Raumfahrt

Matthias Maurer offiziell zum Astronauten ernannt

Dienstag, 25. September 2018

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  • Maurer erhält sein Zertifikat am EAC in Köln
    Graduierungszeremonie am EAC in Köln

    Die Übergabe des Zertifikats, mit dem Matthias Maurer offiziell zum ESA-Astronauten ernannt wurde, fand am 25. September 2018 am Europäischen Astronautentrainingszentrum (EAC) in Köln statt.
    V.l.n.r.:
    Frank De Winne, Leiter des EAC, Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Prof. Pascale Ehrenfreund, DLR-Vorstandsvorsitzende, Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, ESA-Astronaut Dr. Matthias Maurer, Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes, und Prof. Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

  • NRW%2dMinisterpräsident Laschet zu Besuch im :envihab
    NRW-Ministerpräsident Laschet zu Besuch im :envihab

    v.l.n.r.: Rolf-Dieter Fischer, Standortleitung DLR Köln, Hans Jörg Dittus, DLR-Vorstand Raumfahrtforschung und -technologie, Dennis Göge, Programmkoordinator DLR-Sicherheitsforschung, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Mark Azzam, DLR-Programmkoordinator Digitalisierung, Pascale Ehrenfreund, DLR-Vorstandsvorsitzende, Jens Jordan, Direktor des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, Walther Pelzer, DLR-Vorstand und zuständig für das Raumfahrtmanagement, und Bernhard Hoffschmidt, Direktor am DLR-Institut für Solarforschung

  • ESA%2dAstronaut Matthias Maurer
    ESA-Astronaut Matthias Maurer

    Matthias Maurer im European Astronaut Center in Köln, wo er das grundlegende Astronautentraining durchläuft. Der Materialwissenschaftler kam 2009 unter die zehn Finalisten des Auswahlverfahrens der ESA.

  • Maurer, zweites deutsches Mitglied der ESA-Astronautenklasse 2009, hat seine Grundausbildung abgeschlossen und graduierte am 25. September 2018.
  • Als nächstes steht das missionsspezifische Training zur Vorbereitung auf seinen ersten Raumflug an.
  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Astronautenausbildung

Dr. Matthias Maurer erhielt am 25. September 2018 seine Graduierung als Astronaut, den "Ritterschlag" nach der Grundausbildung - und damit die formale Genehmigung für einen Flug ins All. Die Zeremonie fand am Europäischen Astronautentrainingszentrum (EAC) auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln statt.

"Deutschland gehört seit nunmehr 40 Jahren zu den führenden Nationen in der astronautischen Raumfahrt. Mit der Ernennung von Matthias Maurer verfügt Deutschland über einen weiteren Vertreter im europäischen Astronautenteam", freut sich Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. "Damit ist sichergestellt, dass die erfolgreiche Arbeit von Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im Weltraum, und der anderen zehn Astronauten und Kosmonauten aus unserem Land mit ihren insgesamt 16 Missionen erfolgreich fortgeführt werden wird."

Prof. Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, übergab Maurer das Zertifikat bei der feierlichen Zeremonie. Neben Pascale Ehrenfreund beglückwünschten der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes, und Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, den deutschen Raumfahrer mit saarländischen Wurzeln. "Wir fiebern gerade alle mit Ihrem Kollegen Alexander Gerst und seiner horizons-Mission mit. Der Zeitpunkt, Ihre Graduierung in der Öffentlichkeit bekanntzugeben, ist daher gut gewählt. Ich erwarte und wünsche es Ihnen und uns allen, dass Sie ebenfalls bald eine Mission ins All haben werden. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein“, sagte Thomas Jarzombek. Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement und damit im Auftrag der Bundesregierung auch für die deutschen Beiträge zur Europäischen Raumfahrtagentur ESA zuständig, ergänzt: "Deutschland ist mit 40 Prozent europäischer Spitzenreiter bei der Nutzung der ISS. Wir können uns gut vorstellen, dass die ISS auch über 2024 hinaus genutzt wird und freuen uns daher besonders, dass Matthias Maurer seine Grundausbildung zum Astronauten erfolgreich abgeschlossen hat."

NRW-Ministerpräsident Laschet nutzte im Anschluss die Gelegenheit zu einem ersten Gedankenaustausch mit Prof. Ehrenfreund sowie dem Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie, Prof. Hansjörg Dittus, und Dr. Walther Pelzer vom DLR-Raumfahrtmanagement.

Nur Allrounder und Multitasker werden Raumfahrer

Matthias Maurer wurde im Juli 2015 Mitglied des Europäischen Astronautenkorps in Köln. Während der 18-monatigen Grundausbildung musste er, zunächst als Anwärter auf einen Posten als ESA-Astronaut, eine ganze Reihe von Fähigkeiten auf- und ausbauen. Umfassende Kenntnisse in naturwissenschaftlicher Theorie und Praxis, körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit waren bereits Basisanforderungen. In der Ausbildung eignete sich der angehende Astronaut unter anderem die technischen Funktionsweisen der Internationalen Raumstation ISS sowie medizinische Kenntnisse an, übte Außenbordeinsätze in einer Unterwasser-Simulation und lernte die russische und chinesische Sprache. Von sozialer Kompetenz bis hin zu multi-fachlicher Expertise: Nur absolute Allrounder sind geeignet, unter Weltraumbedingungen die wichtigen Erkenntnisse für den technischen Fortschritt in Wissenschaft und Gesellschaft zu gewinnen.

Mit der Graduierung ist Maurers Grundausbildung offiziell abgeschlossen. Nun kann die Reise des "@Explornaut", wie er sich auf Twitter nennt, richtig losgehen - auf eine Raumstation oder auch zum Mond.

Zuletzt geändert am:
25.09.2018 15:05:01 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung Media Relations, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249