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Astrobiologie-Konferenz in Berlin

Leben in Extremform

Montag, 15. Oktober 2018

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  • Die Astrobiologie beschäftigt sich mit der Suche nach Leben
    Die Astrobiologie beschäftigt sich mit der Suche nach Leben

    Es handelt sich um einen multidisziplinären Ansatz, der sich mit der Entstehung, Evolution und Ausbreitung von Leben im Universum beschäftigt

  • Vom 24. bis 28. September 2018 fand an der Freien Universität Berlin die Konferenz der European Astrobiology Network Association (EANA) statt.
  • Auf der Tagung diskutierten Fachleute über die Existenz von Leben beziehungsweise dessen Vorformen in extremen Lebensräumen.
  • Schwerpunkt(e): Planetenforschung, Exploration, Biologie

Ob Bakterien in der Tiefsee, einzellige Organismen in der Wüste oder Flechten, die Weltraumbedingungen standhalten: Wie Leben unter extremen Bedingungen entstehen oder überdauern kann, fasziniert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler immer wieder - bis hin zu der Frage, ob Leben auch außerhalb der Erde möglich wäre. Diese und andere Fragen diskutierten an die 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem größten europäischen Treffen zum Thema Astrobiologie. Die Konferenz wurde von der Freien Universität Berlin mit Unterstützung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert.

Außergewöhnliche Habitate auf der Erde oder mögliches Leben auf anderen Planeten

Die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund gab einen Überblick über die laufenden astrobiologischen und biologischen Projekte sowie aktuelle Missionen in der Raumfahrtforschung. Ein Fokus der Konferenz lag auf der Bedeutung von Wasser für extraterrestrisches Leben, sei es auf den Eismonden des Jupiter, an den polaren Regionen des Mars oder sogar in den Atmosphären von sogenannten Exoplaneten, die um andere Sterne kreisen. Wasser oder das Vorhandensein von bestimmten Salzen ist für Fachleute ein möglicher Hinweis auf die Existenz von Leben beziehungsweise dessen Vorformen. Die Detektion dieser Vorformen spielt für zukünftige Raumfahrtmissionen eine entscheidende Rolle. Im DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersuchen Wissenschaftler, wie sich fossilisierte biologische Moleküle von mineralogischen unterscheiden lassen. Dies sind wichtige Grundlagen für die Interpretation von Daten zukünftiger Missionen wie beispielsweise die des ExoMars Rovers der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2020 starten und unseren Nachbarplaneten nach Anzeichen biologischer Aktivität erkunden soll.

Darüber hinaus wurden zwei Studentinnen des Kölner DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin für ihre Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet: Die Arbeit von Marta Cortesão beschäftigte sich mit der Ausbreitung und Bekämpfung von Schimmelpilzen auf der Internationalen Raumstation (ISS). Sie erzielte den 2. Platz im EANA Students Contest "Space Factor". Katharina Siems stellte das Experiment "BIOFILMS" vor, in dem die Wirksamkeit von antibakteriellen Oberflächen in der Raumfahrt getestet werden soll. Frau Siems bekam den "Space Microbiology Early Career Award" überreicht. Zum ersten Mal wurde auch der Horneck & Brack Preis für Jungwissenschaftler zu Ehren der verdienstvollen EANA-Gründer Dr. Gerda Horneck (DLR) und André Brack (Centre Nationale de la Recherche Scientifique) ausgerichtet.

Die EANA-Konferenz 2018

Die Konferenz der European Astrobiology Network Association (EANA) fand vom 24. bis 28. September 2018 an der Freien Universität Berlin statt. Sie wurde gemeinsam vom Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität Berlin, der EANA, der Deutschen Astrobiologischen Gesellschaft (DAbG) sowie der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) veranstaltet. Das DLR beteiligte sich mit insgesamt 26 Beiträgen (Vorträgen und Postern) an der EANA-Tagung. Die nächste EANA-Tagung findet vom 2. bis 6 September 2019 in Orléans statt.

 

Zuletzt geändert am:
23.10.2018 08:38:15 Uhr

Kontakte

 

Julia Heil
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Berlin und Neustrelitz

Tel.: +49 30 67055-9639
Dr. Petra Rettberg
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

Tel.: +49 2203 601-4637
Dr. Jean-Pierre de Vera
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Planetenforschung

Tel.: +49 30 67055-309

Fax: +49 30 67055-507