MASCOT auf Hayabusa2

MASCOT sinkt auf den Asteroiden
MASCOT sinkt auf den Asteroiden
Bild 1/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

MASCOT sinkt auf den Asteroiden

Die Künstlerische Darstellung zeigt MASCOT während des Landevorgangs.

Die Oberfläche Ryugus aus wenigen Metern Entfernung aufgenommen
Die Oberfläche Ryugus aus wenigen Metern Entfernung aufgenommen
Bild 2/38, Quelle: MASCOT/DLR/JAXA.

Die Oberfläche Ryugus aus wenigen Metern Entfernung aufgenommen

Die etwa 20 Bilder, die mit der Kamera MASCAM auf dem MASCOT-Lander während des Abstiegs aufgenommen wurden, zeigen eine extrem zerklüftete, von zahlreichen kantigen Gesteinsbrocken übersäte Oberfläche. Ryugu, ein viereinhalb Milliarden Jahre alter erdbahnkreuzender Asteroid der kohlenstoffreichen C-Klasse, zeigt den Wissenschaftlern ein Antlitz, das sie so nicht erwartet hatten, obwohl schon mehr als ein Dutzend Asteroiden von Raumsonden aus der Nähe erkundet wurden. Auf dieser Nahaufnahme sind keinerlei Flächen zu sehen, die von Staub bedeckt sind, dem Regolith, der durch die Zertrümmerung von Gestein infolge der Ausgesetztheit gegenüber Mikrometeoriten und energiereicher kosmischer Partikel über Milliarden von Jahren entsteht. Das Bild aus dem turbulent sich drehenden MASCOT-Lander entstand aus einer Höhe von etwa zehn bis zwanzig Metern.

Ryugus Oberfläche - kurz vor dem ersten Kontakt von MASCOT
Ryugus Oberfläche - kurz vor dem ersten Kontakt von MASCOT
Bild 3/38, Quelle: MASCOT/DLR/JAXA.

Ryugus Oberfläche - kurz vor dem ersten Kontakt von MASCOT

20 Aufnahmen machte die DLR-Kamera MASCAM nach dem Abtrennen von MASCOT in 51 Metern Höhe über der Oberfläche von Ryugu während des zwanzigminütigen Absinkens auf die Asteroidenoberfläche. Dieses Bild zeigt die Landschaft nahe des ersten Auftreffens auf Ryugu aus einer Höhe von etwa 25 bis 10 Metern. Durch das Gegenlicht der von außerhalb des hier gezeigten Bildausschnitts auf Ryugu scheinenden Sonne kommt es zu Lichtreflexen an der Rahmenstruktur oder dem Kameragehäuse, die ins Sichtfeld der MASCAM streuen (rechts unten).
Ryugu hat eine grob strukturierte, extrem dunkle Oberfläche, die nur etwa zweieinhalb Prozent des Sonnenlichts reflektiert: Das hier sichtbare raue, zerklüftete Gebiet ist etwa so dunkel wie ein Straßenbelag. Dass in den MASCAM-Aufnahmen dennoch Einzelheiten der Geländestrukturen zu erkennen sind liegt an den lichtempfindlichen Halbleiterelementen des 1000 mal 1000 Pixel großen Kamerasensors in CMOS-Ausführung (Complementary Metal-Oxide Semiconductor), dessen Dynamik selbst schwächste Lichtsignale verstärkt und wissenschaftlich nutzbare Bilddaten liefert.

Die Landestellenumgebung kurz nach dem ersten Bodenkontakt
Kurz nach dem ersten Bodenkontakt: Die Landestellenumgebung
Bild 4/38, Quelle: JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST (links); MASCOT/DLR/JAXA (rechts).

Kurz nach dem ersten Bodenkontakt: Die Landestellenumgebung

Die fünfte Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems (rechts) entstand kurz nach dem ersten Bodenkontakt aus wenigen Metern Höhe über der Oberfläche von Ryugu. Die Blickrichtung ist nach Nordwesten gerichtet und befindet sich zwischen den beiden weißen Begrenzungslinien im Übersichtsbild (links) der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2. Wie auch schon in den Aufnahmen aus größerer Höhe ist auch in unmittelbarer Nähe des Bodens kein Feinmaterial zu sehen, sogenannter Regolith, der auf atmosphärelosen Körpern durch die permanente Ausgesetztheit gegenüber energiereichen Partikeln aus dem Weltall oder Mikrometeoriten durch die Verwitterung gröberen Materials zu Staub entsteht. Stattdessen ist das Gebiet extrem zerklüftet und voller scharfkantiger Blöcke. Die Landestellenumgebung erinnert an den Landeort Abydos der Raumsonde Philae, die am 12. November 2014 von der Raumsonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko abgesetzt wurde.

