Satellitenzwillinge TerraSAR-X und TanDEM-X
Sa­tel­li­ten­zwil­lin­ge Ter­ra­SAR-X und Tan­DEM-X
Bild 1/3, Credit: DLR

Satellitenzwillinge TerraSAR-X und TanDEM-X

Die Sa­tel­li­ten­zwil­lin­ge Ter­ra­SAR-X und Tan­DEM-X flie­gen im en­gen For­ma­ti­ons­flug mit nur ei­ni­gen hun­dert Me­tern Ab­stand und er­fas­sen so Da­ten für di­gi­ta­le Hö­hen­mo­del­le.
TanDEM-X Höhenmodell: Brüchiges Schelfeis des Thwaites Gletscher
Tan­DEM-X Hö­hen­mo­dell: Brü­chi­ges Schel­f­eis des Thwai­tes Glet­scher
Bild 2/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

TanDEM-X Höhenmodell: Brüchiges Schelfeis des Thwaites Gletscher

Tan­DEM-X Hö­he­mo­dell vom 15. Ju­li 2014 über dem Schel­f­eis des Thwai­tes Glet­schers in der Westant­ark­tis: deut­lich er­kenn­bar sind die ab­ge­lös­ten und im Mee­reis fest­ge­fro­re­nen Ta­feleis­ber­ge.
Permafrostregion Herschel Island
Per­mafrost­re­gi­on Her­schel Is­land
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Permafrostregion Herschel Island

Her­schel Is­land liegt an der Nord­west­spit­ze Ka­na­das und ist von durch­gän­gi­gem Per­mafrost ge­prägt. Die Per­mA­SAR-Ra­dar­auf­nah­me vom Au­gust 2018 of­fen­bart im L-Band Fre­quenz­be­reich Ve­ge­ta­ti­on (dun­kel­grü­ne Fär­bung) in der an­sons­ten baum­lo­sen Tun­dra. Der Auf­tau­pro­zess zeigt sich auch ent­lang der Küs­ten: Im rech­ten Bild­teil schwim­men ab­ge­bro­che­ne Eis­schol­len auf dem Meer (vio­lett). An der Küs­te im lin­ken Bild­teil sind Mu­ren­ab­gän­ge zu er­ken­nen, an de­nen der auf­ge­tau­te Bo­den ab­bricht und weg­ge­spült wird. Das Bild wur­de mit dem DLR-ei­ge­nen Flug­zeug-Ra­dar­sys­tem F-SAR auf­ge­nom­men.

Globale Veränderungen

Der „globale Wandel“ ist kein erst kürzlich geprägter Begriff – bereits seit den 1980er Jahren wird er verwendet, um die vom Menschen angetriebenen oder auch ausgelösten Veränderungen des Systems Erde zu erfassen. Im Gegensatz zum Klimawandel, der lediglich die Veränderungen des Klimas thematisiert, berücksichtigt der globale Wandel einen größer gefassten Komplex an Veränderungsprozessen.

Beispiele sind die globale Erwärmung, Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre, die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen und der Verlust natürlicher Ökosysteme (z.B. tropischen Regenwalds), der Verlust von Biodiversität, die Versauerung der Ozeane, das Abschmelzen der Gletscher und teilweise der Polkappen, Plastikmüll in den Ozeanen, die Urbanisierung (seit 2010 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land), Veränderungen in der Luftqualität und die Zunahme von Vulnerabilität gegenüber Naturkatastrophen. Manche dieser Veränderungsprozesse sind natürlich, viele sind durch den Menschen verursacht. Teilweise beeinflussen sie sich gegenseitig. Die demographische Veränderung ist ein wesentlicher Treiber für viele Prozesse – derzeit leben rund 7,5 Mrd. Menschen auf der Erde, die UNO prognostiziert bis zum Jahr 2100 mehr als elf Milliarden.

Fernerkundung

Ein Monitoring des globalen Wandels ist unabdingbar und alternativlos, um Veränderungsprozesse zu verstehen, ihre Folgen abzuschätzen und dort, wo es möglich ist, gesellschaftspolitische Handlungsempfehlungen abgeben zu können. Als beste Methode für ein globales Monitoring bietet sich die Fernerkundung an. Die Erdbeobachtung (EO/Earth Oberservation) ist die einzige Technologie, die dieses Monitoring unabhängig von politischen Zwängen global, flächendeckend und in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung und Genauigkeit leisten kann.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist in der Erdbeobachtung – satelliten- sowie flugzeuggestützt – in großem Ausmaß aktiv: Mit den Instituten für Methodik der Fernerkundung, für Hochfrequenz- und Radartechnologie, für Physik der Atmosphäre, für Optische Sensorsysteme und dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum werden nicht nur viele Forschungsthemen des Globalen Wandels abgedeckt, sondern vielmehr in der Wissenschaft führend vertreten. Seit vielen Jahren erforscht das DLR den globalen Wandel mit den  unterschiedlichsten Missionen. Es entwickelt Archivierungs- und Prozessierungstechnologien, Algorithmen zur Ableitung relevanter Parameter aus EO-Daten und analysiert die Ergebnisse.

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  • Manuela Braun
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    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
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