Großforschungsanlagen

Die Wind­ma­schi­nen

Der Niedergeschwindigkeits-Windkanal in Braunschweig
Der Nie­der­ge­schwin­dig­keits-Wind­ka­nal in Braun­schweig
Credit: DNW.

Der Niedergeschwindigkeits-Windkanal in Braunschweig

Das Deut­sche Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR) hat am 2. De­zem­ber 2010 ge­mein­sam mit der Stif­tung Deutsch-Nie­der­län­di­sche Wind­kanä­le (DNW) den leis­tungs­fä­higs­ten ae­roakus­ti­schen Wind­ka­nal der Welt er­öff­net. In Wind­kanä­len un­ter­su­chen Wis­sen­schaft­ler die ae­roakus­ti­schen Ei­gen­schaf­ten von Ob­jek­ten wie Trieb­wer­ken oder Trag­flä­chen. Der Braun­schwei­ger Wind­ka­nal zählt heu­te nicht nur zu den lei­ses­ten, son­dern kann durch sei­ne ho­he Fle­xi­bi­li­tät so­wohl für Flug­zeu­ge als auch für Au­tos ein­ge­setzt wer­den. Hier­durch bie­ten sich neue Mög­lich­kei­ten, Lärm­quel­len und de­ren Emis­sio­nen bes­ser als bis­her zu er­fas­sen und kon­struk­tiv zu re­du­zie­ren.

Alles, was gut fliegen soll, muss eine bestimmte aerodynamische Form haben. Das wussten bereits die Gebrüder Wright vor dem Erstflug ihres Motorflugzeugs im Jahr 1903. Anfangs haben die amerikanischen Luftfahrtpioniere deshalb Modelle ihres Fluggeräts getestet, indem sie es auf einem Fahrrad hochhielten und kräftig in die Pedale traten - eine eher holperige Angelegenheit und nicht reproduzierbar. Schon 1872 waren Forscher in England auf eine andere Idee gekommen: Anstatt das Modell in der Luft zu bewegen, bewegten sie mittels Gebläse die Luft am fixierten Modell vorbei, eine Umkehr der Wirklichkeit: Der Windkanal war geboren.

Heute werden in Windkanälen auch Raumgleiter, Autos, Züge und selbst Hochhäuser auf Luftwiderstand und das Wirken von Kräften untersucht. Beim größten Teil der europäischen Luft- und Raumfahrt-Projekte führt kein Weg am DLR und der DLR-Tochter Deutsch-Niederländische Windkanäle (DNW) vorbei. Sie betreiben insgesamt mehr als 20 Windkanäle verschiedenster Größe und Bauart.

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