Regierungskommission "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen" zu Gast im DLR

Dienstag, 9. Juli 2019

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  • Dr. Dennis Göge und Wolfgang Bosbach beim DLR in Oberpfaffenhofen
    Dr. Dennis Göge und Wolfgang Bosbach beim DLR in Oberpfaffenhofen

    Dr. Dennis Göge, DLR-Programmkoordinator Sicherheitsforschung, empfing den Vorsitzenden der Regierungskommission "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen" beim DLR in Oberpfaffenhofen.

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    Besuch der Regierungskommission "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen"

    Die Regierungskommission "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen" besuchte am 8.7.2019 den DLR-Standort Oberpfaffenhofen.

  • Die Kommission informierte sich vor Ort über DLR-Themen der zivilen Sicherheitsforschung.
  • Schwerpunkt(e): Sicherheit

Die Regierungskommission "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen" unter Leitung von Wolfgang Bosbach besuchte am 8. Juli 2019 das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen, um sich über die im DLR entwickelte sicherheitsrelevante Technik zu informieren. Der DLR-Programmkoordinator Sicherheitsforschung, Dr. Dennis Göge, begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter der Kommission.

Breites Spektrum: zivile Sicherheitsforschung

Die Gäste erhielten dabei einen Einblick in die zivile Sicherheitsforschung. Im Fokus standen dabei unter anderem eine Vorstellung von Beiträgen des DLR zur Aufklärung und Lageerfassung im Rahmen von Einsätzen unterschiedlicher Sicherheitskräfte sowie Arbeiten zur Drohnenabwehr. Darüber hinaus präsentierte das Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr Ansätze und Verfahren zur Optimierung von Polizeibestreifungen und zur Systemanalyse von Flughäfen. Im Rahmen der Systemanalyse von Flughäfen untersuchten die Fachleute die kritische Infrastruktur des intermodalen Verkehrsknotens Flughafen bezüglich ihrer Stör- und Ausfallsicherheit und entwickelten Lösungsansätze, die die Resilienz des Flughafens erhöhen. Im Rahmen des DLR Projektes Touren Auswahl Generator (TAG) wurde gemeinsam mit der Polizei Braunschweig ein Verfahren entwickelt, mit dem der Ressourceneinsatz der Polizei im Streifenwesen flexibel und effizient an die aktuelle Bedrohungslage angepasst werden kann. In Feldtests wurde mit diesem Ansatz bereits ein signifikanter Rückgang der Einbruchkriminalität in den Testgebieten erreicht. "Die hier vorgestellten Projekte zeigen, welche Möglichkeiten der technische Fortschritt auch für die Sicherheitsbehörden bereithält", zeigte sich der Vorsitzende der Regierungskommission, Wolfgang Bosbach, beeindruckt.

Er besuchte auch das Earth Observation Center (EOC) mit dem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI). Im ZKI werden Erdbeobachtungsdaten wie Satelliten-, Luftbilder und andere Geodaten beschafft, analysiert und daraus aktuelle Lageinformation vor, während oder nach Katastrophen- und Krisensituationen sowie bei planbaren Großereignissen erstellt. Die krisenrelevanten Informationen werden in Absprache mit ZKI-Nutzern generiert und beispielsweise in Form von Karten, Geo-pdf, web-Diensten oder als Textdossiers herausgegeben.

Schutz terrestrischer Infrastrukturen

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte in seiner Sitzung am 8. November 2018 63,4 Millionen Euro für den Aufbau von sieben neuen Instituten und Einrichtungen für das DLR freigegeben. Der Senat des DLR hat deren Gründung am 27. Juni 2019 zugestimmt. Bestandteil dieses Pakets ist auch das DLR-Institut für den Schutz terrestrischer Infrastrukturen, das im Rhein-Sieg-Kreis aufgebaut werden soll und für das das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Anschubfinanzierung von 30 Millionen Euro bereitstellen wird. "Nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft hängen von funktionierenden Verkehrs- und Energieinfrastrukturen und auch von einem funktionierenden Notfall- und Rettungswesen ab", unterstrich DLR-Programmkoordinator Göge die Bedeutung der Maßnahme im Bundesland Nordrhein-Westfalen, über deren inhaltliche Ausrichtung im Rahmen des Besuchs diskutiert wurde.

Hintergrund: DLR Sicherheitsforschung

In der DLR-Sicherheitsforschung werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als 20 DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

 

Zuletzt geändert am:
11.07.2019 14:34:01 Uhr

Kontakte

 

Miriam Poetter
Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR)

Politikbeziehungen und Kommunikation: Oberpfaffenhofen, Augsburg, Weilheim

Tel.: +49 8153 28-2297

Fax: +49 8153 28-1243
Dr. Stephan Brusch
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Programmkoordination Sicherheitsforschung

Tel.: +49 2203 601-4049
Dr. Dennis Göge
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Programmkoordinator Sicherheitsforschung

Tel.: +49 2203 601-4031