Die vierte MASCOT-Aufnahme während des Abstiegs auf Ryugu
Die vierte MASCOT-Aufnahme während des Abstiegs auf Ryugu
Bild 5/38, Quelle: JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST (links); MASCOT/DLR/JAXA (rechts).

Die vierte MASCOT-Aufnahme während des Abstiegs auf Ryugu

Vor dem ersten Kontakt mit einem größeren Stein auf Ryugu fotografierte die DLR-Kamera MASCAM das Gebiet der Abstiegsroute mit rückwärtsgewandtem Blick. In der Übersichtsaufnahme der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Trapez eingezeichnet.

MASCOT-Aufnahme in Richtung Osten während des Abstiegs auf Ryugu
MASCOT-Aufnahme in Richtung Osten während des Abstiegs auf Ryugu
Bild 6/38, Quelle: JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST (links); MASCOT/DLR/JAXA (rechts).

MASCOT-Aufnahme in Richtung Osten während des Abstiegs auf Ryugu

Die zweite Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems ist nach schräg unten auf den Asteroiden Ryugu gerichtet und erfasst Gebiete östlich der Abstiegsroute. In der Übersichtsaufnahme der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Trapez eingezeichnet. Durch den Vergleich mit der ersten Aufnahme war somit klar, dass sich MASCOT wie erwartet turbulent auf Ryugu zubewegt hat, also Drehungen und Überschläge ausgeführt hat.
In beiden Aufnahmen ist ein riesiger Felsblock zu sehen, der im MASCAM-Bild den östlichen (rechten) Bildrand einnimmt und mehrere Zehnermeter in der Längsausdehnung ist. Links unten ist der Schatten von MASCOT zu sehen, den die hinter der Landesonde stehende Sonne auf die Asteroidenoberfläche wirft: MASCOT hat eine Längsausdehnung von 30 Zentimetern. Ryugu ist ein Körper ohne Atmosphäre, deshalb werden die Umrisse von MASCOT (rechts) und Hayabusa2 (links) gestochen scharf als Schatten auf die Asteroidenoberfläche projiziert.

MASCOT-Aufnahme der Südpolregion Ryugus kurz nach dem Abtrennen
MASCOT-Aufnahme der Südpolregion Ryugus kurz nach dem Abtrennen
Bild 7/38, Quelle: JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST (links); MASCOT/DLR/JAXA (rechts).

MASCOT-Aufnahme der Südpolregion Ryugus kurz nach dem Abtrennen

Das rechte Bild zeigt die erste Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems während des Abstiegs von Hayabusa2 - kurz nach dem Abtrennen des Landemoduls in 51 Metern Höhe in Blickrichtung Südpol. Im Übersichtsbild links, das mit der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 aufgenommen wurde, ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Dreieck eingezeichnet. Besonders auffallend ist ein riesiger Block in der Nähe des Südpols, der markant über die Horizontlinie herausragt und von den Wissenschaftlern "South Polar Rock" getauft wurde. Er dürfte mehrere Dutzend, vielleicht sogar bis zu 100 Meter groß sein.

Anflug von MASCOT auf Ryugu und der Weg über die Oberfläche
Anflug von MASCOT auf Ryugu und der Weg über die Oberfläche
Bild 8/38, Quelle: JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST.

