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Prof. Pascale Ehrenfreund ist seit einem Jahr Vorstandsvorsitzende des DLR

Mittwoch, 17. August 2016

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  • Ehrenfreund mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Piloten vor dem Forschungsflugzeug HALO
    Ehrenfreund mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Piloten vor dem Forschungsflugzeug HALO

    Auf ihrer Tour durch die Standorte vom Sommer 2015 bis ins Frühjahr 2016 informierte sich Prof. Pascale Ehrenfreund über die faszinierenden Forschungsarbeiten der Institute und Einrichtungen des DLR.

Das erste Jahr als Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) war für Prof. Ehrenfreund durch zahlreiche Highlights geprägt. Auf der Tour durch die Standorte vom Sommer 2015 bis ins Frühjahr 2016 informierte sich Ehrenfreund über die faszinierenden Forschungsarbeiten der Institute und Einrichtungen des DLR sowie seine hervorragenden Management- und Politikberatungsleistungen durch das DLR-Raumfahrtmanagement und die beiden Projektträger. Der Vorstand des DLR wird täglich mit neuen Zahlen, Statistiken, Berichten und Vermerken konfrontiert, auf deren Grundlage Entscheidungen für die Entwicklung und die Zukunftssicherung des DLR zu treffen sind. "Deshalb", so Prof. Ehrenfreund, "hat es mir besonders viel Freude bereitet, mit vielen der beinahe 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im DLR ins Gespräch zu kommen und somit die Menschen hinter den Zahlen näher kennenzulernen. Dankbar habe ich auch die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit im Vorstand des DLR wahrgenommen."

Das DLR durch eine herausfordernde Zukunft zu führen, bezeichnete Prof. Ehrenfreund anlässlich der Amtsübernahme als eine interessante und ehrenvolle Aufgabe. Vor einem Jahr betonte sie auch, dass das DLR mit seinem Portfolio an Forschungsaktivitäten in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr sowie Sicherheit weltweit zu den führenden Einrichtungen gehört. Und dass die Forschungsergebnisse nicht nur Kernbereiche der deutschen Industrie stärken, sondern auch wichtige Lösungsmöglichkeiten für die globalen Herausforderungen unserer Zeit liefern. Entsprechend dieser Aussagen wurde kurz vor Ende des Jahres 2015 mit der Entwicklung einer detaillierten Gesamtstrategie für das DLR begonnen.

"Ein Kernteam, das sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Management- und Forschungsbereiche im DLR zusammensetzt, arbeitet mit externer Begleitung an den kurz-, mittel- und langfristigen Zielen, um das DLR exzellent bezüglich der zentralen Zukunftsfragen und den gesellschaftlichen Herausforderungen zu positionieren", erläutert Prof. Ehrenfreund, "dazu werden interne sowie externe Diskussionsrunden im kommenden Herbst stattfinden. Ende November 2016 soll dem Senat des DLR eine erste Version vorgelegt werden."

Zeitgleich arbeitet die Task Force "Synergien" an der Identifikation fachübergreifender Forschungsthemen und versucht damit die Systemkompetenz, eine der größten Stärken des DLR, in Zukunft noch weiter auszubauen.

Ebenfalls intensiv diskutiert wurde die Zukunftsorientierung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren zwischen den HGF-Mitgliedszentren. Gespräche die zu den Höhepunkten des ersten Amtsjahres von Prof. Ehrenfreund gehörten.

"Mit ihrer dynamischen und sympathischen Persönlichkeit ist es Pascale Ehrenfreund in kurzer Zeit gelungen, einen neuen Strategieprozess am DLR anzustoßen", sagt Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Damit stellt sie wichtige Weichen für die Zukunft des Zentrums, welches künftig eine noch größere Rolle innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft spielen wird. Ich schätze Frau Ehrenfreund und ihre Arbeit sehr und freue mich, eine so kompetente Wissenschafts-Managerin an der Spitze dieses prominenten Zentrums zu haben. Zu ihrem ersten Dienstjubiläum gratuliere ich ihr herzlich. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit."

