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Robotikforschung für die Medizin

MIRO Innovation Lab und VITA auf der MedtecLIVE 2019

Robotikforschung für die Medizin

Donnerstag, 16. Mai 2019

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  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet Hand in Hand mit Unternehmen aus Medizin und Gesundheitswesen.
  • Für die Erforschung von Innovationen in der Healthcare-Robotik betreibt das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik ein weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum.
  • Schwerpunkte: Robotik, Digitalisierung

Die rasante Technologieentwicklung der letzten 15 Jahre in Verbindung mit der Digitalisierung sowie eine stetig alternde Bevölkerung sorgen dafür, dass sich die Medizinrobotik zu einem starken Wachstumsmarkt entwickelt. Robotik und diverse Assistenzsysteme werden bereits in vielen medizinischen Bereichen erfolgreich eingesetzt, von der Diagnostik über die Behandlung bis hin zur Rehabilitation. Künftig sollen Ärzte, Chirurgen, Pflege- und Rehabilitationspersonal noch stärker entlastet werden. Unternehmen aus Medizin und Gesundheits-wesen bietet dazu das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seiner langjährigen Expertise wertvolle Unterstützung. Für die Erforschung von Innovationen in der Healthcare-Robotik betreibt das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik ein weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum, das "MIRO Innovation Lab" und verfügt bereits über ein breites Spektrum an Projekten in der Medizinrobotik.

Aktuell wird das MIRO Innovation Lab und VITA (Virtual Therapy Arm), ein Vorzeigesystem des DLR aus der Rehabilitation, auf der internationalen Fachmesse für Medizintechnik MedtecLIVE 2019 in Nürnberg präsentiert.

  • Besuchen Sie uns auf der MedtecLIVE

    Vom 21. bis 23. Mai in Nürnberg auf dem Messegelände. Der Messestand des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik befindet sich in Halle 10 / Stand 317.

Forschungsplattform und Netzwerk für Medizinrobotik

Das MIRO Innovation Lab steht für eine moderne Forschungsplattform und für ein vielfältiges Kooperationsnetzwerk. Partner aus Wissenschaft und Industrie können die Forschungsplattform nutzen, um die eigenen Technologien zu integrieren, Innovationen zu erproben und Produktideen bis zur Marktreife zu bringen. So soll das Innovationslabor insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zum zukunftsstarken Medizinrobotikmarkt erleichtern.

"Unser Ziel ist es, eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, klinischen Partnern und Industrie zu ermöglichen. Dabei ist uns die Flexibilität wichtig: Wir können eigene Technologien unserer Partner integrieren, Innovationen erproben und Produktideen bis zur Marktreife bringen", betont Dr. Roland Unterhinninghofen, Sprecher des MIRO Innovation Lab am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik.

Medizinrobotik und Assistenzsysteme am DLR

"Auch im Healthcare-Bereich kann das DLR auf ausgereifte robotische Hochtechnologie zurückgreifen, die ursprünglich für den Einsatz von Astronauten im Weltall entwickelt und verifiziert wurde", sagt Prof. Albu-Schäffer, Leiter des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik. Die Basistechnologie unserer Forschungsarbeiten bildet der Medizinroboter MIRO in der dritten Generation. Der DLR-MIRO ist ein auf medizinische Anwendungen optimierter Leichtbauroboterarm, kinematisch redundant und vollständig drehmomentgeregelt. In Aufbau, Größe und Beweglichkeit ist er dem menschlichen Arm nachempfunden, so dass er intuitiv, feinfühlig und sicher bedient werden kann. Während eines Eingriffs kann der Chirurg einen oder mehrere MIRO-Roboter, als sog. MiroSurge-System, flexibel und modular mit unterschiedlichen Spezialinstrumenten nutzen. So ist MIRO vielseitig einsetzbar, wie etwa zur Wundauswaschung mittels Wasserstrahl, bei der roboterassistierten Endoskopführung sowie in der minimalinvasiven Chirurgie. Der Roboter ist so programmiert, dass er einerseits eine direkte Mensch-Roboter-Interaktion erlaubt und andererseits genaue, ferngesteuerte oder automatisierte Funktionen übernimmt. Auch in der Rehabilitation kann die Medizinrobotik ihr Know-how einbringen: In dem Folgeprojekt VVITA (Validierung von VITA) arbeiten Wissenschaftler des DLR mit einer virtuellen Rehabilitationsumgebung, in der Personen mit Beeinträchtigungen der oberen Gliedmaßen Übungen durchführen können. Mithilfe von Muskelsignalen können die Benutzer ihre Gliedmaße in der virtuellen Realität wieder voll funktionsfähig nutzen, wodurch die Phantomschmerzen des Patienten gemindert werden sollen. Dies wird aktuell in dem Projekt VVITA in einer klinischen Studie geprüft. Ein hochentwickeltes System für maschinelles Lernen erkennt dabei die beabsichtigte Bewegung.

Die MedtecLIVE 2019 findet vom 21. bis 23. Mai in Nürnberg auf dem Messegelände statt. Der Messestand des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik befindet sich in Halle 10 / Stand 317.

Zuletzt geändert am:
16.05.2019 10:39:14 Uhr

Kontakte

 

Miriam Poetter
Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR)

Politikbeziehungen und Kommunikation: Oberpfaffenhofen, Augsburg, Weilheim

Tel.: +49 8153 28-2297

Fax: +49 8153 28-1243
Szilvia Borsdorf
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Robotik und Mechatronik: MIRO Innovation Lab

Tel.: +49 8153 28-3628