Cas­si­ni-Huy­gens

Frühlingsanfang auf Saturn

Früh­lings­an­fang auf Sa­turn

Dienstag, 22. Februar 2011 Tag-und-Nacht-Glei­che auf dem Sa­turn: Früh­lings­an­fang auf der Nord­halb­ku­gel. Wie bei der Er­de steht auch die Ro­ta­ti­ons­ach­se des Sa­turn, des zweit­größ­ten Pla­ne­ten des Son­nen­sys­tems, schräg auf ih­rer Bahn um die Son­ne. Das be­deu­tet, dass es wäh­rend der 29 Jah­re und 164,5 Ta­ge, die der Sa­turn für ei­ne Um­run­dung der Son­ne be­nö­tigt, auch auf die­sem Him­mels­kör­per zu Jah­res­zei­ten kommt: Ein hal­bes "Sa­turn­jahr", al­so knapp 15 Jah­re, emp­fängt die Süd­halb­ku­gel mehr Son­nen­licht, und 15 Jah­re die Nord­halb­ku­gel. Die Men­ge an Son­nen­ener­gie, die der Pla­net in et­was mehr als 1,4 Mil­li­ar­den Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung von der Son­ne emp­fängt, ist al­ler­dings nur ein Neun­zigs­tel so groß wie auf der Er­de. Im Au­gust 2009 durch­lief der Sa­turn den Früh­lings­punkt, das heißt, für ei­nen vir­tu­el­len Be­ob­ach­ter auf den Wol­ken des Sa­turn über­quert die Son­ne schein­bar den Him­mel­s­äqua­tor. Der Süd­som­mer ist zu En­de ge­gan­gen, und nach die­ser Tag­und­nacht­glei­che am 11. Au­gust 2009, dem so­ge­nann­ten Äquin­ox, be­gann auf der Nord­halb­ku­gel der Früh­ling. Zum Zeit­punkt der Äqui­nok­ti­en scheint die Son­ne ex­akt senk­recht auf die Kan­te der Sa­turn­rin­ge, die den Pla­ne­ten in sei­ner Äqua­tore­be­ne um­ge­ben. Die­ses doch eher ra­re astro­no­mi­sche Er­eig­nis ist nicht nur für ir­di­sche Be­ob­ach­ter mit ih­ren Te­le­sko­pen ein klei­nes Fest, denn dann sieht man die Kan­te der Ring­schei­be als schma­le Li­nie. Auch für den Sa­tur­nor­bi­ter Cas­si­ni er­ge­ben sich durch das nur ganz flach über die Ring­schei­be strei­fen­de Licht au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­ob­ach­tungs­mög­lich­kei­ten, die be­son­de­re wis­sen­schaft­li­che Er­geb­nis­se zur Struk­tur und Dy­na­mik der Rin­ge er­mög­li­chen. Aus ei­ner Sa­tur­nent­fer­nung von cir­ca 847.000 Ki­lo­me­tern und ei­ner Per­spek­ti­ve von 20 Grad über der Rin­ge­be­ne nahm Cas­si­nis Weit­win­kel­ka­me­ra an­dert­halb Ta­ge nach dem Äquin­ox 2009 ei­ne Fol­ge von 75 Bil­dern auf, aus de­nen das ge­zeig­te Bild­mo­sa­ik von Sa­turn, sei­nen Rin­gen und ei­ni­gen sei­ner Mon­de ent­stand. Der Bild­maß­stab be­trägt 50 Ki­lo­me­ter pro Pi­xel. Durch die un­ge­wöhn­li­che Be­leuch­tungs­geo­me­trie sind die Rin­ge da­bei stark ver­dun­kelt. Im Kon­trast da­zu wir­ken Struk­tu­ren au­ßer­halb der Rin­ge­be­ne un­ge­wöhn­lich hell und wer­fen lan­ge Schat­ten über die Rin­ge. Zu­dem zei­gen sich zur Tag­und­nacht­glei­che die Schat­ten der aus­ge­dehn­ten Sa­turn­rin­ge als ein ein­zi­ges, zu­sam­men­ge­stauch­tes schma­les Band, das auf dem Pla­ne­ten liegt.