Anflug von MASCOT auf Ryugu und der Weg über die Oberfläche

Nach dem Herausschieben von MASCOT aus der Ladebucht verfolgte das Aufnahmesystem ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 mit seinen drei Kameras zunächst den Abstieg von MASCOT aus 51 Metern Höhe über dem Asteroiden Ryugu. Der Bildausschnitt ist nach Norden ausgerichtet, das gezeigte Gebiet befindet sich etwa bei 300 Grad östlicher Länge und 30 Grad südlicher Breite. Rechts unten ist der Schatten von Hayabusa2 zu sehen, zum Zeitpunkt der Separation war es etwa Mittag auf Ryugu und die Sonne stand hinter Hayabusa2 – der Schatten ist etwa sechs Meter mal viereinhalb Meter groß.
Die markierten Punkte geben die Zeitpunkte an, zu denen Hayabusa2 Aufnahmen von MASCOT gemacht hat. Die Zeitangaben sind in UTC (koordinierte Weltzeit , MESZ minus zwei Stunden), die erste Aufnahme erfolgte 01 Uhr 59 und 40 Sekunden UTC (03:59:40 MESZ). Die gelbe Linie markiert die Positionen, an denen MASCOT noch im Abstieg auf Ryugu war und in den ONC-Fotos identifiziert werden konnte. Die blaue Linie unter der gelben Linie ist die Projektion dieser Positionen auf die Asteroidenoberfläche – MASCOT legte also eine geradlinige Flugroute zurück und berührte etwa um 02 Uhr 23 und 24 Sekunden UTC auf einem großen kantigen Block den Boden. Von dort hüpfte der Asteroidenlander entlang der gekrümmten horizontalen Linie in Richtung Ostnordost und wurde auch dann immer wieder von der ONC festgehalten. Etwa um 02 Uhr 14 Minuten und 04 Sekunden UTC fand MASCOT seinen ersten Ruheplatz. Hayabusa2 stieg inzwischen wieder auf einen höheren Beobachtungsplatz über Ryugu auf, so dass es wegen der geringeren Bildauflösung schwieriger wurde, MASCOT in den Bildern zu identifizieren. Am zweiten Asteroidentag wurde MASCOTs Bewegungsmechanismus aktiviert und auf einem weiteren Foto ist der Lander am 4. Oktober um 00 Uhr 55 Minuten und 09 Sekunden UTC zu sehen.

Schatten von MASCOT über Ryugu während des Abstiegs
Schatten von MASCOT über Ryugu während des Abstiegs
Bild 9/38, Quelle: MASCOT/DLR/JAXA.

Schatten von MASCOT über Ryugu während des Abstiegs

Die DLR-Kamera MASCAM auf MASCOT machte diese Aufnahme während des Abstiegs zum Asteroiden Ryugu dreieinhalb Minuten nach dem Abkoppeln von der Muttersonde Hayabusa2. Oben rechts ist der Schatten von MASCOT zu erkennen, während sich die Landesonde rund 20 Meter über der Oberfläche befindet.

Blick ins MASCOT-Kontrollzentrum
Blick ins MASCOT-Kontrollzentrum
Bild 10/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Blick ins MASCOT-Kontrollzentrum

Der Asteroidenlander MASCOT wird aus dem DLR-Kontrollzentrum des Nutzerzentrums für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln überwacht und betrieben.

Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout)
Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout)
Bild 11/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout)

MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) ist ein hochintegrierter Asteroidenlander, federführend entwickelt von DLR-Wissenschaftlern in Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.

Asteroidenlander MASCOT an Bord der Raumsonde Hayabusa2
Asteroidenlander MASCOT an Bord der Raumsonde Hayabusa2
Bild 12/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Asteroidenlander MASCOT an Bord der Raumsonde Hayabusa2

Eine 3200 Millionen Kilometer weite Reise liegt hinter der japanischen Raumsonde Hayabusa2 mit dem deutsch-französischen Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an Bord.

Landestellen der Hayabusa2-Mission auf dem Asteroiden Ryugu
Landestellen der Hayabusa2-Mission auf dem Asteroiden Ryugu
Bild 13/38, Quelle: ©JAXA, University of Tokyo & collaborators.

Landestellen der Hayabusa2-Mission auf dem Asteroiden Ryugu

Der Lander MASCOT soll in der blau markierten Landeellipse MA-9 auf Ryugu landen. Die japanische Hayabusa2-Sonde wird sich der Asteroidenoberfläche an den Stellen L07, L08 und M04 nähern und Proben aufnehmen. Die MINERVA-Rover werden an der rot markierten Landestelle N6 abgesetzt.

Asteroid Ryugu
Asteroid Ryugu
Bild 14/38, Quelle: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu and AIST. .

Asteroid Ryugu

Asteroid Ryugu, fotografiert am 30. Juni 2018 aus seiner Entfernung von 20 Kilometern mit der japanischen Kamera ONC-T (Optical Navigation Camera - Telescopic) auf der Raumsonde Hayabusa2.

