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DLR und französisches Forschungsinstitut IFSTTAR vereinbaren Zusammenarbeit

Freitag, 1. Juni 2018

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    Prof. Karsten Lemmer und Hélène Jacquot-Guimbal

    Am 1. Juni 2018 unterzeichneten das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt, vertreten durch Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, und die französische Forschungseinrichtung für städtische Fragen, Verkehr und Bauwesen (IFSTTAR), vertreten durch Hélène Jacquot-Guimbal, Generaldirektorin von IFSTTAR, in der französischen Botschaft in Berlin eine Grundsatzvereinbarung, um gemeinsam Lösungen für europäische Verkehrssysteme zu erarbeiten

  • DLR und IFSTTAR unterzeichneten Grundsatzvereinbarung für zukünftige Zusammenarbeit
    DLR und IFSTTAR unterzeichneten Grundsatzvereinbarung für zukünftige Zusammenarbeit

    Von links nach rechts: Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Hélène Jacquot-Guimbal, IFSTTAR-Generaldirektorin, Agnès Jullien, Direktorin für europäische und internationale Angelegenheiten bei IFSTTAR, Nicolas Peter, Leiter der DLR-Abteilung Internationale Beziehungen,
    Jean-Jacques Pierrat, Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie der Französischen Botschaft in Berlin

Am 1. Juni 2018 unterzeichneten das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und die französische Forschungseinrichtung für städtische Fragen, Verkehr und Bauwesen (IFSTTAR) in der französischen Botschaft in Berlin eine Grundsatzvereinbarung, um gemeinsam Lösungen für europäische Verkehrssysteme zu erarbeiten. Als ein konkreter Schritt wurde der Aufbau des virtuellen Instituts INNOMOB verabredet, das sich auf Innovationen in den Bereichen Mobilität und Verkehr konzentrieren wird.

Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, betonte bei der Unterzeichnung: "Die Mobilität von Menschen und Gütern macht nicht an Ländergrenzen halt. Für ein sicheres, effizientes und umweltfreundliches Verkehrssystem suchen wir für unsere Verkehrsforschung daher den Schulterschluss mit starken internationalen Partnern. Mit IFSTTAR weiß das DLR eines der führenden französischen Verkehrsforschungsinstitute an seiner Seite. Über Grenzen und Fachdisziplinen hinaus entwickeln wir gemeinsam innovative Mobilitätslösungen und erweitern gegenseitig unseren Horizont mit unseren nationalen Perspektiven."

"Die Herausforderungen im Bereich Verkehr gehen über nationale Grenzen hinaus und dabei gibt es viele unterschiedliche Lösungsansätze. Die Gründung des Instituts INNOMOB beruht auf mehreren Interessen: Das Institut wird es ermöglichen, Mobilitätsverhalten und Lösungskonzepte in Frankreich und Deutschland zu bewerten sowie die Forschungsansätze der beiden Länder zu vergleichen. Dieser Austausch wird es vereinfachen, nutzerorientierte Ansätze zu entwickeln und damit die öffentliche Hand unterstützen", sagt Serge Bossini, Direktor für Forschung und Innovation des französischen Umweltministeriums und Hélène Jacquot-Guimbal, Generaldirektorin von IFSTTAR, ergänzt:  "Diese Vereinbarung ermöglicht es uns, zwei Kräfte zu vereinen mit dem Ziel, die europäische Mobilitätsforschung auf internationaler Ebene zu positionieren und darüber hinaus innovative Lösungen zu entwickeln, um sich den gesellschaftlichen Herausforderungen im Verkehrsbereich anzunehmen."

Umfassendes Verständnis der Mobilität von Morgen gewinnen

Die beiden Forschungsorganisationen haben bereits im Jahr 2013 bei der Gründung des internationalen Partnerlabors DISTRANS zusammengearbeitet, dessen Arbeiten sich auf den Logistik- und Frachtsektor konzentrierten. Auch für die Bahnforschung pflegen beide Institutionen bereits eine langjährige Zusammenarbeit. 2014 vereinbarten DLR und IFSTTAR erstmals eine enge Kooperation, für die nun eine Fortführung für ein breites Themenspektrum verabredet wurde.

Das virtuelle Institut INNOMOB erfährt mit dieser Zusammenarbeit eine weitere Konkretisierung. Dieses Programm wird sich sowohl mit sozialwissenschaftlichen und ökonomischen als auch mit technischen Aspekten der Mobilitätsforschung beschäftigen. Im Kern steht das Bestreben, ein besseres Verständnis des Mobilitätsverhaltens und der Verkehrsentwicklung zu gewinnen sowie neue Planungsoptionen zu entwickeln, um die Verkehrssysteme der Zukunft mitzugestalten.

Erste Phase ist bereits in Vorbereitung

Für die Vorbereitung der ersten Phase des INNOMOB-Programms arbeitet die Abteilung für Planung, Mobilität und Umwelt (AME) von IFSTTAR mit den DLR-Instituten für Verkehrsforschung, Verkehrssystemtechnik und Fahrzeugkonzepte zusammen. In dieser Phase werden die Experten Veränderungen im Mobilitätsverhalten von Personen und beim Transport von Gütern analysieren und hierfür neue Datenquellen verwenden und neue Datenerhebungsmethoden entwickeln. Darüber hinaus werden sich Wissenschaftler, Ingenieure und Sozialwissenschaftler mit neuen Fahrzeugkonzepten und technologischen Innovationen beschäftigen wie beispielweise der Optimierung der Energieeffizienz von Fahrzeugen. Zudem werden sie auch die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie die wirtschaftlichen Aspekte aktueller Trends und neuer Mobilitäts- und Logistikkonzepte untersuchen. Perspektivisch sollen im INNOMOB auch Fragen zur nutzerorientierten Gestaltung von Verkehrsmitteln und Verkehrsinfrastrukturen - insbesondere von multimodalen Verkehrsknoten - bearbeitet werden.

 

Zuletzt geändert am:
01.06.2018 15:18:07 Uhr

Kontakte

 

Dorothee Bürkle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Media Relations, Energie und Verkehr

Tel.: +49 2203 601-3492

Fax: +49 2203 601-3249
Prof. Dr. Barbara Lenz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrsforschung, Institutsleiterin

Tel.: +49 30 67055-206

Fax: +49 30 67055-283