Experiment auf dem 47. DLR-Parabelflug im September 2026

SpaceFace: 3D Analyse periokulärer Gesichtsmerkmale in einer Mikrogravitationsumgebung

Durch Eintritt in die Schwerelosigkeit verschiebt sich ein großes Volumen von Körperflüssigkeit Richtung Kopf (man spricht von „cephalad fluid shift“ oder CFS). Das Gesicht schwillt dadurch an – die typische „Mondgesicht“-Erscheinung von Astronauten.

Diese Flüssigkeitsverschiebung gilt als einer der möglichen Auslöser für das sogenannte Spaceflight Associated Neuro-ocular Syndrome (SANS), bei dem es zu Veränderungen am Auge und Sehvermögen kommen kann. Obwohl schon viel dazu geforscht wurde, weiß man bisher noch nicht genau, wie viel Flüssigkeit sich wo genau im Gesicht verteilt. Der Grund: Es fehlte bisher eine einfache, nicht-invasive und praxisnahe Methode, mit der man diese oberflächlichen Gewebeveränderungen unter Schwerelosigkeitsbedingungen messen kann.

Genau hier setzt das Projekt SpaceFace an. Zum ersten Mal wird in der Schwerelosigkeit (µG) eine neue 3D-Messtechnik getestet, die die Flüssigkeitsverschiebung im Gesicht quantitativ erfassen soll. Diese Methode könnte später sowohl bei langen Raumfahrtmissionen als auch in der Medizin auf der Erde nützlich sein.