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DLR-Forschungsprojekt "Live-Lage" auf der VFDB

DLR-Forschung hilft in Katastrophenfällen

Mittwoch, 30. Mai 2018

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  • Der Innenminister von Nordrhein%2dWestfalen an der VFDB
    Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen auf der VFDB

    Auf der Jahresfachtagung der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (VFDB) vom 28. bis zum 30. Mai 2018 in Duisburg informierte sich Herbert Reul, Innenminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, über die ausgestellten DLR-Projekte. Von links nach rechts: Herbert Reul, Innenminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Dr. Martin Hellmann, DLR-Programmkoordination Sicherheit, Prof. Dr. Dörte Diemert, Stadtdirektorin Duisburg, Steven Bayer, DLR-Institut für Optische Sensorsysteme (hinten).

  • Aufklärungssystem des Projekts "Live%2dLage"
    Aufklärungssystem des Projekts "Live-Lage"

    In dem DLR-Projekt "Live-Lage" wird ein schnell fliegendes, unbemanntes Fluggerät eingesetzt, das im Einsatzfall zum Zielort fliegt und von dort Luftbilder an die Einsatzstelle übermittelt

  • Luftbildmosaik der Feuerwache 5 in Duisburg
    Luftbildmosaik der Feuerwache 5 in Duisburg

    Im DLR-Projekt "Live-Lage" werden Luftbilder von Großschadenslagen in Echtzeit produziert, die den Einsatzkräften helfen, die Situation schnell zu bewerten. Bei dem Erstflug des Systems in Duisburg wurden Luftbilder einer Brandsimulation aufgenommen und eine exemplarische Lagebilderstellung durchgeführt.

  • Das Projekt "Live-Lage" dient der schnellen Aufklärung von Großschadens- und Katastrophenlagen mit unbemannten Fluggeräten.
  • Live-Lage wird gemeinsam mit den Projekten City-ATM, in dem ein Verkehrssteuerungskonzept für neue Luftraumteilnehmer entwickelt wird, und "LASOG" zur Gefahrenstoffdetektion auf der Jahresfachtagung der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (VFDB) ausgestellt.
  • Schwerpunkt(e): Sicherheit

Im Forschungsprojekt "Live-Lage" entwickelt das Institut für Optische Sensorsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit der Feuerwehr Duisburg ein neuartiges Konzept zur schnellen Aufklärung von Großschadens- und Katastrophenlagen. Das Projekt wird gemeinsam mit den Projekten City-ATM des DLR-Instituts für Flugführung in Braunschweig, in dem ein Konzept erarbeitet wird, um neue Luftraumteilnehmer wie unbemannte Luftfahrzeuge oder Lufttaxis in den Luftraum zu integrieren, und ein laserbasiertes Gefahrstoffdetektionssystem zur Ferndiagnose bei Gefahrgut-Einsätzen der Feuerwehr (LASOG) des DLR-Instituts für Technische Physik vom 28. bis zum 30. Mai 2018 auf der Jahresfachtagung der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (VFDB) vorgestellt.

"Live-Lage" unterstützt die Feuerwehr Duisburg

Das Ziel von Live-Lage ist es, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr frühzeitig Informationen über ihren Einsatzort erhalten. Dazu wird in den kommenden drei Jahren das optische Aufklärungssystem "MACS-Alpha" für den Einsatz in einem unbemannten Fluggerät (UAV) der Feuerwehr entwickelt. Das schnell fliegenden UAV soll auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 1 in Duisburg stationiert werden und im Einsatzfall automatisch zur Einsatzstelle fliegen. Die erzeugten Luftbilder werden in Echtzeit an die Leitstelle und Einsatzführung übertragen. Dort werden sie zu einer Karte des gesamten Einsatzgebiets zusammengeführt. Anders als die bisher verwendete Videotechnik ermöglicht dieses Lagebild die Bewertung der gesamten Situation an der Einsatzstelle. So können die Fachleute einen Überblick über die Lage gewinnen, noch bevor die Einsatzkräfte am Zielort eingetroffen sind. Nach Abschluß des Projektes soll das entwickelte Gesamtkonzept durch Feuerwehren operativ umgesetzt werden. "Live-Lage" wird im Rahmen der DLR-Sicherheitsforschung gefördert. Der Erstflug des Testsystems aus Kamera und Fluggerät in Duisburg wurde vor einer Woche erfolgreich durchgeführt. Dort wurden Luftbilder einer Brandsimulation aufgenommen und exemplarische Lagebilder erstellt. Derzeit werden weitere Systemtests und Analysen durchgeführt. Zum sicheren Betrieb des Gesamtsystems ist das Projekt City-ATM des DLR-Instituts für Flugführung in Braunschweig mit eingebunden. In dem Projekt wird ein Konzept zur Integration von neuen Luftraumteilnehmern in den unkontrollierten Luftraum erarbeitet. Die nächsten Schritte im Projekt "Live-Lage" sind die Implementierung der Liveübertragung des Lagebildes an die Leitstelle und Einsatzführung sowie die Integration einer neuartigen Thermalkamera.

Sicherheitsforschung im DLR

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

Zuletzt geändert am:
30.05.2018 13:44:49 Uhr

Kontakte

 

Julia Heil
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Berlin und Neustrelitz

Tel.: +49 30 67055-9639
Ralf Berger
Deutsches Zentrum Für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR-Institut für Optische Sensorsysteme

Tel.: +49 30 67055-572
Dr. Martin Hellmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Programmkoordination Sicherheitsforschung

Tel.: +49 2203 601-4549

Fax: +49 2203 601-3906