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Bild 1/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Dione in Farbe

Dio­ne in Far­be

Dienstag, 19. Juli 2011 Farb­auf­nah­me des Sa­turn­mon­des Dio­ne vom 11. Ok­to­ber 2005. Auf dem Bild er­kennt man hin­ter Dio­ne in gol­de­nen und blau­en Far­ben den Sa­turn. Die ho­ri­zon­tal ver­lau­fen­den Strei­fen in der un­te­ren Bild­hälf­te sind die Sa­turn­rin­ge. Zum Zeit­punkt der Auf­nah­me des Bil­des be­fand sich Cas­si­ni bei­na­he auf ei­ner Hö­he mit den Sa­turn­rin­gen. Für die­se Auf­nah­me wur­den blaue, grü­ne und in­fra­ro­te Spek­tral­fil­ter be­nutzt. Auf­ge­nom­men wur­de es mit der Weit­win­kel­ka­me­ra an Bord der Cas­si­ni-Raum­son­de aus ei­ner Ent­fer­nung von et­wa 39.000 Ki­lo­me­tern von Dio­ne. Die Auf­lö­sung des Bil­des be­trägt et­wa zwei Ki­lo­me­ter pro Bild­punkt.


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Bild 2/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Titan und Epimetheus

Ti­tan und Epi­me­theus

Dienstag, 19. Juli 2011 Wis­sen­schaft­ler ver­mu­te­ten seit län­ge­rem, dass es auf dem Ti­tan, des­sen dich­te At­mo­sphä­re kei­nen di­rek­ten Blick auf sei­ne Ober­flä­che er­mög­licht, flüs­si­ges Me­than, Ethan oder an­de­re leich­te Koh­len­was­ser­stoff-Ver­bin­dun­gen gibt. Al­ler­dings ist die Ti­tanat­mo­sphä­re so dicht, dass mit ge­wöhn­li­chen Ka­me­ras nur ein ver­schwom­me­ner Blick auf die ei­si­ge Ober­flä­che des Mon­des mög­lich ist. Nur durch so ge­nann­te "at­mo­sphä­ri­sche Fens­ter", in ganz be­stimm­ten, eng be­grenz­ten Wel­len­län­gen des na­hen In­fra­rot, ist es mög­lich, De­tails der Tit­an­land­schaft zu er­ken­nen. Im Vor­der­grund des Bil­des sind die Sa­turn­rin­ge so­wie der Sa­turn­mond Epi­me­theus zu er­ken­nen.


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Bild 3/20, Credit: NASA/JPL /University of Arizona/Space Science Institute.
Die Ringe - Saturns Markenzeichen

Die Rin­ge - Sa­turns Mar­ken­zei­chen

Dienstag, 19. Juli 2011 Die Rin­ge - das Mar­ken­zei­chen des Sa­turn. Die wun­der­schö­nen und ge­heim­nis­vol­len Rin­ge des Sa­turn ge­hö­ren zu den mar­kan­tes­ten Er­schei­nun­gen un­se­res Son­nen­sys­tems. Sie ha­ben ei­nen Durch­mes­ser von fast 500.000 Ki­lo­me­tern und sind gleich­zei­tig ex­trem dünn. Mil­li­ar­den wir­beln­der Eis- und Ge­stein­spar­ti­kel um­krei­sen den Pla­ne­ten mit großer Ge­schwin­dig­keit und bil­den ein fi­li­gra­nes Mus­ter aus. Das Bild zeigt die von ei­nem hel­len Band ge­trenn­ten C-Rin­ge (im In­nern) und zum lin­ken Bild­rand hin die B-Rin­ge. Noch wis­sen die Wis­sen­schaft­ler we­der das Al­ter der Rin­ge noch die Ur­sa­che ih­rer Ent­ste­hung, aber die Cas­si­ni-Missi­on lie­fer­te zu­min­dest Tei­le des Puz­zles. Die Raum­son­de über­mit­tel­te be­reits bei ih­rer An­kunft im Ju­li 2004 wert­vol­les Da­ten­ma­te­ri­al. Wäh­rend des Durch­flugs durch die Rin­ge­be­ne wur­den hoch­auf­lö­sen­de Bil­der auf­ge­nom­men, ein Quer­schnitt­pro­fil mit Ul­tra­vio­lett- und In­fra­rot­mes­sun­gen er­stellt und In­fra­rot-Wär­me­auf­nah­men ge­macht. Cas­si­ni ent­deck­te bis­lang un­be­kann­te klei­ne­re Bin­nen­rin­ge und wei­te­re Mon­de in Ringnä­he. Bei dem Ma­te­ri­al der Rin­ge han­delt es sich über­wie­gend um Was­se­reis, Fels­ge­stein und Staub, des­sen mi­ne­ra­li­scher Haupt­be­stand­teil Si­li­ka­te sind. Al­ler­dings konn­ten mit dem Spek­tro­me­ter VIMS (Vi­si­ble and In­fra­red Map­ping Spec­tro­me­ter) auch Spu­ren von Ei­sen nach­ge­wie­sen wer­den. Dies ent­spricht dem Ma­te­ri­al, wel­ches die dunk­len Ge­bie­te der Sa­turn­mon­de Pho­ebe und Ia­pe­tus auf­wei­sen; VIMS fand auch Hin­wei­se auf or­ga­ni­sche Koh­len-Stick­stoff-Ver­bin­dun­gen in den Rin­gen.


