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DLR forscht für mehr Verkehrssicherheit von Radfahrern: Braunschweiger Bürger können sich durch Umfrage beteiligen

Dienstag, 9. Januar 2018

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  • DLR arbeitet im EU-Projekt XCYCLE an Lösungen für die Sicherheit von Radfahrern.
  • Sensoren in Braunschweig erfassen anonym Daten von Radfahrern und motorisiertem Straßenverkehr an Kreuzungen.
  • Braunschweiger Bürger können sich online an Umfrage beteiligen.
  • Schwerpunkt(e): Verkehr

Ein Fahrradfahrer radelt durch Braunschweig und fährt an einer grünen Ampelkreuzung geradeaus. Plötzlich kommt von links ein abbiegender LKW gerade noch rechtzeitig mit einer Vollbremsung vor ihm zum Stehen. Glück gehabt. Leider sieht die Realität oft anders aus. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten im EU-Projekt XCYCLE an innovativen Lösungen, die zukünftig die Sicherheit der Radfahrer im Verkehr erhöhen und die 81.000 Fahrradunfälle im Jahr (laut statistischem Bundesamt) verringern sollen.

Seit 2015 forscht das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik im Projekt XCYCLE gemeinsam mit acht internationalen Projektpartnern an der drahtlosen Vernetzung von Fahrzeugen, Radfahrern und intelligenter Infrastruktur, wie zum Beispiel Kameraerfassungs- und Kommunikationstechnik. Dazu werden an der Forschungskreuzung im Braunschweiger Innenstadtring Fahrmanöver mit Hilfe von Sensoren anonymisiert aufgezeichnet. So erhalten die DLR-Forscher Daten über das Zusammentreffen von motorisiertem Verkehr und Radfahrern, aus denen sie ableiten können, wann eine kritische Situation stattgefunden hat und wie sie entstanden ist. Ein aufkommender Konflikt kann so bereits im Vorfeld erkannt und gegebenenfalls verhindert werden. 

Wie können rechtzeitige Warnungen aussehen?

Im Projekt XCYCLE werden verschiedene Warnungen auf ihre Effizienz geprüft. Ab Frühjahr 2018 wird an der Forschungskreuzung in Braunschweig ein adaptiv geschaltetes Blinklicht, ein sogenanntes "Amber Light", angebracht. Das Ziel dieses Schutzblinkers besteht darin, die Aufmerksamkeit des Autofahrers zu wecken und auf von hinten herannahende Radfahrer hinzuweisen, um kritische Situationen zu vermeiden. Außerdem werden weitere Warnoptionen getestet. Entwicklungen in der Infrastruktur-zu-Fahrzeug-Kommunikation helfen dabei, die Systeme in den Fahrzeugen durch infrastrukturell erfasste Informationen zu verbessern. So wäre es zum Beispiel denkbar, dass einem LKW- beziehungsweise  Autofahrer die Position des Radfahrers auf einer lokalen Karte in seinem Fahrzeug angezeigt wird. Eine andere Option wäre die Warnung des LKW-Fahrers durch Vibrationen des Lenkrads, bis hin zu einem aktiven Eingriff, also einer Gefahrenbremsung. Auf der anderen Seite könnte auch der Radfahrer über den unsicheren Verkehrszustand informiert werden, beispielsweise durch ein Anzeigenelement, wie eine LED-Leiste, das am Lenker angebracht ist. Um zusätzlich motorisierte Verkehrsteilnehmer anzusprechen, die nicht mit einer fahrzeugseitigen Technik zum Empfang einer Warnung ausgestattet sind, wird untersucht, ob eine aktive Beschilderung hilfreich wäre.

Sicherer Stadtverkehr mit Ihrer Hilfe

Mit einer aktuellen Umfrage untersucht das DLR, mit welchen Maßnahmen Kreuzungen in Braunschweig und anderen Städten für Radfahrer sicherer gemacht werden könnten. Hier gelangen Sie zur Umfrage, die etwa zehn Minuten in Anspruch nimmt. Die Einschätzungen darüber, wie das Verkehrsgeschehen an einer  Kreuzung erlebt wird, helfen dabei, die Forschung an den Bedürfnissen der Bürger auszurichten.

Zuletzt geändert am:
09.01.2018 08:46:42 Uhr

Kontakte

 

Jasmin Begli
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2108

Fax: +49 531 295-2102
Theresa Sieberhein
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssystemtechnik, Administration

Tel.: +49 531 295-2664