Neben den strategischen Aufgaben standen im letzten Jahr für Prof. Ehrenfreund auch politische und fachliche Treffen und Diskussionen auf der Tagesordnung. Dazu haben 175 Termine im Inland und 90 Termine im Ausland stattgefunden, mit Partnern aus Industrie und Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Dazu kommentiert Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI): "Das DLR und die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland sind seit Jahrzehnten untrennbar miteinander verbunden. Der Erfolg unserer Branche beruht auf einer einzigartigen dynamischen Symbiose zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen, den Universitäten und der Industrie. Mit dem DLR haben wir eine Forschungsinstitution von Weltruf im Lande, die wichtiger Kooperationspartner für die deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen ist. Ich begrüße sehr, dass unsere Industrie mit Frau Prof. Ehrenfreund und dem DLR einen konstruktiven, vorausschauenden Dialog führt und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit! Mein Dank gilt insbesondere dem Engagement des DLR bei der Neuausrichtung der ILA Berlin Air Show zu einer internationalen Messe, die Synonym ist für 'Innovation and Leadership in Aerospace.' Die Zusammenarbeit ist Nährboden für Innovationen. Und diese brauchen wir: Nur wenn wir weiter Spitzentechnologie 'Made in Germany' produzieren, werden wir auch im 21. Jahrhundert eine führende Rolle in der globalen Luft- und Raumfahrtindustrie spielen. Das bedeutet konkret: Es bedarf neuer Materialien, Fertigungsmethoden wie 3D-Druck und der Digitalisierung, um weiter technologisch und wirtschaftlich auf dem hart umkämpften Weltmarkt zu bestehen - und dies mit Erfolg!"

Bereits seit einigen Monaten bestimmen die umfangreichen Vorbereitungen der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember 2016 einen Großteil der Vorstandsarbeit.

Evert Dudok, Sprecher Raumfahrt Deutschland Airbus Defence & Space, kommentiert: "Das DLR spielt eine entscheidende Rolle für die Raumfahrt in Deutschland als Forschungseinrichtung, als Raumfahrtagentur und als wichtiger Vermittler des Nutzens der Raumfahrt in der Öffentlichkeit. Frau Prof. Ehrenfreund steht dafür und leitet das DLR auf seiner anspruchsvollen Mission mit sicherer Hand. Jetzt müssen wir alle dafür sorgen, dass Deutschland seine Raumfahrt-Investitionen für die ESA Ministerkonferenz steigert."

Pierre Godart, Geschäftsführer Airbus Safran Launchers GmbH, ergänzt: "Frau Prof. Ehrenfreund leitet mit besonderer wissenschaftlicher Kompetenz und Dynamik das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und spielt in ihrer Funktion eine Schlüsselrolle in der Verbindung von Wissenschaft und Industrie für den Raumfahrtstandort Deutschland. Dies ist essentiell für die Zukunft des Raumtransports und der Ariane in Deutschland und Europa."

Dass das DLR eine wichtige Rolle in der Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Deutschland zukommt, zeigt sich in den vielfältigen Kooperationen des DLR mit seinen Partnern. Dazu hebt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB System AG, hervor: "Unsere gemeinsamen Projekte bestechen durch wissenschaftliche Exzellenz, Innovationskraft und Anwendungsorientierung. Das gilt für unsere gemeinsamen Höhenforschungsprojekte TEXUS und MAXUS gleichermaßen wie für die Erdbeobachtungsmission EnMAP. Für diese hervorragende Zusammenarbeit möchte ich mich bei Ihnen, Frau Prof. Ehrenfreund, anlässlich ihres Jubiläums ganz herzlich bedanken. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir diese ausgezeichnete Kooperation fortführen und noch weiter ausbauen, um die Innovationskraft des Mittelstands nachhaltig zu stärken."

Doch auch ihre wissenschaftliche Herkunft hat Prof. Ehrenfreund nicht vergessen und ständig den Kontakt zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gesucht.

"Prof. Ehrenfreund lernte ich bei einer Vielzahl von offiziellen und persönlichen Begegnungen in den letzten 20 Jahren als eine höchstqualifizierte Wissenschaftlerin und Wissenschaftsmanagerin kennen und sehr schätzen. Genau diese wertvollen Erfahrungen bringt sie in ihre Position beim DLR ein und hat den Bezug zur Wissenschaft dabei stets behalten", betont Prof. Klaus Slenzka, Bereichsleiter Life Sciences bei der OHB System AG.

Auf die letzten zwölf Monate zurückblickend betont Prof. Ehrenfreund: "Die systematische Nutzung sowohl bestehender als auch neuer Synergiepotentiale macht deren Einbettung in eine konsistente und strategische Gesamtausrichtung notwendig. Zudem gilt es, durch den im März 2016 parallel dazu verlaufenden Organisationsentwicklungsprozess der Effizienz- und Effektivitätssteigerung interner Kommunikationswege, Arbeitsprozesse und Organisationsstrukturen, das DLR bis zum Ende dieses Jahres hervorragend aufzustellen, um auf die Herausforderungen der Zukunft optimal vorbereitet zu sein."

Das erste Jahr von Prof. Ehrendfreund beim DLR in Bildern finden Sie auf Flickr:

Zuletzt geändert am:
04.06.2018 15:13:25 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 171 3126-466