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Bild 4/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Wolkenhülle des Saturn

Wol­ken­hül­le des Sa­turn

Dienstag, 19. Juli 2011 Die Wol­ken­hül­le des Sa­turn mit dem Schat­ten­wurf der Rin­ge. Im Bild ist ein Teil der Nord­halb­ku­gel des Sa­turn in ei­ner Falsch­far­ben­dar­stel­lung zu se­hen. Da­mit las­sen sich die ein­zel­nen Wol­ken­bän­der und -wir­bel der At­mo­sphä­re in ho­hen nörd­li­chen Brei­ten des Gas­p­la­ne­ten bes­ser dar­stel­len. Deut­lich wird auch, dass sich die nörd­li­chen Brei­ten hin­sicht­lich ih­rer Dy­na­mik, aber auch der che­mi­schen Zu­sam­men­set­zung der obers­ten Sa­turnat­mo­sphä­re, stark von den eher mo­no­to­nen äqua­to­ria­len Zo­nen un­ter­schei­den. Die­se Zo­ne ist im un­te­ren rech­ten Bild­qua­dran­ten in hel­len, bläu­li­chen Tö­nen zu se­hen. Im lin­ken un­te­ren Bild­qua­dran­ten sind als ganz dün­ne Li­ni­en die in­ners­ten Rin­ge des Sa­turn zu se­hen. Da die Son­ne von schräg un­ter­halb der Rin­ge­be­ne scheint, sind die Schat­ten der Rin­ge als klar um­ris­se­ne Li­ni­en auf die Wol­ken­hül­le des Sa­turn pro­ji­ziert. Das Bild, das mit dem Ima­ging-Science Sub­sys­tem (ISS) von Cas­si­ni auf­ge­nom­men wur­de, ent­stand aus ei­nem Win­kel von 52 Grad ober­halb der Rin­ge­be­ne aus ei­ner Ent­fer­nung von 1,5 Mil­lio­nen Ki­lo­me­tern.


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Bild 5/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Iapetus

