Raumfahrt

Raumfahrt in Europa: ESA und DLR vereinbaren Zusammenarbeit von Raumfahrtkontrollzentren

Mittwoch, 19. Dezember 2018

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  • Unterzeichnung des Kooperationsvertrags
    Unterzeichnung des Kooperationsvertrags

    Am 18. Dezember 2018 wurde der Kooperationsvertrag zwischen dem Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) und GSOC feierlich am DLR in Oberpfaffenhofen unterzeichnet. Im Bild (von links): Dr. Rolf Densing, ESA-Direktor für Missionsbetrieb und ESOC-Zentrumsleiter, Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und –Technologie, und Prof. Felix Huber, Direktor der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining.

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    Grupenbild vor dem Columbus-Kontrollzentrum

    Gruppenbild der Kooperationspartner nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Dr. Rolf Densing, ESA-Direktor für Missionsbetrieb und ESOC-Zentrumsleiter, Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und –technologie, Prof. Felix Huber, Direktor der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining.

  • ESOC und GSOC vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich Missionsbetrieb und Bodeninfrastruktur
  • Kooperationsvertrag am 18. Dezember 2018 in Oberpfaffenhofen unterzeichnet
  • Schwerpunkte: Raumfahrt

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bündeln ihre Kompetenzen: In den Bereichen Missionsbetrieb und Bodeninfrastruktur werden das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt und das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) Synergieeffekte nutzen und gemeinsam neue Konzepte, Technologien und Verfahren entwickeln. Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags erfolgte am 18. Dezember 2018 am DLR in Oberpfaffenhofen im Rahmen des "Interoperability Plenary" Treffens, welches Vertreter von weltweit 12 Raumfahrtagenturen zusammenführt.

"Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der ESA den Grundstein für ein europäisches Netzwerk von öffentlichen Kontrollzentren zu legen", sagt Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und –technologie. Prof. Felix Huber, Direktor der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining ergänzt: "Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum GSOC kann dazu seine Kompetenzen in der Vorbereitung und Durchführung von bemannten sowie unbemannten Missionen einbringen und die Stellung der Raumfahrtnation Deutschland in Europa damit weiter stärken."

"Die öffentliche raumfahrtrelevante Infrastruktur soll möglichst effektiv genutzt werden – die ESA ist daher bestrebt ein europäisches Netzwerk von Kompetenzzentren aufzubauen. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem ESOC und dem GSOC und weiteren folgenden Kooperationen soll die europäische Stellung als Partner und Wettbewerber auf dem Weltmarkt gestärkt werden" erklärt Dr. Rolf Densing, ESA-Direktor für Missionsbetrieb und ESOC-Zentrumsleiter.

Die Kooperation zwischen ESOC und GSOC umfasst insgesamt fünf Bereiche: Bodenkontrollsysteme, Bodenstationen, Sicherheit im Weltraum und On-Orbit Servicing, Post-ISS und Bemannte Raumfahrt sowie Allgemeine Zusammenarbeit. Im Bodensegment arbeiten beiden Kontrollzentren bereits an einer Software für den gemeinsamen Missionsbetrieb, der sogenannten "European Ground Systems Common Core" (EGS-CC). In der weiteren Planung ist unter anderen ein Projekt zur Entwicklung und zum Aufbau eines Netzwerks von optischen Bodenstationen, die Datenübertragungen per Laser ermöglichen. So können künftig Quantenschlüssel für eine sichere Kommunikation übertragen werden.

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung und zeichnet sich durch mehr als 70 Missionen aus. Dazu zählt insbesondere die bemannte Raumfahrt mit dem Betrieb des Columbus-Kontrollzentrums. Für die Arbeit im Kontrollraum haben die Experten aus Oberpfaffenhofen daher zahlreiche Technologien und Methoden entwickelt. In der Kooperation werden das GSOC und das ESOC ihre Expertise nun gezielt verknüpfen und die Infrastruktur und den Betrieb von wissenschaftlichen und institutionellen Raumfahrtmissionen für zukünftige Herausforderungen weiterentwickeln.

Zuletzt geändert am:
19.12.2018 12:10:16 Uhr

Kontakte

 

Bernadette Jung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politikbeziehungen und Kommunikation: Oberpfaffenhofen, Weilheim, Augsburg

Tel.: +49 8153 28-2251

Fax: +49 8153 28-1243