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DLR_School_Lab Braunschweig empfängt den 20.000. Schüler

Donnerstag, 22. November 2018

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  • 20.000. Schüler im DLR_School_Lab Braunschweig
    20.000. Schüler im DLR_School_Lab Braunschweig

    Mit der Klasse 9d der Oberschule Papenteich aus Groß Schwülper empfing das DLR_School_Lab Braunschweig seinen 20.000. Schüler.

  • DLR_School_Lab Braunschweig begrüßt seinen 20.000 Besucher
  • Schwerpunkt(e): Nachwuchsförderung

Im Jahr 2009 eröffnete in Braunschweig das DLR_School_Lab unter dem Motto "Raus aus der Schule – rein ins Labor!" seine Pforten. Seitdem hat sich viel getan. Am 22. November 2018, neun Jahre später, hat es mit der Klasse 9d der Oberschule Papenteich in Groß Schwülper seinen 20.000. Besucher empfangen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir seit der Eröffnung so viele Schülerinnen und Schüler begrüßen durften und sie hoffentlich so für naturwissenschaftliche Fächer begeistern konnten", sagt Frank Fischer, Leiter des DLR_School_Labs in Braunschweig. Angefangen hat 2009 alles mit elf Experimenten, alle angelehnt an die Forschungsschwerpunkte des DLR-Standorts Braunschweig. So gab es beispielsweise einen Fluglotsenstand und einen Flugsimulator sowie Versuchsstände für Hubschrauber und Ultraschallprüfungen. "Wir haben unsere Experimente ständig weiterentwickelt und modernisiert  sowie auch ganz neue Hands-on-Versuche dazu genommen", erklärt Fischer. "Dabei sind wir immer mit der Zeit und den aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten gegangen und haben inzwischen 15 Experimente, die auf innovative Weise die heutigen Forschungsprojekte widerspiegeln."

Von der ersten Flugstunde mit der Propellermaschine zum Anflug im Airbus-Cockpit

So wurde der erste Flugsimulator Ende 2017 gegen einen neuen A320-Flugsimulator ausgetauscht, angelehnt an den DLR-Forschungsflieger ATRA (Advanced Technology Research Aircraft). Mit diesem Simulator fliegen die Schülerinnen und Schüler heute einen lärmarmen Anflug mit neuester Technologie aus der DLR-Forschung. Auch die Raumfahrt ist mittlerweile im DLR_School_Lab Braunschweig vertreten und eröffnet mit einschlägigen Experimenten die Sicht auf die übergeordneten Forschungsthemen des DLR. Mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille können die Schülerinnen und Schüler durch die Internationale Raumstation (ISS) "schweben" und sogar einen virtuellen Spacewalk unternehmen. Augmented Reality, Virtual Reality - all diese faszinierenden Technologien sind im DLR_School_Lab vertreten und lösen bei Schülern regelmäßig Begeisterung aus.

Funkkontakt, Zeitkapsel und Schwerelosigkeit

Das DLR_School_Lab ist darüber hinaus auch für andere Aktionen im Bereich der Nachwuchsförderung bekannt. So konnten beispielsweise jeweils über 100 Schülerinnen und Schüler von mehreren Kooperationsschulen in den Jahren 2014 und 2018 den Funkkontakt mit Alexander Gerst miterleben und einige von ihnen auch ihre Fragen direkt an den ESA-Astronauten stellen. Außerdem wurde deutschlandweit in der Nachwuchsförderung des DLR das Zeitkapsel-Projekt realisiert, in dem unter anderem Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen für die Zukunft von 8000 Schülerinnen und Schülern enthalten sind. Die Zeitkapsel aus Aluminium wurde vom DLR_School_Lab Braunschweig zusammen mit der DLR-Ausbildung Nord (Feinwerkmechaniker) des Systemhaus Technik gebaut. Sie befindet sich zurzeit zusammen mit Alexander Gerst an Bord der ISS und wird nach der Rückkehr zur Erde erst 50 Jahre nach seinem Start wieder geöffnet. Damit die Experimente auch inhaltlich und didaktisch in den Lehrplan der Schulen passen, gab es von Anfang an durch das Land Niedersachsen mehrere Lehrerabordnungen. Auf wissenschaftlicher Seite wird das Schülerlabor von den Forscherinnen und Forschern des DLR unterstützt. "Nur gemeinsam ist solch ein Projekt möglich", freut sich Fischer über die Zusammenarbeit.

Die Planungen für weitere Experimente laufen auf vollen Touren. Im Jahr 2019 wird das Thema Mikrogravitationsforschung am Beispiel von Tests an Raumfahrt-Strukturen bei Parabelflügen neu ins Programm aufgenommen. Hierbei können die Schüler an einem Versuchsstand forschen, der im "Zero G"-Airbus A300 geflogen ist und an dem die Mitarbeiter des Braunschweiger DLR- Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik das erfolgreiche Abtrennen des Asteroidenlanders MASCOT von der Raumsonde Hayabusa 2 vorab erprobt haben. In den Versuchsstand wird ein Fallturm integriert sein, in dem für einen kurzen Moment Schwerelosigkeit erzeugt werden kann. So können die Schülerinnen und Schüler künftig das Verhalten beispielsweise von Raumfahrt-Strukturen oder Flüssigkeiten experimentell untersuchen.

Über 3000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr

Das DLR_School _Lab begrüßt jährlich über 3000 Schülerinnen und Schüler. "Damit sind unsere Kapazitäten gut ausgelastet", sagt Fischer. "Wir freuen uns über jede Schule, die uns besucht, und hoffen, dass noch viele neue Schulen den Weg zu uns finden. Bei uns kann die spannende Forschung des DLR erlebt werden: egal ob vor neun Jahren, heute oder in der Zukunft."

Zuletzt geändert am:
22.11.2018 12:46:11 Uhr

Kontakte

 

Jasmin Begli
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2108

Fax: +49 531 295-2102
Frank Fischer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiter, DLR_School_Lab Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2190