Ia­pe­tus

Dienstag, 19. Juli 2011 Die hel­le und die dunk­le Sei­te von Ia­pe­tus. Ia­pe­tus ist ei­ner der rät­sel­haf­tes­ten Mon­de des Sa­turn: Der Eis­mond von 1468 Ki­lo­me­tern Durch­mes­ser zeigt dem Be­trach­ter zwei völ­lig un­ter­schied­lich aus­ge­präg­te He­mi­sphä­ren. Die ent­ge­gen der Be­we­gungs­rich­tung um den Sa­turn lie­gen­de Halb­ku­gel, die "Heck­sei­te" und die Po­le von Ia­pe­tus be­ste­hen aus blan­kem Eis und re­flek­tie­ren das Son­nen­licht zu fast hun­dert Pro­zent; auf der Ober­flä­che der in Be­we­gungs­rich­tung wei­sen­den He­mi­sphä­re, der "Bug­sei­te", be­de­cken je­doch Koh­len­stoff­ver­bin­dun­gen das Eis, Cya­ni­de und an­de­re Koh­len­stoff­ver­bin­dun­gen ma­chen die Ober­flä­che pech­schwarz. Das Falsch­far­ben­bild zeigt das ers­te Mo­sa­ik hoch auf­lö­sen­der Bild­da­ten der hel­len Sei­te von Ia­pe­tus; es be­steht aus 60 Ein­zel­bil­dern, die im Sep­tem­ber 2007 aus 73.000 Ki­lo­me­ter Ent­fer­nung auf­ge­nom­men wur­den. Die­ser Vor­beiflug wur­de von Mit­ar­bei­tern der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin und dem DLR in al­len De­tails ge­plant. Be­son­ders in­ter­essant ist die Über­gangs­zo­ne zwi­schen den bei­den Ex­tre­men. Ent­schei­den­de Er­klä­rungs­hin­wei­se auf die Ur­sa­che von Ia­pe­tus' Ei­gen­art lie­fer­ten nicht nur die Bild­da­ten von Cas­si­ni, son­dern auch Be­ob­ach­tun­gen mit dem Welt­raum­te­le­skop der NA­SA: Sa­turn ist jen­seits der Ia­pe­tus­bahn von ei­nem um 27 Grad ge­gen die Äqua­tor- und Hauptrin­ge­be­ne ge­neig­ten, rie­si­gen To­rus (lat. to­rus, "Wulst") aus win­zi­gen, dunk­len Staub­teil­chen um­ge­ben. Die Par­ti­kel stam­men von Ein­schlä­gen auf die wei­ter au­ßen ge­le­ge­nen, klei­nen Mon­de des Sa­turns, wie bei­spiels­wei­se Pho­ebe, der sich in der Mit­te die­ses To­rus be­fin­det. Die Dich­te der Teil­chen ist zwar ex­trem nied­rig, den­noch rei­chen die we­ni­gen, rück­läu­fig zur Be­we­gungs­rich­tung des Mon­des ins In­ne­re des Sa­turn­sys­tems wan­dern­den Par­ti­kel aus, um von der Bug­sei­te des Ia­pe­tus über lan­ge Zeiträu­me zu ei­ner Art Be­lag auf­ge­sam­melt und zu ei­ner dün­nen, schwar­zen Schicht ver­dich­tet zu wer­den.


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Bild 6/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute
Titan

Ti­tan

Dienstag, 19. Juli 2011 Ti­tan - Sa­turn­mond mit Koh­len­was­ser­stoff­ge­wäs­sern. Mit 5150 Ki­lo­me­tern Durch­mes­ser ist Ti­tan der zweit­größ­te Mond des Son­nen­sys­tems und zu­gleich ei­ner der wohl mys­te­ri­öses­ten. Vie­le Pla­ne­ten sind von ei­ner At­mo­sphä­re um­ge­ben. Ti­tan da­ge­gen ist im Son­nen­sys­tem der ein­zi­ge Mond mit ei­ner nen­nens­wer­ten Gas­hül­le. Die­se ist bräun­lich-oran­ge und so dicht, dass man im sicht­ba­ren Licht nicht auf ih­re Ober­flä­che bli­cken kann. Nur durch so ge­nann­te "at­mo­sphä­ri­sche Fens­ter" in eng be­grenz­ten Wel­len­län­gen­bän­dern des na­hen und mitt­le­ren In­fra­rots ist ei­ne Ana­ly­se der Ober­flä­che mög­lich. Da­zu wird auf der Cas­si­ni-Son­de, die sich seit Ju­li 2004 im Sa­turn­sys­tem be­fin­det, das In­fra­rot­spek­tro­me­ter VIMS (Vi­si­ble and In­fra­red Map­ping Spec­tro­me­ter) ein­ge­setzt. We­gen der großen Ent­fer­nung des Ti­tan von der Son­ne herr­schen auf sei­ner Ober­flä­che Tem­pe­ra­tu­ren von et­wa mi­nus 180 Grad Cel­si­us. Das Bild zeigt ei­ne Über­la­ge­rung von VIMS-Auf­nah­men des Ti­tans in drei ver­schie­de­nen in­fra­ro­ten Wel­len­län­gen: 1,3 Mi­kro­me­ter (tau­sends­tel Mil­li­me­ter; blau), 2 Mi­kro­me­ter (grün) und 5 Mi­kro­me­ter (rot). Das kreis­för­mi­ge Ge­bil­de in der Mit­te ist ver­mut­lich ein äl­te­res Ein­schlag­be­cken. Die äqua­to­ria­len Brei­ten Ti­tans sind ver­mut­lich trocke­ne Ge­bie­te oh­ne aus­ge­dehn­te "Ge­wäs­ser". Die zahl­rei­chen Ge­wäs­ser in der nörd­li­chen He­mi­sphä­re, zu de­nen auch Kra­ken Ma­re ge­hört, sind wahr­schein­lich Teil ei­nes ak­ti­ven Flüs­sig­keits­kreis­lau­fes. Die­se Seen neh­men flüs­si­ge Koh­len­was­ser­stof­fe auf, die ih­nen ein Ab­fluss­sys­tem aus Tä­lern zu­führt, wel­ches aus Me­than- und Ethan-Nie­der­schlä­gen ge­speist wird. Vie­le Wis­sen­schaft­ler ver­mu­ten, dass die stick­stoff­hal­ti­ge At­mo­sphä­re des Ti­tans star­ke Ähn­lich­kei­ten mit der Urat­mo­sphä­re der Er­de auf­weist.


