Mehr über das DLR

Vortragsabend mit Thomas Reiter im Deutschen Museum Bonn

Industrie im Dialog: Mit Raumfahrt die Zukunft gestalten

Mittwoch, 13. Februar 2019

Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • IndustrieDIALOG.jpg
    Veranstaltung „Industrie im Dialog: Mit Raumfahrt die Zukunft gestalten!“

    Die Veranstaltung „Industrie im Dialog: Mit Raumfahrt die Zukunft gestalten!“ in den Räumen des Deutschen Museums widmete sich den Transferpotenzialen der Raumfahrt für die Wirtschaft – am Beispiel von Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Im Bild: Dr. Ing. André Schievenbusch (Access e.V.), Dr. Thomas Reiter (ESA), Dr. Franziska Zeitler (Leiterin Abteilung Innovation und Neue Märkte des DLR Raumfahrtmanagements), Dr. Walter Pelzer (Vorstand DLR Raumfahrtmanagement), Dr. Andrea Niehaus (Leiterin Deutsches Museum), Stefan Hagen (Präsident IHK Bonn/Rhein-Sieg), Dr. Markus Neteler (Mundalis), Dr. Stephan Wimmers (IHK).

  • IndustriePinkwart.jpg
    NRW-Minister Pinkwart bei der Veranstaltung "Industrie im Dialog"

    „Nordrhein-Westfalen ist mit seinen Stärken in den Hochtechnologiebereichen ein Paradebeispiel, wie Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand gehen“, sagte Prof. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, in seiner Begrüßung.

  • IndustriedialogPlenum.jpg
    Thomas Reiter bei Industrie im Dialog

    Dr. Thomas Reiter, ESA-Koordinator Internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors, schilderte, welche Chancen die Internationale Raumstation als Sprungbrett für Exploration und „New Space Economy“ bietet.

  • Industrie im Dialog: Mit Raumfahrt die Zukunft gestalten! lautete die Überschrift des Dialogabends am 12. Februar in Bonn.
  • Das Raumfahrtmanagement des DLR, die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und das Deutsche Museum hatten dazu eingeladen.
  • Die Veranstaltung in den Räumen des Deutschen Museums widmete sich den Transferpotenzialen der Raumfahrt für die Wirtschaft - am Beispiel von Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Industriepolitik, New Space Economy

Raumfahrttechnologie ist meist Spitzentechnologie. Doch nicht nur die Raumfahrt alleine profitiert von den zahllosen Neuentwicklungen, die eigens für sie konzipiert werden. Viele der für die Raumfahrt gefundenen Lösungen haben das Potenzial, in andere, raumfahrtfremde Anwendungsbereiche übertragen zu werden. Damit bieten sich für Unternehmen zahlreicher Branchen vielfältige Chancen, neuartige Produkte und Verfahren zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Diese Transferpotenziale stellte die Abendveranstaltung am 12. Februar 2019 in den Räumen des Deutschen Museums in Bonn unter der Überschrift "Industrie im Dialog: Mit Raumfahrt die Zukunft gestalten!" in den Mittelpunkt. Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, das Raumfahrtmanagement der DLR und das Deutschen Museum Bonn hatten gemeinsam dazu eingeladen.

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen kann es interessant sein, Lösungen aus der Raumfahrt aufzugreifen und sie für neue Angebote in ihren eigenen Geschäftsfeldern zu verwenden. Sehr anschauliche Beispiele dafür lieferten die eingeladenen Unternehmensvertreter aus der Region, die für ihre jeweilige Branche derartige Transferpotenziale präsentierten. Den Einführungsvortrag hielt Dr. Thomas Reiter. Der ehemalige ESA-Astronaut schilderte, welche Chancen die Internationale Raumstation als Sprungbrett für Exploration und "New Space Economy" bietet. Reiter, der seit 2016 als ESA-Koordinator Internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors tätig ist, verbrachte 350 Tage im All.

