"Oben" und "un­ten" in der Schwe­re­lo­sig­keit

"Oben" und "un­ten" in der Schwe­re­lo­sig­keit
Quelle: Novespace.

"Oben" und "unten" in der Schwerelosigkeit

Für ziel­ge­rich­te­tes Han­deln müs­sen wir wis­sen, wo sich Ge­gen­stän­de re­la­tiv zu­ein­an­der und zu un­se­rem Kör­per be­fin­den. Auf der Er­de wer­den sol­che Zu­sam­men­hän­ge mit Hil­fe der Schwer­kraf­trich­tung er­mit­telt. Wenn wir et­wa das Licht aus­schal­ten, müs­sen wir da­für ei­nen Schal­ter nach "un­ten" be­we­gen. Wenn aber ein Astro­naut ei­nen Pro­zess stop­pen möch­te, in­dem er ei­nen Kipp­schal­ter nach un­ten um­legt, ist "un­ten" in Schwe­re­lo­sig­keit nicht so in­tui­tiv er­fass­bar wie auf der Er­de. Bei der 27. DLR-Pa­ra­bel­flug­kam­pa­gne ha­ben Mi­cha­el Ka­li­zin­ski (Mit­te) und sei­ne Kol­le­gen von der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln un­ter­sucht, in­wie­weit sich die ver­än­der­te räum­li­che Ori­en­tie­rung in Schwe­re­lo­sig­keit auf die Durch­füh­rung von Be­we­gun­gen aus­wirkt.

Für zielgerichtetes Handeln müssen wir wissen, wo sich Gegenstände relativ zueinander und zu unserem Körper befinden. Auf der Erde werden solche Zusammenhänge mit Hilfe der Schwerkraftrichtung ermittelt. Wenn wir etwa das Licht ausschalten, müssen wir dafür einen Schalter nach "unten" bewegen. Wenn aber ein Astronaut einen Prozess stoppen möchte, indem er einen Kippschalter nach unten umlegt, ist "unten" in Schwerelosigkeit nicht so intuitiv erfassbar wie auf der Erde. Bei der 27. DLR-Parabelflugkampagne haben Michael Kalizinski (Mitte) und seine Kollegen von der Deutschen Sporthochschule Köln untersucht, inwieweit sich die veränderte räumliche Orientierung in Schwerelosigkeit auf die Durchführung von Bewegungen auswirkt.

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