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Bild 7/20, Credit: NASA/JPL/University of Arizona.
Titan aus zehn Kilometer Höhe

Ti­tan aus zehn Ki­lo­me­ter Hö­he

Dienstag, 19. Juli 2011 Die­ses Bild wur­de aus 30 Bil­dern zu­sam­men­ge­stellt, die die eu­ro­päi­sche Huy­gens-Son­de wäh­rend ih­res Sink­flugs durch die Ti­tan-At­mo­sphä­re auf­ge­nom­men hat. Sie wur­den aus Flug­hö­hen zwi­schen 13 und acht Ki­lo­me­ter ge­macht, als sich die Son­de ih­rem Lan­de­ge­biet nä­her­te. Die Bil­der ha­ben ei­ne Auf­lö­sung von et­wa 20 Me­ter pro Bild­punkt und bil­den ein Ge­biet von et­wa 30 Ki­lo­me­ter Grö­ße ab. Wäh­rend die­ser Pha­se des Ab­stiegs durch Ti­tans At­mo­sphä­re sank die Huy­gens-Son­de bei­nah ver­ti­kal nach un­ten mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von un­ge­fähr fünf Me­ter pro Se­kun­de. Ho­ri­zon­tal drif­te­te Huy­gens mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von et­wa ei­nem Me­ter pro Se­kun­de.


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Bild 8/20, Credit: ESA/NASA/JPL/University of Arizona.
Saturn und Rhea

Sa­turn und Rhea

Dienstag, 19. Juli 2011 Sa­turn (im Bild­vor­der­grund) und Rhea, auf­ge­nom­men am 3. Fe­bru­ar 2006 von der Te­le­ka­me­ra an Bord des Cas­si­ni-Raum­schiffs aus et­wa 4,1 Mil­lio­nen Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung zum Sa­turn und 4,6 Mil­lio­nen Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung zum Sa­turn­mond Rhea.


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Bild 9/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Eisvulkane auf Enceladus

Eis­vul­ka­ne auf Ence­la­dus

Freitag, 5. August 2011 Bei nur 500 Ki­lo­me­ter Durch­mes­ser bringt der Sa­turn­mond Ence­la­dus ei­gent­lich zu we­nig Mas­se auf die Waa­ge, als dass in sei­nem In­ne­ren aus­rei­chend Wär­me ent­ste­hen wür­de, die das Eis im Man­tel des klei­nen Tra­ban­ten schmel­zen könn­te. Cas­si­ni ent­deck­te je­doch auf die­sem klei­nen, ei­si­gen Sa­turn­mond Spal­ten, aus de­nen in hun­dert Ki­lo­me­ter ho­hen Fon­tä­nen Was­ser in das Va­ku­um des Welt­alls ge­sprüht wird. Die Par­ti­kel ge­frie­ren so­fort, fal­len auf die Ei­so­ber­flä­che zu­rück, ver­sor­gen teil­wei­se aber auch den äu­ßers­ten der Sa­turn­rin­ge mit Nach­schub. Ence­la­dus scheint durch Ge­zei­ten­kräf­te, die vom 120.000 Ki­lo­me­ter großen Pla­ne­ten Sa­turn aus­ge­hen und an sei­nem Mond­kör­per zer­ren, ge­nü­gend Ener­gie zu er­hal­ten, da­mit un­ter sei­nem Ei­span­zer Was­ser­re­ser­voirs aus ge­schmol­ze­nem Eis ent­ste­hen. Un­ter ho­hem Druck wird die­ses Was­ser ent­lang von auf­fal­len­den Spal­ten­sys­te­men am Süd­pol ins Welt­all aus­ge­sto­ßen – ei­ne Form von Vul­ka­nis­mus, die im Ge­gen­satz zum ir­di­schen, mag­ma­ti­schen Vul­ka­nis­mus als Eis- oder Kryo­vul­ka­nis­mus be­zeich­net wird.