Dicht am Asteroiden Ryugu
Dicht am Asteroiden Ryugu
Bild 15/38, Quelle: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu and AIST.University of Aizu, Kobe University, Auburn University, JAXA.

Dicht am Asteroiden Ryugu

Am 20. Juli 2018 nahm die optische Teleobjektivkamera (ONC-T) der japanischen Hayabusa2-Sonde den Asteroiden Ryugu aus sechs Kilometern Entfernung auf. Gut erkennbar sind die zahlreichen großen Felsbrocken auf der Asteroidenoberfläche sowie der große Krater in der Bildmitte. Ein Pixel entspricht etwa 60 Zentimetern.

Nahaufnahme des Asteroiden Ryugu
Nahaufnahme des Asteroiden Ryugu
Bild 16/38, Quelle: JAXA, Tokyo Universität, Kochi Universität, Rikkyo Universität, Nagoya Universität, Chiba Institut für Technologie, Meiji Universität, Aizu Universität, AIST.

Nahaufnahme des Asteroiden Ryugu

Aufgenommen wurde das Bild mit einer teleoptischen Navigationskamera (ONC-T) der japanischen Hayabusa2-Sonde.

3D-Modell des Asteroiden Ryugu
Ryugu - ein "Diamant" im All
Bild 17/38, Quelle: University of Aizu, Kobe University, Auburn University, JAXA.

Ryugu - ein "Diamant" im All

Aus den ersten Aufnahmen, die die optische Teleobjektivkamera (ONC-T) der japanischen Hayabusa2-Sonde von Ryugu aufnahm, erstellten die japanische Raumfahrtagentur JAXA und Wissenschaftler der Universität von xxxx ein 3D-Modell des Asteroiden. Im Oktober 2018 soll der Lander MASCOT, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in enger Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre National d'Etudes Spatiales) entwickelt und gebaut wurde, auf dem Asteroiden landen. Mit vier Instrumenten wird der Himmelskörper dann erforscht.

Der Weg von Hayabusa2 von der Erde zum Asteroid Ryugu
Der Weg von Hayabusa2 von der Erde zum Asteroid Ryugu
Bild 18/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Der Weg von Hayabusa2 von der Erde zum Asteroid Ryugu

Die Grafik zeigt den Weg von Hayabusa2 zum Asteroiden Ryugu, wobei die Position der Erde dem Zeitpunkt des Starts der Mission am 3. Dezember 2014 entspricht und die Position von Ryugu dem Zeitpunkt der Ankunft am 27. Juni 2018. Zudem ist zu erkennen, wo sich Ryugu zur geplanten Landung von MASCOT Anfang Oktober 2018 befindet.

Asteroid Ryugu aufgenommen aus einer Entfernung von 40 Kilometern
Asteroid Ryugu aufgenommen aus einer Entfernung von 40 Kilometern
Bild 19/38, Quelle: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, Aizu University, AIST.

Asteroid Ryugu aufgenommen aus einer Entfernung von 40 Kilometern

Der Asteroid Ryugu aufgenommen am 24. Juni 2018 während der Annäherung der Raumsonde Hayabusa2 aus seiner Entfernung von 40 Kilometern. Die Aufnahme entstand mit der Kamera ONC-T (Optical Navigation Camera - Telescopic) an Bord von Hayabusa2. Das Bild zeigt einen besonders markanten großen Krater im Bereich des Äquators sowie die ungewöhnliche eckige Form. Die ONC-Kamera wurde unter der Leitung von JAXA entwickelt und gebaut in Zusammenarbeit mit der Universität Tokyo, Kochi Universität, Rikkyo Universität, Nagoya Universität, Chiba Institute of Technology, Meiji Universität, Aizu Universität und AIST sowie beauftragten Beiträgen der Firma NEC.

Asteroidenlander MASCOT
Asteroidenlander MASCOT
Bild 20/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Asteroidenlander MASCOT

Im Inneren des 30 mal 30 mal 20 Zentimeter großen Landers MASCOT sind insgesamt vier Instrumente eingebaut: Mit einem Radiometer und einer Kamera des DLR sowie einem Spektrometer und einem Magnetometer der TU Braunschweig sollen die mineralogische und geologische Zusammensetzung der Asteroidenoberfläche untersucht und Oberflächentemperatur sowie Magnetfeld des Asteroiden ermittelt werden. Dabei erhält MASCOT durch einen eingebauten Schwungarm die nötige Bewegungsenergie für die Hüpfmanöver auf der Oberfläche.

