Mehr über das DLR

Batterietechnologie

DLR-Know-how für neues Kompetenzcluster zur Entwicklung von Festkörperbatterien

Montag, 8. Oktober 2018

Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • Computertomografische Aufnahme der Lithium%2dIonenverteilung einer Batterielektrode
    Computertomografische Aufnahme der Lithium-Ionenverteilung einer Batterielektrode

    Lithium-Ionenverteilung in der Mikrostruktur einer Batterieelektrode: Die Hohlräume sind mit Festkörperelektrolyt gefüllt. Die als blau erkennbaren Bereiche zeigen Defekte in der elektrischen Kontaktierung an.

  • Rechencluster am Helmholtz Institut Ulm (HIU)
    Rechencluster am Helmholtz Institut Ulm (HIU)

    Rechen-Power: Rechencluster am Helmholtz Institut Ulm, mit dessen Hilfe die DLR-Batterieexperten ihre Simulationen und Modellierungen erstellen

  • Im neuen Kompetenzcluster "FestBatt" forschen 14 wissenschaftliche Einrichtungen an Batterien der nächsten Generation.
  • Festkörperbatterien zeichnen sich durch große Speicherkapazität, kurze Ladezeiten und hohe Sicherheit aus.
  • Die Batterieforscher des DLR bringen vor allem ihre Expertise im Bereich der Modellierung und Simulation ein.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Energiespeicher, Batterietechnologie, Elektromobilität

Als Batterien der nächsten Generation haben Festkörperbatterien das Potenzial, die Elektromobilität massentauglich zu machen und Strom aus erneuerbaren Energien langfristig, effizient und zuverlässig zu speichern. Sie zeichnen sich aus durch große Speicherkapazitäten, kurze Ladezeiten und hohe Sicherheit. Im nun startenden Kompetenzcluster "FestBatt" forschen deutschlandweit 14 wissenschaftliche Einrichtungen gemeinsam an der Entwicklung und Produktion dieser neuartigen Batterietechnologie. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bringen ihre Kompetenzen im Bereich der Modellierung und Simulation ein, um die grundlegenden Prozesse im Inneren einer Festkörperbatterie besser zu verstehen.

Feste Materialien für mehr Leistung und Sicherheit

Die aktuell häufig eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien haben in ihrem Inneren einen flüssigen Elektrolyten. Dieser ermöglicht den Austausch der Ionen zwischen den beiden Elektroden und somit die Stromproduktion – er ist allerdings auch brennbar. Fehler bei Ladevorgängen, Betrieb oder Lagerung können zu Brand oder Explosion der Batterien führen. Im Gegensatz dazu bestehen Elektroden und Elektrolyt bei Festkörperbatterien aus festen Materialien, die nicht entflammbar sind. Zudem zeichnen sie sich durch eine lange Lebensdauer und Lagerfähigkeit aus und zeigen auch bei Temperaturschwankungen keine plötzlichen Leistungseinbrüche. Diese neuartige Batterietechnologie könnte Elektrofahrzeugen eine höhere Reichweite ermöglichen und sie sicherer machen.

DLR-Expertise: Modellierung und Simulation

Der Schwerpunkt des Kompetenzclusters liegt auf der Erforschung der benötigten Materialien sowie der für die Kommerzialisierung notwendigen Prozesstechnologie. Wissenschaftler der Abteilung für computergestützte Elektrochemie des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik werden dazu am Helmholtz Institut Ulm gemeinsam mit Partnern an der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität München, der Universität Münster sowie am Helmholtz Institut Münster und am Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) in einer Methodenplattform arbeiten, die Theorien und Daten rund um die Festkörperbatterie zusammenbringt. "Wir werden vor allem computerbasierte Modelle und Simulationen entwickeln, mit deren Hilfe wir die Prozesse im Inneren von Festkörperbatterien besser verstehen und optimieren können – von der Materialebene über die Struktur der Elektroden bis hin zur Batteriezelle", erklärt Professor Arnulf Latz, der die Abteilung für computergestützte Elektrochemie am DLR-Institut für Technische Thermodynamik und Helmholtz Institut Ulm leitet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Kompetenzcluster "FestBatt" mit 16 Millionen Euro für einen Zeitraum von sechs Jahren. Koordiniert wird das Vorhaben von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Zuletzt geändert am:
11.09.2018 17:19:18 Uhr

Kontakte

 

Denise Nüssle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politikbeziehungen und Kommunikation, Standort Stuttgart

Tel.: +49 711 6862-8086

Fax: +49 711 6862-636
Prof. Dr. Arnulf Latz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Technische Thermodynamik

Tel.: +49 731 5034084