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Bild 10/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Saturnringe

Sa­turn­rin­ge

Freitag, 5. August 2011 Auf­nah­me der Sa­turn­rin­ge. Erst­ma­lig ist hier auch der B-Ring zu se­hen. Die­ser hat­te sich bis­her den Bli­cken der Raum­son­den ent­zo­gen. Der Auf­bau des B-Rings scheint sich stark von sei­nen zwei Nach­barn, dem A- und C-Ring, zu un­ter­schei­den. Die­se Auf­nah­me der Sa­turn­rin­ge ent­stand am 3. Mai 2005, als sich die Cas­si­ni-Raum­son­de von der Er­de aus ge­se­hen hin­ter den Sa­turn-Rin­gen be­fand. Cas­si­ni schick­te Ra­dio­si­gna­le durch das Ring­sys­tem zur Er­de. Die Wis­sen­schaft­ler konn­ten dann mes­sen, wie stark das Si­gnal be­ein­träch­tigt wur­de, als es die Rin­ge durch­quer­te. Je dich­ter ein Ring ist, de­sto schwa­cher ist das emp­fan­ge­ne Si­gnal. Die­ses Ex­pe­ri­ment er­mög­licht es den Wis­sen­schaft­lern, die Ver­tei­lung des Ring­ma­te­ri­als und die Grö­ße der Teil­chen in den Rin­gen zu be­stim­men. Die vio­let­ten Be­rei­che der Auf­nah­me zei­gen Re­gio­nen, in de­nen es kei­ne Teil­chen gibt, die klei­ner als fünf Zen­ti­me­ter sind. Die grü­nen und blau­en Be­rei­che zei­gen Re­gio­nen, in de­nen es Teil­chen gibt, die klei­ner als fünf und ein Zen­ti­me­ter sind. Der brei­te, wei­ße Be­reich na­he der Mit­te ist die dich­tes­te Re­gi­on des B-Rings. Die Ent­ste­hung des Sa­turn-Ring­sys­tems ist im­mer noch ein Rät­sel. Es be­steht aus tau­sen­den Ein­zel­rin­gen. Von ei­ner Sei­te zur an­de­ren ge­mes­sen, ist das Ring­sys­tem brei­ter als der Ab­stand zwi­schen Er­de und Mond. Die sie­ben Hauptrin­ge des Sa­turn wur­den in der Rei­hen­fol­ge ih­rer Ent­de­ckung be­nannt und nicht nach ih­rer Ent­fer­nung zum Pla­ne­ten. Vom Sa­turn aus­ge­hend wer­den sie als D, C, B, A, F, G und E-Ring be­zeich­net.


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Bild 11/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute
Dione

Dio­ne

Dienstag, 5. September 2017 Dio­ne, glo­ba­le An­sicht mit er­kenn­ba­ren Struk­tu­ren aus 211.000 Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung.


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Bild 12/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Titans obere Atmosphäre

Ti­tans obe­re At­mo­sphä­re

Dienstag, 22. Februar 2011 Ti­tans obe­re At­mo­sphä­re in Ul­tra­vio­lett. Gut er­kenn­bar sind meh­re­re Dunst­schich­ten.