Hayabusa2 im Anflug auf Asteroid Ryugu
Hayabusa2 im Anflug auf Asteroid Ryugu
Bild 21/38, Quelle: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, Aizu University, AIST.

Hayabusa2 im Anflug auf Asteroid Ryugu

Asteroid Ryugu bewegt sich auf seiner Bahn größtenteils zwischen den Umlaufbahnen von Erde und Mars.

Aufnahmen des Asteroiden Ryugu während der Annährung
Aufnahmen des Asteroiden Ryugu während der Annährung
Bild 22/38, Quelle: JAXA, University of Tokyo & collaborators.

Aufnahmen des Asteroiden Ryugu während der Annährung

Die Aufnahmen des Asteroiden Ryugu aufgenommen vom 18. bis 20. Juni 2018 mit der japanischen Kamera ONC-T (Optical Navigation Camera - Telescopic) an Bord von Hayabusa2 während der Annäherung der Raumsonde. Zu erkennen ist unter anderem, dass eine große Felsmasse mit rund 150 Metern Durchmesser im oberen Bereich von Ryugu hervorsteht. Diese ist durch eine teilweise etwas stärker reflektierende Oberfläche gut sichtbar. Das könnte auf Unterschiede in der Zusammensetzung des Oberflächenmaterials hinweisen. Die ONC-Kamera wurde unter der Leitung von JAXA entwickelt und gebaut in Zusammenarbeit mit der Universität Tokyo, Kochi Universität, Rikkyo Universität, Nagoya Universität, Chiba Institute of Technology, Meiji Universität, Aizu Universität und AIST sowie beauftragten Beiträgen der Firma NEC.

Raumsonde Hayabusa2 mit Ionen-Triebwerken
Raumsonde Hayabusa2 mit Ionen-Triebwerken
Bild 23/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Raumsonde Hayabusa2 mit Ionen-Triebwerken

Eine 3200 Millionen Kilometer weite Reise liegt hinter der japanischen Raumsonde Hayabusa2 mit dem deutsch-französischen Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an Bord.

Asteroid Ryugu aus rund 22 Kilometern Entfernung fotografiert
Asteroid Ryugu aus rund 22 Kilometern Entfernung fotografiert
Bild 24/38, Quelle: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, Aizu University, AIST.

Asteroid Ryugu aus rund 22 Kilometern Entfernung fotografiert

Am 26. Juni 2018 fotografierte die japanische KameraONC-T (Optical Navigation Camera - Telescopic) an Bord von Hayabusa2 den Asteroiden Ryugu noch vor der Ankunft aus 22 Kilometern Entfernung. Die ONC-Kamera wurde unter der Leitung von JAXA entwickelt und gebaut in Zusammenarbeit mit der Universität Tokyo, Kochi Universität, Rikkyo Universität, Nagoya Universität, Chiba Institute of Technology, Meiji Universität, Aizu Universität und AIST sowie beauftragten Beiträgen der Firma NEC.

Beginn der Reise
Beginn der Reise
Bild 25/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Beginn der Reise

Beginn der Reise

Annäherung an den Asteroiden
Annäherung an den Asteroiden
Bild 26/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Annäherung an den Asteroiden

Annäherung an den Asteroiden

Seitenansicht des MASCOT Landers
Seitenansicht des MASCOT Landers
Bild 27/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Seitenansicht des MASCOT Landers

Seitenansicht des MASCOT Landers

Separation der Reentry Capsule
Separation der Reentry Capsule
Bild 28/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Separation der Reentry Capsule

Separation der Reentry Capsule

Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout)
Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout)
Bild 29/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout)

MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) ist ein hochintegrierter Asteroidenlander, federführend entwickelt von DLR-Wissenschaftlern in Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.

Verschiedene Transistoren
Verschiedene Transistoren
Bild 30/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Verschiedene Transistoren

Prominentes Beispiel eines Projekts bei dem elektronische Halbleiter-Bauteile zum Einsatz kommen, die vom DLR Köln für die Raumfahrttauglichkeit qualifiziert wurden, ist die japanischen Hayabusa2-Mission. Bei dieser Mission kommt der hüpfende Lander MASCOT des DLR zum Einsatz. Das Hüpfen wird durch die auf einer Platine verbauten besonderen Transistoren, sogenannte PowerMOSFET (Metal Oxide Semiconductor Field Effect Transistors), ermöglicht.

