Schiffes als auch auf die von einem Schiff bzgl. dessen Umfelds (d.h. umgebende Schiffe, Hindernisse) gewonnenen Daten. Zudem ist die Abteilung maßgeblich in die Entwicklung alternativer terrestrischer Positionierungssysteme für den maritimen Bereich involviert und konzentriert sich verstärkt auch auf Beiträge zur Entwicklung hochautomatisierter Assistenzsysteme für den Schiffsbetrieb im maritimen Bereich sowie auf Binnenwasserstraßen als Vorstufe autonom agierender Systeme.

Weltraumwetterforschung

Am Institut für Solar-Terrestrische Physik wird das Weltraumwetter beobachtet, untersucht und modelliert. Das Weltraumwetter hat einen erheblichen Einfluss auf die Leistung und Zuverlässigkeit von weltraumgestützten und bodengestützten technologischen Systemen. Es kann erhebliche Störungen an modernen Kommunikations- und Navigationssystemen bewirken und damit zu erhöhten Sicherheitsrisiken, wirtschaftlichen Verlusten und verminderter Lebensqualität führen. Das Institut für Solar-Terrestrische Physik deckt sowohl die Grundlagenforschung als auch die angewandte Forschung zum Thema Weltraumwetter ab. Ziel ist es, durch zeitnahe, genaue und zuverlässige Beobachtungen und Vorhersagen, nationale Infrastrukturen zu schützen und betroffene Industrien zu unterstützen. Am Institut werden daher Methoden zur Messung, Bewertung und Vorhersage physikalischer und technischer Größen entwickelt, die die Auswirkungen von Weltraumwetter auf technische Systeme beschreiben können. Zusätzlich müssen Auswirkungen von schweren solaren Ereignissen untersucht werden, um den Einfluss von Extremereignissen auf unsere heutige Gesellschaft zu verstehen.

Grünes Licht für Innovationen

Innovation2gether – DLR Institute und Kooperationspartner aus der Wirtschaft gestalten gemeinsam Innovationen. Dies ist das Motto des DLR-Technologiemarketings. Als Ansprechpartner für innovationsfreudige Unternehmen jeglicher Größe übernimmt das DLR-Technologiemarketing die Brückenfunktion zwischen Forschung und Wirtschaft, zwischen Produktidee, Innovation und Markt. Das DLR-Technologiemarketing gestaltet und begleitet den Prozess von der Idee bis zur erfolgreichen Markteinführung und unterstützt gezielt die Weiterentwicklung produktorientierter Technologien. Um den Technologietransfer zu stärken, investiert das DLR gezielt in Innovationprojekte. Diese Projekte werden sowohl mit der Wirtschaft, insbesondere mit KMU, als auch mit anderen Forschungseinrichtungen durchgeführt. Durch eine Kooperation mit dem DLR profitieren Unternehmen vom Zugang zu einzigartigen Kompetenzen und Technologien und erhalten so die Chance, sich Wettbewerbsvorteile durch Zeitvorsprung und Lizenzierung von Schutzrechten zu sichern. Darüber hinaus unterstützt das DLR seine Ausgründungen, z.B. bei der Geschäftsmodellentwicklung und der Suche nach marktrelevanten Anwendungen. In ausgewählten Fällen sind eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung und ein Co-Investment möglich.

DLR_Campus Neustrelitz

Raus aus der Schule – rein ins Labor! Unter diesem Motto laden die DLR-Schülerlabore Kinder und Jugendliche zu einem Ausflug in die Welt der Forschung ein. Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheitsforschung und Digitalisierung – Themen aus allen Forschungsbereichen des DLR sind auch in den DLR_School_Labs im Rahmen der DLR-Nachwuchsförderung angesiedelt. Schülerinnen und Schüler können hier unter fachkundiger Betreuung und Anleitung spannende Experimente mitplanen, durchführen und auswerten, die einen direkten Bezug zu Forschungsarbeiten des DLR haben. In Neustrelitz geht es dabei vor allem um Satelliten und den Weltraum: Wie werden Satelliten ins All transportiert und welchen extremen Bedingungen sind sie dort ausgesetzt? Wie werden sie empfangen und wie wird mit ihnen kommuniziert? Und welchen Nutzen haben Satelliten für unseren Alltag auf der Erde? Antworten auf diese und viele andere spannende Fragen geben die altersgerechten Experimente und Projektangebote im DLR_School_Lab Neustrelitz. Zusätzlich dazu offeriert das DLR_Project_Lab in Neustrelitz langfristige Angebote für interessierte Schülerinnen und Schüler der Region in Form von Kursen, Arbeitsgemeinschaften, Werkstatt-Projekten und Praktika.

Das DLR_School_Lab bildet eine der beiden Säulen der Nachwuchsförderung im DLR. Die mit DLR_Campus überschriebene Initiative soll entlang der Bildungskette alle relevanten Zielgruppen in geeigneter Art ansprechen. Das Engagement richtet sich dabei sowohl auf den schulischen wie auf den akademischen Bereich. Alle Aktivitäten verstehen sich nicht als Einzelmaßnahmen, sondern sind Bestandteile eines integrierten Gesamtkonzepts. Neben der Angebotspalette des Schülerlabors werden dazu am Standort Neustrelitz unter dem Label DLR_Academic_Lab studentische Fachpraktika, Lehrerfortbildungen, Praktika für Lehramtsanwärter oder zusammen mit internationalen Partnern das Space Weather Camp für Studierende durchgeführt.

Institute und Einrichtungen des Standortes:

Kontakt
  • Carola Hilbert
    Leitung des Standortes
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Telefon: +49 30 67055-554
    Rutherfordstraße  2
    12489 Berlin-Adlershof
    Kontaktieren
  • Melanie-Konstanze Wiese
    Kommunikation Berlin, Neustrelitz, Dresden, Jena, Cottbus/Zittau
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 30 67055-639
    Fax: +49 30 67055-102
    Rutherfordstraße  2
    12489 Berlin-Adlershof
    Kontaktieren

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