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Bild 13/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Jupiter-Südpol

Ju­pi­ter-Süd­pol

Freitag, 5. August 2011 Die­se far­bi­ge zy­lin­dri­sche Kar­te des Ju­pi­ter-Süd­pols wur­de aus Bil­dern er­stellt, die die Te­le­ka­me­ra an Bord des Cas­si­ni-Raum­schiffs am 11. und 12. De­zem­ber 2000 wäh­rend ei­nes na­hen Vor­beiflugs an dem rie­si­gen Pla­ne­ten auf­ge­nom­men hat. Zu die­ser Zeit be­fand sich Cas­si­ni noch auf dem Weg ins Sa­turn-Sys­tem. Die­se Kar­te ist die de­tail­lier­tes­te, glo­ba­le und far­bi­ge Kar­te des Pla­ne­ten Ju­pi­ter, die bis­her pro­du­ziert wur­de. Die kleins­ten noch er­kenn­ba­ren De­tails ha­ben ei­nen Durch­mes­ser von et­wa 120 Ki­lo­me­tern. Die Kar­te wur­den aus 36 Bil­dern zu­sam­men­ge­stellt. Ob­wohl die Roh­bil­der nur in zwei Far­ben auf­ge­nom­men wur­den, 750 Na­no­me­ter (na­hes In­fra­rot) und 451 Na­no­me­ter (Blau), ent­spre­chen die Far­ben auf der Kar­te de­nen, die das mensch­li­che Au­ge se­hen wür­de, wenn es den Ju­pi­ter be­trach­ten wür­de. Die Kar­te zeigt ei­ne Men­ge ver­schie­de­ner bun­ter Wol­ken­struk­tu­ren mit par­al­lel ver­lau­fen­den röt­lich-brau­nen und wei­ßen Li­ni­en, dem "Großen Ro­ten Fleck" und chao­ti­schen Be­rei­chen mit vie­len klei­nen Wir­beln. Vie­le der Wol­ken sind strei­fen- und wel­len­för­mig, da sie stän­dig auf­grund der auf Ju­pi­ter herr­schen­den Win­de und Tur­bu­len­zen zu­sam­men­ge­scho­ben und aus­ein­an­der­ge­zo­gen wer­den.


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Bild 14/20, Credit: DLR (CC-BY 3.0).
Saturns vielfarbiges Spektrum

Sa­turns viel­far­bi­ges Spek­trum

Freitag, 5. August 2011 Ver­träum­te Far­ben, von blas­sem Ro­sa über Sand­gelb bis hin zu Sa­phirblau, ge­ben dem le­bens­feind­li­chen Gas­p­la­ne­ten Sa­turn ein ro­man­ti­sches Aus­se­hen. Schat­ten der Sa­turn­rin­ge le­gen sich sanft auf sei­ne nörd­li­chen Brei­ten, die auf die­sem Bild blau er­schei­nen. Man nimmt an, dass die­se Far­be ein sai­so­na­ler Ef­fekt ist. Der Sa­turn­mond Ence­la­dus mit sei­nem Durch­mes­ser von 505 Ki­lo­me­tern ist rechts im Bild zu er­ken­nen. Um die­se Farban­sicht des Sa­turn zu er­stel­len, wur­den Bil­der, die mit ver­schie­de­nen Spek­tral­fil­tern (rot, grün und blau) auf­ge­nom­men wur­den, zu ei­nem kom­bi­niert. Die­se An­sicht re­prä­sen­tiert in et­wa das, was das mensch­li­che Au­ge se­hen wür­de. Die Bil­der wur­den mit der Weit­win­kel­ka­me­ra an Bord des Cas­si­ni-Raum­schiffs am 16. März 2006 auf­ge­nom­men. Zum Zeit­punkt der Auf­nah­me be­fand sich Cas­si­ni in et­wa 2,1 Mil­lio­nen Ki­lo­me­ter Ent­fer­nung zum Sa­turn. Die Auf­lö­sung des Bil­des be­trägt 120 Ki­lo­me­ter pro Bild­punkt auf Sa­turn.


