Energie

Aktionstag zu emissionsfreien Technologielösungen für Straße und Schiene am 25. Juni 2019 in Oldenburg

"Wasserstoff treibt uns an"

Donnerstag, 20. Juni 2019

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  • Der weltweit erste Wasserstoffzug verkehrt im Norden Niedersachsens.
    Der weltweit erste Wasserstoffzug verkehrt im Norden Niedersachsens.

    Die weltweit erste wasserstoffbetriebene Regionalbahn ist im Linienverkehr zwischen Cuxhaven und Buxtehude im Einsatz. Die geräuscharme und emissionsfreie Bahn wird am 25. Juni 2019 in Oldenburg vorgestellt.

  • Mobilität mit Wasserstoff im DLR.
    Mobilität mit Wasserstoff im DLR.

    Am DLR in Oldenburg ist bereits seit zwei Jahren ein Wasserstoffauto als Dienst- und Forschungsfahrzeug im Einsatz. Der Hyundai ix35 Fuel Cell bringt 100 Kilowatt Leistung auf die Straße – und das nahezu geräuschlos und ohne schädliche Emissionen.

  • Die weltweit erste wasserstoffbetriebene Regionalbahn wird präsentiert.
  • Sektorenübergreifende Nutzung von Wasserstoff für Stromnetz und Mobilität ist ein wesentliches Element zum Gelingen der Energiewende.
  • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme treibt öffentlichen Technologie-Dialog mit Wirtschaft, Industrie, Politik und Forschung.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Verkehr

Die weltweit erste wasserstoffbetriebene Regionalbahn kommt nach Oldenburg. Auf Initiative der Interessensgemeinschaft "H2OL", an der auch das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt ist, wird der Brennstoffzellenzug des französischen Herstellers Alstom am Dienstag, 25. Juni 2019, im Rahmen des Aktionstages "Wasserstoff treibt uns an" ab 13 Uhr im Oldenburger Hauptbahnhof vorgestellt. Im Anschluss an eine kurze Sonderfahrt wird die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion zu nachhaltigen Verkehrskonzepten fortgesetzt. Unter anderem hat der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, sein Kommen zugesagt.

Gestaltungspotenzial für CO2-neutrale Mobilität der Zukunft 

"Die Kombination aus Wasserstoff und Brennstoffzelle bietet uns immenses Gestaltungspotenzial auf dem Weg zur CO2-neutralen Mobilität der Zukunft, sowohl auf der Straße, als auch auf der Schiene. Das wollen wir im öffentlichen Dialog mit Wirtschaft, Industrie, Politik und Forschung verdeutlichen", erläutert Dr. Alexander Dyck, Abteilungsleiter Stadt- und Gebäudetechnologien am Institut für Vernetzte Energiesysteme, den Hintergrund der Veranstaltung. Nachdem erste Fahrzeuge am Markt erhältlich sind, gelte es nun, die Infrastruktur schrittweise auszubauen. "Dafür soll eine flächendeckende Versorgung in der Region sichergestellt werden, die von lokaler Wertschöpfung der Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff profitieren kann."      

Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur für Norddeutschland naheliegend

Insbesondere im Norden Deutschlands ist der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur naheliegend. Hier wird ein Großteil des Energieertrags aus zahllosen Windkraftanlagen direkt ins Stromnetz eingespeist. Überschüsse, die zum Beispiel nachts oder bei starkem Wind auftreten, könnten direkt vor Ort in großem Umfang in Form von Wasserstoff langfristig gespeichert werden. "Damit stünde uns ein chemischer Energieträger zur Verfügung, der wahlweise im Verkehr oder aber für die Rückverstromung zur Versorgungssicherheit eingesetzt werden kann", erklärt Dyck. "Dieses Prinzip der sektorenübergreifenden Nutzung ist ein ganz wesentliches Element zum Gelingen der Energiewende."

Alltagseinsatz liefert wertvolle Forschungsdaten

Am Institut für Vernetzte Energiesysteme ist bereits seit März 2017 ein wasserstoffbetriebenes Dienst- und Forschungsfahrzeug im Einsatz. Bereits 35.000 Kilometer konnte das Auto störungs- und emissionsfrei gefahren werden. Ähnliche Erfahrungswerte werden vom Wasserstoffzug berichtet, der seit September 2018 im Linienverkehr zwischen Cuxhaven und Buxtehude im nördlichen Niedersachsen bereits rund 100.000 Kilometer zurückgelegt hat. Weiteren Forschungsbedarf sieht Dyck dennoch: "Die Daten aus den Fahrzeugen ermöglichen zum Beispiel Rückschlüsse auf die Alterung und die Anforderungen an den Treibstoff. Insbesondere in Bezug auf die Qualität des Wasserstoffs sehen wir noch großes Potenzial, die Langlebigkeit der Brennstoffzelle im Gesamtsystem zu erhöhen."

Großes öffentliches Interesse

In der Oldenburger Öffentlichkeit ist das Thema "Wasserstoff" auf so viel Interesse gestoßen, dass die Veranstaltung mit 150 Anmeldungen innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war. Eine "zweite Chance" gibt es jedoch für die 70 Teilnehmer am DLR-Workshop "Ion Exchange Membranes for Energy Applications", der zeitgleich im nahegelegenen Bad Zwischenahn stattfindet: Für diese Gruppe internationaler Brennstoffzellen-Experten startet der Wasserstoffzug am Abend zu einer zweiten kurzen Sonderfahrt.

Zuletzt geändert am:
20.06.2019 11:11:55 Uhr

Kontakte

 

Heinke Meinen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Vernetzte Energiesysteme, Kommunikation

Tel.: +49 441 99906-104

Fax: +49 441 99906-109
Dr. Alexander Dyck
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Vernetzte Energiesysteme

Tel.: +49 441 99906-210

Fax: +49 441 99906-109