Dr. André Schievenbusch, Geschäftsführer von Access e.V., zeigte den Wert auf, den Weltraumexperimente für die Entwicklung von Hochleistungs-Gussteilen haben. Access e.V. ist ein wirtschaftlich eigenständiges Forschungs- und Entwicklungszentrum an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Die Einsatzpotenziale multifunktionaler Materialien stellte Dr.-Ing. Peter Dültgen, Geschäftsführer der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe aus Remscheid, vor. Die Institution befasst sich mit angewandter Forschung und verfügt über angeschlossene wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Ein Beispiel für den Einsatz von Erdbeobachtungsdaten in Wirtschaft und Verwaltung erläuterte Dr. Markus Neteler, Geschäftsführer der Mundialis GmbH in Bonn, anhand verschiedener Anwendungen wie zum Beispiel Planung von Kabeltrassen oder Nachtlichtanalyse".

"Raumfahrt leistet einen bedeutenden Beitrag zum gesellschaftlichen und technologischen Fortschritt in ganz unterschiedlichen Wirtschafts- und Lebensbereichen", hielt Dr. Walther Pelzer, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements, in seiner Begrüßung fest. "Die Satellitenaufnahmen, die die Katastrophenschutzbehörden nach Taifunen und in anderen Krisenlagen bei ihrer Arbeit unterstützen, sind ein besonders eindringliches Beispiel. Das DLR stellt jährlich 100 bis 150 Aufnahmen der Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X im Rahmen der `International Charter Space and Major Disasters´ zur Verfügung. Ausgesprochen viele zukunftsweisende Transfers kommen aus der `Forschung unter Weltraumbedingungen´ zu uns in den Alltag. Das Diagnosesystem für die Hautkrebsfrüherkennung, das aus der Satellitenmission ROSAT weiterentwickelt wurde, ist nur ein Beispiel von vielen. Umgekehrt bilden kleine und mittlere Unternehmen mit ihrer Innovationskraft eine unverzichtbare Basis für die deutsche Raumfahrtindustrie."

"Der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen schafft mithilfe der Raumfahrtforschung Tag für Tag neue Anwendungen und optimierte Lösungen für die Herausforderungen von morgen: Von der Geodatennutzung für die Land- und Forstwirtschaft bis hin zur Satellitenkommunikation, die die Digitalisierung auch in die entlegensten Gegenden bringt. Nordrhein-Westfalen ist mit seinen Stärken in den Hochtechnologiebereichen ein Paradebeispiel, wie Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand gehen", sagte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, in seiner Begrüßung. "Es ist ein Anliegen der Landesregierung, dieses Potenzial der Region aufzuzeigen, die Wirtschaft in die Raumfahrtforschung zu integrieren und die Chancen für den Standort Europa und NRW zu nutzen."

  • Ausstellung ALL.täglich! im Deutschen Museum Bonn

    Noch bis zum 17. März ist im Deutschen Museum in Bonn die INNOspaceEXPO  "ALL.täglich! Aus dem All für die Erde" zu sehen. Die Sonderausstellung zeigt, wie Weltraumforschung das Leben auf der Erde verbessern hilft. Neben "Gesundheit und Ernährung" und "Wohnen und Arbeiten" ist die Ausstellung in drei weitere Themenbereiche gegliedert: "Reisen und Freizeit", "Mobilität und Kommunikation" und "Wissen und Bildung". Pro Themenfeld gibt es zwei Info-Module mit Texten, Ausstellungsstücken und interaktiven Bildschirmen, dazu verschiedene Exponat-Module. Je nach Interesse kann man sich an den Stationen in kurzen Erklärfilmen mit Basiskenntnissen versorgen oder bis zum Expertenwissen vordringen. Die Ausstellung "ALL.täglich!" wurde als Teil der Initiative  INNOspacevom DLR-Raumfahrtmanagement im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie konzipiert. Als Wanderausstellung wird sie an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt.

Zuletzt geändert am:
13.02.2019 23:31:11 Uhr

Kontakte

 

Martin Schulz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Strategie und Kommunikation

Tel.: +49 228 447-124

Fax: +49 228 447-386
Dr. Franziska Zeitler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Innovation & Neue Märkte

Tel.: +49 228 447-434

Fax: +49 228 447-731