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Bild 15/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Strahlender F-Ring

Strah­len­der F-Ring

Freitag, 5. August 2011 Der strah­len­de Licht­bo­gen auf die­sem Bild ist Sa­turns ei­si­ger F-Ring. Im Hin­ter­grund ist der Sa­turn­mond Rhea zu se­hen (1.528 Ki­lo­me­ter Durch­mes­ser), der durch das von Sa­turn und sei­nen Rin­gen re­flek­tier­te Licht er­hellt wird. Nur der ganz schma­le Strei­fen am un­te­ren Rand des Mon­des stammt von der di­rek­ten Son­nen­strah­lung. Die­ses Bild wur­de am 30. Ok­to­ber 2005 von der Te­le­ka­me­ra an Bord des Cas­si­ni-Raum­schiffs aus et­wa 689.000 Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung zum Sa­turn auf­ge­nom­men. Die Auf­lö­sung des Bil­des be­trägt et­wa vier Ki­lo­me­ter pro Bild­punkt.


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Bild 16/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Rhea

Rhea

Freitag, 5. August 2011 Die Ober­flä­che des zweit­größ­ten Sa­turn­mon­des Rhea be­steht über­wie­gend aus Was­se­reis und ist von un­zäh­li­gen Ein­schlags­kra­tern über­sät. Ein auf­fal­lend hel­ler, wahr­schein­lich deut­lich jün­ge­rer Kra­ter war ei­nes der Zie­le für die Ka­me­ra und das ab­bil­den­de Spek­tro­me­ter beim Cas­si­ni-Nah­vor­beiflug am 27. No­vem­ber 2005.


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Bild 17/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Wolkenbänder des Saturn

Wol­ken­bän­der des Sa­turn

Freitag, 5. August 2011 Auf die­sem Bild sieht man Wel­len, Spi­ra­len und Stür­me, die die in ost-west­li­cher Rich­tung flie­ßen­den Wol­ken­bän­der des Sa­turn auf­wir­beln. Das Bild wur­de mit der Weit­win­kel­ka­me­ra an Bord des Cas­si­ni-Raum­schiffs auf­ge­nom­men. Hier­für wur­de ein Spek­tral­fil­ter ver­wen­det, der emp­find­lich für In­fra­rot­strah­lung im Wel­len­län­gen­be­reich von 728 Na­no­me­ter ist. Auf­ge­nom­men wur­de es am 13. De­zem­ber 2006 aus ei­ner Ent­fer­nung von et­wa 775.000 Ki­lo­me­tern zum Sa­turn. Die Auf­lö­sung des Bil­des liegt bei 43 Ki­lo­me­tern pro Bild­punkt (Pi­xel).


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Bild 18/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Enceladus

Ence­la­dus

Freitag, 5. August 2011 Am 17. Fe­bru­ar 2005 hat Cas­si­ni sei­nen ers­ten na­hen Vor­beiflug am Sa­turn­mond Ence­la­dus in et­wa 1.180 Ki­lo­me­ter Hö­he durch­ge­führt. Da­bei ent­stan­den die­se Auf­nah­men der Mond­ober­flä­che. Ence­la­dus ist ei­nes der am stärks­ten re­flek­tie­ren­den Ob­jek­te in un­se­rem Son­nen­sys­tem, sei­ne Ober­flä­che er­in­nert an frisch ge­fal­le­nen Schnee. So nah wie Cas­si­ni ist nie­mals zu­vor ein an­de­res Raum­schiff an Ence­la­dus vor­bei­ge­flo­gen. Das Bild zeigt ei­nen Aus­schnitt der Ober­flä­che des Sa­turn­mon­des Ence­la­dus. Es wur­de aus ei­ner Di­stanz von et­wa 29.640 Ki­lo­me­tern mit der Schmal­win­kel­ka­me­ra des Cas­si­ni-ISS-Ka­me­ra­sys­tems (Ima­ging Science Sub­sys­tem) auf­ge­nom­men. Die räum­li­che Auf­lö­sung des Bil­des be­trägt 170 Me­ter pro Bild­punkt.


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Bild 19/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.
Saturn in Farbe

Sa­turn in Far­be

Freitag, 5. August 2011 Sa­turn in Far­be, fo­to­gra­fiert am 27. März 2004 vom Ka­me­ra­sys­tem des JPL (Jet Pro­pul­si­on La­bo­ra­to­ry) auf dem Cas­si­ni-Raum­schiff.


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Bild 20/20, Credit: NASA/JPL/Space Science Institute.

Mission Cassini-Huygens - eine Reise zum Saturn und seinen Monden.

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