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Weltraumstrahlung auf der Spur - Mit ISA und NASA zum Mond und wieder zurück

Mittwoch, 3. Oktober 2018

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  • Treffen der MARE%2dPartner auf dem IAC 2018
    Treffen der MARE-Partner auf dem IAC 2018

    v.l.n.r.: Michael Hawes, Orion-Programm-Manager bei Lockheed Martin, Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie, ISA-Direktor Avi Blasberger, Prof. Pascale Ehrenfreund, DLR-Vorstandsvorsitzende, Mark Kirasich, Manager des Orion-Programms bei der NASA, und Dr. Hubert Reile, DLR-Programmdirektor Raumfahrt

  • Die "Besatzung" auf dem unbemannten Mondflug der Orion
    Die "Besatzung" auf dem unbemannten Mondflug der Orion EM-1

    Die beiden Matroshkas zur Messung der Strahlenbelastung sowie der Untersuchung der Wirksamkeit der Strahlenschutzweste AstroRad auf dem Flug der Orion EM-1 zum Mond werden die Crew-Plätze drei und vier einnehmen.

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    NASA Orion EM-1

    Mit dem Reiseziel Mond wird die Orion Exploration Mission 1 (EM-1) der erste unbemannte Raumflug des NASA-Raumschiffs sein, der die erdnahen Orbits verlässt.

Am 3. Oktober 2018 trafen sich auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Bremen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und die Israelische Raumfahrtagentur ISA, um die nächsten Schritte die Kooperationsprojekt MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment) zu besprechen. Gemeinsam soll das Experiment im Dezember 2019 mit dem Orion-Raumschiff zum Mond und wieder zurück geschickt werden. Zweck dieser neuartigen Mission ist es, Daten zur Strahlenbelastung auf den menschlichen Körper bei einem Mondflug zu erheben und zugleich eine Strahlenschutzweste zu testen.

"Die Mediziner und Physiker des DLR verfügen über langjährige Erfahrungen in der Erforschung der Weltraumstrahlung und deren Wirkung auf den menschlichen Körper in der Erdumlaufbahn", erläutert Prof. Hansjörg Dittus, Vorstand des DLR für Raumfahrtforschung und -technologie. "Mit unseren wissenschaftlichen Kompetenzen sind wir in der Lage, wichtige Beiträge bei der Vorbereitung von Langzeitmissionen zu leisten, die zum Mond und später darüber hinausgehen."

Mit dem Reiseziel Mond wird die Exploration Mission 1 (EM-1) der erste unbemannte Flug des NASA-Raumschiffs Orion sein, der über einen erdnahen Orbit hinausgeht. Mit an Bord: zwei Messkörper des DLR, sogenannte Matroshka-Phantome. Beide sind baugleich und jeweils mit über 1400 aktiven und passiven Sensoren auf der Oberfläche und im Innern ausgestattet, um so auch Daten zur Auswirkung von Weltraumstrahlung auf das Körperinnere und die Organe erheben zu können. Während des Flugs um den Mond wird eines der Phantome die Schutzweste AstroRad des Industriepartners StemRad aus Israel tragen. Das andere Modell ist der Strahlung ungeschützt ausgesetzt.

Mit Sensoren ausgestattet und für den Raumflug vorbereitet werden die Messkörper am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln. Dort werden die auf dem Raumflug erhobenen Daten auch stellvertretend für alle Partner und Ko-Investigatoren verglichen und ausgewertet. Verschiedene Matroshka-Phantome des DLR waren bereits im Weltraum, allerdings jedes Mal auf der Internationalen Raumstation ISS - und damit ausschließlich im erdnahen Orbit. Bei dem Projekt MARE erheben die Wissenschaftler erstmalig Daten zur Strahlenbelastung jenseits der Umlaufbahn der ISS.

Zuletzt geändert am:
03.10.2018 10:17:58 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung Media Relations, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249
Dr. Thomas Berger
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Strahlenbiologie

Tel.: +49 2203 601-3135

Fax: +49 2203 619-70
Dr. Andreas Kahle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Internationale Beziehungen

Tel.: +49 22 036014-041

Fax: +49 22 036013-907