Forschungsflugzeug Dornier 728
Forschungsflugzeug Dornier 728
Bild 1/4, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Forschungsflugzeug Dornier 728

Innenaufnahme Forschungsflugzeug Dornier 728 mit beheizbaren Passagiermodellen
Omnidirektionaler Hitzedrahanemometer
Omnidirektionaler Hitzedrahanemometer
Bild 2/4, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Omnidirektionaler Hitzedrahanemometer

Omnidirektionaler Hitzdrahtanemometer zur Erfassung von Fluidgeschwindigkeiten in Passagiermodellnähe.
Innenaufnahme
Innenaufnahme
Bild 3/4, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Innenaufnahme

Innenaufnahme Forschungsflugzeug Dornier 728 mit beheizbaren Passagiermodellen
Heckansicht
Heckansicht
Bild 4/4, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Heckansicht

Heckansicht Forschungsflugzeug Dornier 728

Der Do 728 Flugzeugkabinen-Versuchsträger ist eine bodengebundene Testeinrichtung des DLR-Instituts Aerodynamik und Strömungstechnik in Göttingen und basiert auf dem „Test Aircraft No. 1“ der Dornier 728 von Fairchild-Dornier. Dieses wurde 2005 aus der Konkursmasse von Fairchild-Dornier ersteigert, nach Göttingen gebracht und zur Testeinrichtung umgebaut. Wissenschaft-ler/innen untersuchen dort neuartige, komfortable und energieeffiziente Belüftungsverfahren, Systeme zur Reduzierung von Innenlärm sowie das menschliche Klima-, Licht- und Lärmempfinden. Darüber hinaus stellen die Erprobung von Flugmesstechnik und die Validierung numerischer Rechenverfahren wichtige Forschungsaspekte dar.

Intakte Kabinenstruktur bietet realitätsnahe Studien

Im Unterschied zu speziell angefertigten 1:1 Modellen zeichnet sich der Do 728 Versuchsträger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) durch eine intakte Kabinenstruktur aus, die sehr realitätsnahe Untersuchungen und Studien erlaubt. Gleichzeitig ermöglicht die Tatsache, dass der Versuchsträger bodengebunden ist, also keine Flugzulassung benötigt, eine vergleichsweise zeit- und kostengünstige Installation und Erprobung neuer Technologien, auch in Vorbereitung von Flugversuchen.

Zur Verbesserung des thermischen Komforts sowie der Energieeffizienz werden neuartige Belüftungssysteme mit dem heutigen Stand der Technik mittels verschiedener optischer und konventioneller Messtechniken verglichen. Hierzu zählen LED-Lichtschnittoptiken mit hochauflösenden CCD-Kameras und optischem Zubehör für Particle-Image-Velocimetry (PIV) sowie Laserlichtschnittsysteme für Rauchvisualisierungen.

Zur Bewertung und Verbesserung des Passagierkomforts werden mehr als 300 Temperatur- sowie Geschwindigkeitssensoren in der Nähe von thermischen Menschmodellen eingesetzt. Bis zu 75 dieser thermischen Menschmodelle, sogenannter „Thermodummies“, kommen im Versuchsträger gleichzeitig zum Einsatz, um die Versperrung und die Wärmeabgabe realer Passagiere experimentell zu simulieren. Ferner werden Oberflächentemperaturen mittels Infrarotthermografie untersucht. Mittels eines Panel-Audio Systems soll eine Komfortverbesserung durch verringerten Einfluss des Fluglärms erzielt werden. Neben experimentellen Untersuchungen wird der Versuchsträger Do 728 zur subjektiven Bewertung des thermischen Komforts mittels repräsentativer Probandengruppen verwendet.

Kontakt
  • Volker Speelmann
    Leitung Zentrales Investitionsmanagement
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-4103
    Fax: +49 2203 601 4115
    Linder Höhe
    51147 Köln
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  • Tobias Dehne
    German Aerospace Center (DLR)
    DLR Institute of Aerodynamics and Flow Technology
    Telefon: +49 551 709 2951
    Bunsenstraße 10
    37073 Göttingen
    Kontaktieren

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