Das "Grand Fi­na­le" der Missi­on Cas­si­ni

Das "Grand Fi­na­le" der Missi­on Cas­si­ni
Credit: NASA/JPL.

Das "Grand Finale" der Mission Cassini

Das Missi­ons­en­de am 15. Sep­tem­ber 2017 war we­gen des Treib­stoff­man­gels der Son­de un­aus­weich­lich. Um zu ver­hin­dern, dass ei­ne nicht mehr steu­er­ba­re Son­de un­kon­trol­liert im Sa­turn­sys­tem ih­re Run­den dreht und mög­li­cher­wei­se auf ei­nem der für die Su­che nach Le­ben in Fra­ge kom­men­den Eis­mon­de, Ence­la­dus oder Ti­tan, nie­der­geht und die­se mit Mi­kro­ben, die von der Er­de stam­men könn­ten, kon­ta­mi­niert, wird Cas­si­ni in die Wol­ken des Sa­turn ge­steu­ert. Da­zu wur­de im April 2017 Cas­si­nis Um­lauf­bahn zwi­schen die in­ners­ten Rin­ge und der Sa­turn-Wol­keno­ber­flä­che ge­legt. Nach 22 wei­te­ren Or­bits wird die Son­de, auch wenn sie nicht mehr zu kon­trol­lie­ren wä­re, am 15. Sep­tem­ber auf ei­ner bal­lis­ti­schen Flug­kur­ve in die Wol­ken ein­tau­chen und nach we­ni­gen Mi­nu­ten ver­glü­hen.

Das Missionsende am 15. September 2017 war wegen des Treibstoffmangels der Sonde unausweichlich. Um zu verhindern, dass eine nicht mehr steuerbare Sonde unkontrolliert im Saturnsystem ihre Runden dreht und möglicherweise auf einem der für die Suche nach Leben in Frage kommenden Eismonde, Enceladus oder Titan, niedergeht und diese mit Mikroben, die von der Erde stammen könnten, kontaminiert, wird Cassini in die Wolken des Saturn gesteuert. Dazu wurde im April 2017 Cassinis Umlaufbahn zwischen die innersten Ringe und der Saturn-Wolkenoberfläche gelegt. Nach 22 weiteren Orbits wird die Sonde, auch wenn sie nicht mehr zu kontrollieren wäre, am 15. September auf einer ballistischen Flugkurve in die Wolken eintauchen und nach wenigen Minuten verglühen.

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