Innovative Technologien für die Energiewende

Third Li­fe für Koh­le­kraft­wer­ke

Thermobatterie TESIS
Thermo­bat­te­rie TE­SIS
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Thermobatterie TESIS

Mit TE­SIS stellt das DLR ei­ne Test­an­la­ge be­reit, mit der Spei­cher­tech­no­lo­gi­en an­wen­dungs­be­zo­gen und in in­dus­tri­el­lem Maß­stab wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kön­nen.
Tests im Industriemaßstab
Tests im In­dus­trie­maß­stab
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Tests im Industriemaßstab

100 Ton­nen flüs­si­ges Salz zir­ku­lie­ren in der Test­an­la­ge TE­SIS des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in Köln. Sie wer­den ab­wech­selnd von 250 auf 560 Grad Cel­si­us auf­ge­heizt und wie­der ab­ge­kühlt.

Das Energiesystem der Zukunft kann nur CO2-arm und perspektivisch CO2-neutral werden, wenn die Energieversorgung immer gesichert ist. Anders als konventionelle Kraftwerke, die ihre Energie durch die stete Verbrennung fossiler Ressourcen stabil erzeugen, fluktuiert die Energie aus Sonne und Wind sehr stark. Bei einem ausschließlich auf regenerativen Energiequellen basierenden System würden – je nach Wettersituation, Tages- und Jahreszeit – sowohl Lücken bei der Energieversorgung entstehen als auch ein Überangebot, das ungenutzt bliebe. Um diesen Schwankungen entgegenzuwirken und die Versorgung sicherzustellen, muss die variabel erzeugte Energie gespeichert werden, sodass die Spitzen der Stromerzeugung bei starker Sonneneinstrahlung und starkem Wind effektiv genutzt werden können. Darum spielt neben den technischen Weiterentwicklungen für nachhaltig erzeugten Strom die Forschung an neuen und effizienten Speichertechnologien eine Schlüsselrolle.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht zu diesem Zweck an leistungsstarken und zugleich hocheffizienten Wärmespeichern. Ein mögliches Speichermedium ist Flüssigsalz. Wissenschaftler arbeiten unter dem Motto "Third Life für Kraftwerke" an Möglichkeiten, bestehende konventionelle Kohlekraftwerke zu Wärmespeicherkraftwerken umzurüsten, auch Hochtemperatursalzspeicher genannt. Als einer der Pioniere forscht das DLR an konzentrierenden solarthermischen Kraftwerken, die den Vorteil haben, auch nachts oder bei Wolkendurchzug Strom zu erzeugen und damit eine wertvolle Ergänzung zu Photovoltaikanlagen darstellen können. Das Receiver-Konzept CentRec arbeitet mit Keramikpartikeln als weiterem Wärmespeichermedium. Diese sind kostengünstig, erlauben sehr hohe Temperaturen und lassen sich relativ leicht handhaben.

Kontakt
  • Philipp Burtscheidt
    On­line-Re­dak­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 2203 601-2323
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren
  • Simon Neuenhöfer
    Pro­gramm­be­auf­trag­ter Ener­gie und Ver­kehr
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-3610
    Fax: +49 2203 601-4712
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren
11 Artikel

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Hauptmenü