Sicherheit

Mit dem Hubschrauber auf das Schiffsdeck: DLR forscht weiter an maritimen Hubschraubereinsätzen

Mittwoch, 20. März 2019

Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • Schiffsdecklandung bei schlechten Wetterbedingungen
    Schiffsdecklandung bei schlechten Wetterbedingungen

    Anflug mit dem Hubschrauber im AVES-Simulator auf das Schiffsdeck einer F219-Fregatte: Im Projekt HEDELA entwickelt das DLR verschiedene Assistenzsysteme, die Hubschrauberpiloten bei einer Schiffsdecklandung bei schlechten Wetterbedingungen unterstützen sollen.

  • Simulierter Flug im Offshore%2dWindpark im AVES bei guten Sichtbedingungen
    Simulierter Flug im Offshore-Windpark im AVES bei guten Sichtbedingungen

    Im Simulatorzentrum AVES (Air Vehicle Simulator) können verschiede Wetterbedingungen simuliert werden.

  • Einbindung von Nachlaufturbulenzen im AVES%2dSimulator
    Einbindung von Nachlaufturbulenzen im AVES-Simulator

    Die CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics) zeigt die Turbulenzen, die im Nachlauf eines Schiffes entstehen. Diese Daten werden in den AVES implementiert, um den Piloten beim Anflug auf das Schiffsdeck realistische Turbulenzeffekte zu simulieren und die neuen Assistenzsysteme testen zu können.

  • Visuelles Assistenzsystem
    Visuelles Assistenzsystem

    Das in HELMA entwickelte visuelle Assistenzsystem wird im Projekt HEDELA für den Anflug auf ein Schiffsdeck erweitert. Der Pilot erhält zusätzliche Informationen zu seinem Flugzustand, einen virtuellen Horizont und die Darstellung der Hindernisse direkt in seinem Sichtfeld.

  • Projekt%2dKickoff HEDELA
    Projekt-Kickoff HEDELA

    Das HEDELA Projektteam vor einem Super Puma Hubschrauber der Bundespolizei.

  • DLR und Flugdienst der Bundespolizei forschen ab März 2019 gemeinsam im Projekt HEDELA.
  • Steigerung der Einsatzverwendungsfähigkeit und der Sicherheit von maritimen Hubschraubereinsätzen stehen im Mittelpunkt der Forschung.
  • Schwerpunkt(e): Luftfahrt, Maritime Sicherheit

Maritime Hubschraubereinsätze untersuchen, bewerten und verbessern - das sind die Ziele des Projekts HEDELA (Helicopter Deck Landing Assistance), an dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ab März 2019 gemeinsam mit der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf arbeitet.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen die Steigerung der Einsatzverwendungsfähigkeit und der Sicherheit von maritimen Hubschraubereinsätzen. HEDELA nutzt die Forschungsergebnisse des Projekts HELMA (Helicopter Flight Safety in Maritime Operations), in dem systematisch Offshore-Flüge des Flugdienstes der Bundespolizei untersucht  und der Nutzen von "Augmented Reality (AR)"-Sichtsystemen zur Steigerung der Einsatzverfügbarkeit und Sicherheit bei schlechten Sichtbedingungen bewertet wurden. "Im Projekt HELMA haben wir ein kopfgetragenes visuelles Assistenzsystem entwickelt, welches den Piloten in Offshore-Windparks die flugrelevanten Informationen, Hindernisse sowie Flugpfade einblendet", erklärt Malte-Jörn Maibach vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik. "In HEDELA entwickeln wir unter anderem dieses System weiter: Schiffsdecklandungen kommen als Einsatzszenario hinzu."

Bedingt durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und den zunehmenden globalen Schiffsverkehr steigt die Zahl von maritimen Hubschraubereinsätzen, auch bei ungünstigen Wetterbedingungen, schnell an. Dies stellt auch an die Hubschraubereinsätze der Bundespolizei hohe Anforderungen. Das Projekt HEDELA legt seinen Fokus auf die Schiffsdecklandung, das Fliegen mit Außenlast, das kopfgetragene Sichtsystem und den Einsatz im Rahmen der maritimen Notfallvorsorge.

Um Schiffsdecklandungen möglichst realistisch darzustellen, erweitern die Wissenschaftler auch die maritime Simulationsumgebung im Simulatorzentrum AVES (Air Vehicle Simulator), die bereits für HELMA entwickelt wurde. Es werden visuelle und dynamische Effekte der Wetter- und Wellensimulation sowie Modelle für die Schiffsbewegung eingebunden. Das entwickelte visuelle Assistenzsystem für Piloten wird nun auch für Versuche im DLR-Forschungshubschrauber ACT/FHS (Active Control Technology/Flying Helicopter Simulator), einer modifizierten EC135, vorbereitet. In Versuchen im Simulator und in der Luft bewerten die Piloten der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf und des DLR abschließend die neu entwickelten Assistenzsysteme.

Projekt HEDELA

Am Projekt HEDELA arbeiten die DLR-Institute für Flugsystemtechnik, für Flugführung und das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen sowie die Abteilung Flugexperimente. Externer Partner ist die Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Das Projekt ist über die Sicherheitsforschung des DLR grundfinanziert.

Sicherheitsforschung im DLR

In der Sicherheitsforschung im DLR werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

Zuletzt geändert am:
10.04.2019 12:34:14 Uhr

Kontakte

 

Jasmin Begli
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2108

Fax: +49 531 295-2102
Malte-Jörn Maibach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Flugsystemtechnik, Hubschrauber

Tel.: +49 531 295-3541