Teamarbeit für Mascot
Teamarbeit für Mascot
Bild 31/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Teamarbeit für Mascot

Das Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte, baute und testete den Asteroidenlander Mascot, der unter der Leitung des DLR an Bord der japanischen Hayabusa2-Sonde zum Asteroiden 1999 JU3 fliegt.

Integration von MASCOT
Integration von MASCOT
Bild 32/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Integration von MASCOT

Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickeln den Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout). Der Lander wird mit der japanischen Raumsonde Hayabusa II zum Asteroiden 1999 JU 3 fliegen.

MASCOT - Vorbereitungen auf den Flug
MASCOT - Vorbereitungen auf den Flug
Bild 33/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

MASCOT - Vorbereitungen auf den Flug

Der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelte Asteroidenlander MASCOT wird voraussichtlich im Dezember 2014 an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa 2 ins Weltall starten.

Letzte Handgriffe an Mascot
Letzte Handgriffe an Mascot
Bild 34/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Letzte Handgriffe an Mascot

Die Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bauen den Asteroidenlander Mascot an der japanischen Sonde Hayabusa2 ein.

Asteroidenlander MASCOT in der Schwerelosigkeit
Asteroidenlander MASCOT in der Schwerelosigkeit
Bild 35/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Asteroidenlander MASCOT in der Schwerelosigkeit

Auf Parabelflügen testeten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Funktionsweise des Asteroidenlanders MASCOT in der Schwerelosigkeit. MASCOT soll sich über dem Asteroiden 1999 JU 3 von der japanischen Raumsonde separieren und auf den Asteroiden hinuntersinken.

Startklar: Hayabusa2 und Mascot
Startklar: Hayabusa2 und Mascot
Bild 36/38, Quelle: JAXA.

Startklar: Hayabusa2 und Mascot

Der Asteroidenlander Mascot des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fliegt mit der japanischen Hayabusa2-Sonde zum Asteroiden 1999 JU3. Der Start erfolgt voraussichtlich am 30. November 2014 um 5.24 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom japanischen Tanegashima Space Center.

Namen und Wünsche für Mascot
Namen und Wünsche für Mascot
Bild 37/38, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Namen und Wünsche für Mascot

Rund 3500 Weltraum-Fans senden ihre Namen und gute Wünsche mit dem Asteroidenlander Mascot des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Asteroiden 1999 JU3. Dafür wurden zwei kleinen Folien mit Namen und Botschaften an Mascot befestigt.

MASCOT: Start vom Tanegashima Space Center
MASCOT: Start vom Tanegashima Space Center
Bild 38/38, Quelle: MHI Global.

MASCOT: Start vom Tanegashima Space Center

Am 3. Dezember 2014 startete um 5.22 Uhr mitteleuropäischer Zeit die japanische Hayabusa2-Sonde mit dem Asteroidenlander MASCOT des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an Bord zu seinem Ziel, dem Asteroiden 1999 JU3.

Bildergalerie zur Mission Hayabusa2 zum Asteroiden Ryugu mit dem MASCOT-Lander.

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  • MASCOT sinkt auf den Asteroiden

    MASCOT sinkt auf den Asteroiden

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    Die etwa 20 Bilder, die mit der Kamera MASCAM auf dem MASCOT-Lander während des Abstiegs aufgenommen wurden, zeigen eine extrem zerklüftete, von zahlreichen kantigen Gesteinsbrocken übersäte Oberfläche. Ryugu, ein viereinhalb Milliarden Jahre alter erdbahnkreuzender Asteroid der kohlenstoffreichen C-Klasse, zeigt den Wissenschaftlern ein Antlitz, das sie so nicht erwartet hatten, obwohl schon mehr als ein Dutzend Asteroiden von Raumsonden aus der Nähe erkundet wurden. Auf dieser Nahaufnahme sind keinerlei Flächen zu sehen, die von Staub bedeckt sind, dem Regolith, der durch die Zertrümmerung von Gestein infolge der Ausgesetztheit gegenüber Mikrometeoriten und energiereicher kosmischer Partikel über Milliarden von Jahren entsteht. Das Bild aus dem turbulent sich drehenden MASCOT-Lander entstand aus einer Höhe von etwa zehn bis zwanzig Metern.

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